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Im Dezember tritt Guterres ab: Baerbock fordert Revolution an UN-Spitze

Welt

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New York (USA) – Acht Jahrzehnte, neun Generalsekretäre – alles Männer. Für Annalena Baerbock (45, Grüne) ist das nicht länger akzeptabel. Die scheidende Präsidentin der UN-Generalversammlung spricht sich explizit für eine Nachfolgerin von UN-Generalsekretär António Guterres (77) aus. „Es ist Zeit für eine Frau“, sagt Baerbock der „Süddeutschen Zeitung“ über das mächtigste Amt bei den Vereinten Nationen.

Baerbock : „Die Hälfte der Menschheit sind Frauen und Mädchen. Wie möchte eine Institution, die acht Milliarden Menschen vertritt und seit 80 Jahren für Menschenrechte einsteht, erklären können, dass sie auch nach acht Jahrzehnten erneut keine Frau an ihrer Spitze finden kann?“

Als Präsidentin der Generalversammlung leitet Baerbock die Suche eines Nachfolgers für den Portugiesen Guterres, dessen Amtszeit im Dezember endet. Derzeit gibt es vier Bewerberinnen und zwei Bewerber.

Baerbock schließt Kandidatur aus

Eine eigene Kandidatur schließt Baerbock aus. Auf die Frage, ob sie sich vielleicht nicht doch noch als UN-Generalsekretärin bewerben wolle, sagt sie: „Nein. Nach den ungeschriebenen Rotationsregeln ist Lateinamerika dran. Es gibt hervorragende Frauen aus dieser Region.“

Baerbock spricht in dem Interview auch über Anfeindungen gegen Frauen in Führungspositionen: „Gut gelaunte Frauen in Machtpositionen sind für manche Männer weiterhin keine Selbstverständlichkeit, sondern offensichtlich der schlimmste Trigger. Wir sind aber mittlerweile zu viele. Und wir Frauen werden uns nicht dafür entschuldigen oder gar aufhören, selbstbewusst, erfolgreich und zugleich lebensfroh zu sein.“

Auf die Frage, welche Frauen ihr in diesem Sinne die Türen für ihre politische Karriere geöffnet hätten, sagt sie: „Ohne Angela Merkel als Kanzlerin wäre ich wahrscheinlich niemals erste weibliche Außenministerin geworden.“

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