Im zweiten Quartal: Gewinn bei Mercedes um 26 Prozent eingebrochen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Stuttgart/Berlin – Der Autobauer Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft und in dieser Sparte 26 Prozent weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Der Absatz ging um knapp sieben Prozent auf 417 865 Fahrzeuge zurück, wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte. Demnach konnten Steigerungen bei den Verkaufszahlen in Europa und den USA einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen. Die Prognose für das Gesamtjahr passte Mercedes -Benz nach unten an und erwartet nun einen Gesamtabsatz leicht unter Vorjahresniveau. Auch für den Konzernumsatz wird nun mit einem schlechteren Wert als im Vorjahr gerechnet. Im zweiten Quartal belief sich der Konzernumsatz auf rund 32 Milliarden Euro, knapp 23 Milliarden davon im Autosegment. Insgesamt hat der Autobauer im zweiten Quartal das operative Ergebnis zwar gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert. Für das Gesamtjahr wurde dagegen die Prognose gesenkt. Als Grund nennt der Autobauer die schwächere Nachfrage in China . Dort belastet die anhaltende Krise auf dem Immobilienmarkt die Konsumlaune und dämpft die Nachfrage nach Luxusfahrzeugen. Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatz, der leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Zuvor war Mercedes davon ausgegangen, das Vorjahresniveau zu erreichen. Auch der deutsche Konkurrent Volkswagen hatte wegen schwächer als erwarteter Auslieferungen seinen Umsatzausblick nach unten korrigiert. Hoffnung ruht auf E-Autos Zugleich erhöhte Mercedes die Erwartung an den Anteil von E-Autos am Gesamtabsatz von 23 auf 25 Prozent. Im zweiten Quartal verkaufte der Konzern den Angaben nach 52 852 E-Autos – 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde dies vor allem durch ein Absatzplus um 87 Prozent auf dem europäischen Markt. Auch im Bereich Kleinlaster liefen die Geschäfte gut. Der Absatz erhöhte sich im Jahresvergleich leicht auf rund 94 000 Fahrzeuge, der Umsatz stieg um gut fünf und der operative Gewinn um knapp drei Prozent. Für ein insgesamt solides Konzernergebnis im zweiten Quartal sorgte außerdem der Finanzbereich mit einem satten Plus beim operativen Gewinn von 70 Prozent.