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Immer mehr junge Erwachsene betroffen

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Studie offenbart besorgniserregenden Trend: Immer mehr junge Erwachsene erleiden Schlaganfälle

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Eine neue Studie zeigt, dass junge Erwachsene heute fast doppelt so häufig einen Schlaganfall erleiden wie vor drei Jahrzehnten. Eine Sache ist besonders alarmierend.

Die Schlaganfallrate bei jüngeren Erwachsenen ist in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich gestiegen, wie neue Forschungsergebnisse zeigen, und ein besonders beunruhigender Trend sticht hervor. Die im Fachjournal Neurology veröffentlichte Studie analysierte Schlaganfallfälle bei 20- bis 54-Jährigen in einem großen, bevölkerungsbasierten Register in der Region Greater Cincinnati und Northern Kentucky im Zeitraum von 1993 bis 2020.

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(Dieser Artikel von Kara Doleman und Gray R. Thomas entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Die Forschenden stellten fest, dass junge Erwachsene heute fast doppelt so häufig einen Schlaganfall erleiden wie vor drei Jahrzehnten. Im Gegensatz dazu gingen die Schlaganfallraten bei älteren Erwachsenen zurück. Der Anstieg wurde weitgehend durch ischämische Schlaganfälle getrieben, die auftreten, wenn die Durchblutung des Gehirns blockiert wird.

Die Forschenden fanden heraus, dass ischämische Schlaganfälle bei jüngeren Erwachsenen zwischen 1993 und 2020 nahezu doppelt so häufig wurden. Zudem stellten sie fest, dass traditionelle Schlaganfall-Risikofaktoren bei jüngeren Schlaganfallpatienten im Laufe der Zeit häufiger vorkamen.

Mehr klassische Risikofaktoren bei jungen Schlaganfallpatienten

Die Rate von Bluthochdruck stieg von 47,3 Prozent auf 60,3 Prozent, Diabetes nahm von 19,1 Prozent auf 25,5 Prozent zu, und Vorhofflimmern kletterte von 1,4 Prozent auf 5,9 Prozent. Eine der dramatischsten Veränderungen betraf jedoch den Substanzkonsum. Der Anteil jüngerer Schlaganfallpatienten mit dokumentiertem Substanzkonsum erhöhte sich von 4,6 Prozent in den Jahren 1993/94 auf 40,2 Prozent im Jahr 2020.

Ein Großteil dieses Anstiegs hing mit dem Konsum von Marihuana zusammen, der von weniger als 1 Prozent der Patientinnen und Patienten auf 30,6 Prozent im Jahr 2020 anstieg. „Marihuanakonsum ist in den Vereinigten Staaten in den vergangenen drei Jahrzehnten ganz offensichtlich viel verbreiteter geworden, und es gibt einige Hinweise auf einen Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Menschen, die es täglich konsumieren“, sagte Studien-Co-Autor David Robinson, Neurologe an der University of Cincinnati, gegenüber Newsweek.

Offene Fragen zum Einfluss von Marihuana auf das Herz-Kreislauf-System

Er erklärte, dass bestehende Studien Einschränkungen aufweisen, und betonte, dass strengere Forschung nötig sei. „Das Stigma rund um Marihuanakonsum ist heute viel geringer als früher, daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um es gründlich als Risikofaktor zu untersuchen“, sagte Robinson. „Wir haben noch nicht alle Antworten, aber sein Konsum hat dramatisch zugenommen, und wir kennen immer noch nicht alle langfristigen Folgen.“

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass junge Erwachsene nicht davon ausgehen sollten, sie seien zu jung, um sich um ihr Schlaganfallrisiko zu sorgen. Nach Angaben von Robinson bleiben viele zentrale Risikofaktoren oft unentdeckt, weil Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte anfangs keine Symptome verursachen können.

Prävention und „Life’s Essential Eight“ für junge Erwachsene

Er hob die „Life’s Essential Eight“-Empfehlungen der American Heart Association hervor, zu denen gehören: Blutdruck unter Kontrolle halten, Blutzucker und Cholesterinwerte managen, Tabak meiden, ein gesundes Gewicht halten, körperlich aktiv bleiben, sich ausgewogen ernähren und ausreichend schlafen. „Jüngere Menschen haben seltener eine feste Hausärztin oder einen Hausarzt“, sagte Robinson. „Es ist wichtig, neue Wege zu finden, um junge Leute dort abzuholen, wo sie sind.“

Die Forschenden stellten außerdem einen leichten Rückgang der 30-Tage-Sterblichkeit bei jüngeren Schlaganfallpatienten fest, was auf Verbesserungen in der Behandlung hindeutet. Sie warnten jedoch, dass mehr junge Erwachsene, die einen Schlaganfall überleben, die langfristige Belastung durch Behinderungen in den kommenden Jahren erhöhen könnten.

Mehr Überlebende – wachsende Belastung durch Langzeitfolgen

„Jüngere Menschen gehen auch deutlich häufiger in Notfall- oder Akutversorgungszentren, und es ist wichtig, darüber nachzudenken, wie wir Hochrisikopatienten selbst in diesen eher episodischen Versorgungssettings identifizieren können“, sagte Robinson.

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