Immobilien: Deutsche-Finance-Fonds offenbar vor Pleite
Düsseldorf. Die Probleme bei der Deutsche-Finance-Gruppe (DF) verschärfen sich. Ein Publikumsfonds des Münchener Anlagehauses soll einen Insolvenzantrag stellen müssen. Das geht aus einem Schreiben der Geschäftsführung der Komplementärin des „DF Deutsche Finance Investment Fund 17 – Club Deal Boston II“ (DF 17) an die Anleger hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft und die persönlich haftende Gesellschafterin des Fonds seien zu dem Ergebnis gekommen, dass „mangels hinreichend wahrscheinlicher Liquiditätszuflüsse eine positive Fortführungsprognose für den Investmentfonds nicht mehr besteht“, schreiben die Geschäftsführer Florian Delitz und Stefanie Watzl. Für die Anleger zeichne sich demnach ein „vollständiger wirtschaftlicher Verlust“ ihrer Beteiligung ab. Die Deutsche Finance ließ Nachfragen zu dem Schreiben und den etwaigen Auswirkungen der offenbar bevorstehenden Insolvenz des Fonds unbeantwortet. Der 2021 aufgelegte Fonds richtete sich an Privatanleger, die sich ab 25.000 US-Dollar beteiligen konnten. Rund 1200 Investoren zahlten insgesamt knapp 60 Millionen US-Dollar ein. Das Geld floss in die Entwicklung eines Labor- und Bürogebäudes im Stadtteil Somerville bei Boston. Zum ursprünglich geplanten Laufzeitende im Juni 2025 sollten die Anleger 140 Prozent ihres eingesetzten Kapitals zurückerhalten.