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Immobilien ins Visier der Ermittler

Welt

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Die am Montag entlassene bisherige ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, steht unter Korruptionsverdacht. Gegen die 40-Jährige wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der „illegalen Bereicherung“ im Umfang von umgerechnet 270.000 Euro eingeleitet, wie die ukrainische Antikorruptionsbehörde Nabu am Donnerstag im Onlinedienst Telegram erklärte.

Demnach geht es um von Stefanischyna nicht bei den Finanzbehörden angegebene Luxus-Immobilien und andere Vermögenswerte, deren Wert das offiziell gemeldete Einkommen der entlassenen Diplomatin übersteige.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Stefanischyna am Montag als Botschafterin in Washington entlassen. Eine Nachfolgerin wurde zunächst nicht ernannt. Die Botschaft in den USA ist für die Ukraine von besonderer Bedeutung; das von Russland angegriffene Land ist auf US-Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen angewiesen.

Kaution in Höhe von 120.000 Euro festgesetzt

Stefanischyna wies den Korruptionsverdacht zurück und sprach von einem „Sturm im Wasserglas“. Gegen sie wurde eine Kaution in Höhe von umgerechnet rund 120.000 Euro festgesetzt.

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Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Selenskyj begonnen. Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin.

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In den vergangenen Jahren hatten zahlreiche Korruptionsskandale die Ukraine erschüttert, unter anderem im Umfeld von Staatschef Selenskyj. Bei den Bemühungen der Ukraine um einen EU-Beitritt ist die im Land weitverbreitete Korruption eines der größten Hindernisse. Die von Russland angegriffene Ukraine gilt Antikorruptionsexperten von Transparency International trotz jahrelanger Reformen als eines der korruptesten Länder Europas.

AFP/dpa/jm

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