Immobilien: Welche Rolle spielen Babyboomer für die Preisentwicklung?
Frankfurt. „Junge Familie sucht günstige Drei-Zimmer-Wohnung“: Anzeigen wie diese, finden sich häufig in Deutschlands Großstädten. Bezahlbarer Wohnraum ist gerade in den Ballungsgebieten rar. Doch könnte der demografische Wandel das Problem in den kommenden Jahren teilweise von selbst lösen?
Die Vorstellung klingt zunächst plausibel: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente, die Kinder sind längst ausgezogen, die Eigentümer werden älter – und irgendwann kommen ihre Häuser und Wohnungen auf den Markt. Experten sprechen vom „Silver Tsunami“.
Nun hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Berechnungen dazu angestellt. Eine Studie der Kölner Forscher für den Verband der Sparda-Banken, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, analysiert die möglichen Folgen. Sie zeigt für alle 400 deutschen Landkreise und Städte jeweils auf, wo der demografische Wandel die Immobilienpreise unter Druck bringen könnte – und wo eher nicht.