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Immunzellen erinnern sich an ihren Aufenthaltsort

Gesundheit

Pressemeldung Universitätsklinikum Bonn

Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn nutzen dafür das Transkriptom, also die Gesamtheit aller Boten-RNA-Manuskripte, die innerhalb einer Zelle zu einer bestimmten Zeit von den Genen produziert werden. Ihre Publikation (s.u.) stellt den neuen Algorithmus MERLIN vor.

Wie verändern sich Immunzellen in Geweben bei Entstehung und Fortschreiten von Krankheiten? In hochstrukturierten Organen wie Niere oder Gehirn ist diese räumliche Information entscheidend für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit. „Wir haben gezeigt, dass Makrophagen [...] ein molekulares Gedächtnis ihres Umfelds besitzen“, erklärt Dr. Junping Yin, Erstautor der Studie. „Ihre Genaktivität verrät auch nach der Isolation noch, aus welchem Nieren- oder Hirnareal sie stammen. MERLIN macht diese Information wieder zugänglich.“ Besonders relevant ist dies bei Nierenerkrankungen.

MERLIN bestätigte Krankheitsmechanismen, deckte neue auf und gab Einblicke in regionsspezifische Immunreaktionen und Therapieeffekte.

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