DAX -0,13 % 26.168,65 Pkt 09:25:37 MDAX -0,31 % 32.459,11 Pkt 09:25:37 Euro Stoxx 50 +0,49 % 6.508,58 Pkt 09:25:30 Dow Jones +2,20 % 54.349,12 Pkt 23:22:16 S&P 500 +1,62 % 7.723,55 Pkt 22:41:45 Nasdaq +1,73 % 26.363,44 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,93 % 65.683,26 Pkt 08:45:03 Gold +1,76 % 4.320,70 USD 09:30:18 Silber +0,00 % 62,10 USD 09:30:34 Brent +0,24 % 79,64 USD 09:30:11 WTI -0,03 % 75,20 USD 09:30:31 Bitcoin +0,29 % 64.786,20 USD 09:40:35 EUR/USD +0,12 % 1,15460 USD 09:39:57 EUR/GBP +0,06 % 0,85780 GBP 09:40:37 EUR/CHF +0,04 % 0,93340 CHF 09:40:40 EUR/JPY +0,19 % 182,206 JPY 09:40:38

Impfung für Ältere mit Herzerkrankung

Gesundheit

RSV gilt vielen Menschen immer noch als Erreger, der vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern Komplikationen auslösen kann. Ein Irrtum mit weitreichenden Folgen: Auch ältere Erwachsene sind gefährdet, schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln, etwa wenn sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie eine Herzschwäche oder eine koronare Herzerkrankung haben. Der Experte Prof. Schirmer macht deutlich, dass bei ihnen im Rahmen einer RSV-Infektion weit mehr als Husten, Fieber und Abgeschlagenheit möglich sind: „Ältere Herzpatienten können zum Beispiel einen Herzinfarkt erleiden. Zudem kann sich eine vorbestehende Herzschwäche verschlechtern.“ Doch was steckt dahinter? Infolge der Infektion schüttet der Körper Entzündungsbotenstoffe aus. Diese können sich im ganzen Körper ausbreiten und greifen oft auch auf die Blutgefäße über. „Dadurch kann es dazu kommen, dass Ablagerungen in Gefäßen aufreißen und ein Herzinfarkt oder Schlaganfall entsteht“, erklärt Kardiologe Prof. Schirmer. Ein vermeintlich harmloser Atemwegsinfekt kann auf diesem Wege ernste gesundheitliche Komplikationen bei älteren Herzpatienten nach sich ziehen. Eine RSV-Infektion stellt bei älteren Herzpatienten neben den akuten Auswirkungen auch ein Risiko für langfristige Folgen bezüglich der Lebensqualität und Selbstständigkeit dar. „Kommt es im Rahmen eines Infekts zu einem Krankenhausaufenthalt, sind ältere vorerkrankte Menschen oft zurückgeworfen“, so Prof. Schirmer. Aus einem eigenständigen Leben entwickelt sich womöglich ein Alltag mit Einschränkungen. Der Experte fährt fort: „Ein Patient, der schon vor der Infektion gebrechlich war, aber noch einkaufen konnte, schafft das danach eventuell nicht mehr. Er kann zum Beispiel die Tüten nicht mehr tragen. Jemand, der noch kleinere Spaziergänge um den Block gemacht hat, kann das mitunter auf einmal nicht mehr.“ Anders als bei saisonalen Impfungen wie der Grippeimpfung müssen sich ältere Herzpatienten bei der Planung eines Termins zum RSV-Schutz nicht auf die Wochen vor der typischen Infektwelle im Herbst und Winter festlegen. „Da die RSV-Impfung nach aktuellen Informationen mehrere Jahre anhält, ist es völlig egal, wann sich ältere Herzpatienten impfen lassen“, erläutert Prof. Schirmer. „Die Impfung kann jederzeit auch im Rahmen eines Routine-Check-ups erfolgen.“ Dadurch lässt sie sich problemlos beim nächsten Kontrolltermin durchführen, etwa in der hausärztlichen oder kardiologischen Praxis.Prof. Schirmers Fazit zum RSV-Schutz: „Das Virus ist neben Grippe- und Coronaviren ein bedeutsamer Erreger, gegen den sich Risikopatienten schützen können. Mit einer Impfung können sie dazu beitragen, sich vor einer schweren RSV-Infektion, aber auch vor deren Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System zu schützen.“ Herzpatienten ab 60 sollten RSV nicht als Randthema betrachten, denn in schlimmen Fällen kann eine Infektion zu Krankenhausaufenthalten und geringerer Selbstständigkeit führen. Die Prävention beginnt beim Bewusstsein für das eigene Risiko und ist laut dem Kardiologen denkbar einfach: „Wir sprechen hier nicht über eine komplexe Strategie. Es geht um einen Pieks.“

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