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Impfungen: Trump ordnet grundlegende Änderungen bei Kinderimpfungen an

Nation

US-Präsident Donald Trump hat eine Anordnung zur Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder unterzeichnet. Sie sieht unter anderem vor, Impfungen möglichst auf mehrere Arzttermine zu verteilen und die kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) in drei Einzelimpfungen aufzuteilen. Zudem sollen Impfungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden.

Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden. Zudem liegt die Zuständigkeit für viele Impfregeln bei den Bundesstaaten.

Trump stellt sich gegen wissenschaftlichen Konsens

Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Dennoch behauptete Trump, die Impfstoffe könnten zusammen möglicherweise »ziemlich tödlich« sein. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: »Nein.« Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten.

Im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung brachte Trump den neuen Kurs bei Kinderimpfungen zudem erneut mit der Debatte über Autismus in Verbindung. Der wissenschaftliche Konsens und zahlreiche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt. Trotzdem behauptete Trump, weniger und zeitlich getrennte Impfungen könnten die Zahl der Autismusdiagnosen möglicherweise senken.

Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln nicht verfügbar

Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen.

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