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In allen 16 Bundesländern verkauft: Großer Rückruf von Käse wegen Listerien

Wirtschaft

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Geifertshofen – Der Käse wurde in allen 16 Bundesländern in Supermärkten verkauft. Mehrere Sorten sind betroffen. Sie werden jetzt aus Sicherheitsgründen zurückgerufen. Denn im Käse können Listerien sein.

Bei der großen Rückrufaktion geht es um mehrere Sorten der Dorfkäserei Geifertshofen. In einer Charge Weinbauernkäse wurde das Bakterium Listeria monocytogenes nachgewiesen. Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere im selben Reifekeller gelagerte Ware betroffen ist, ruft die Käserei vorsorglich alle Chargen dieser sechs Sorten zurück:

Weinbauernkäse (Bioland)

Weinbauernkäse mittelalt (Bioland)

Wengert (Demeter)

Alter Wengert (Demeter)

Geifertshofener Classico (Bioland)

Schwäbischer Trollingerkäse (Bioland)

Betroffen sind alle Chargen mit Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 30. Oktober 2026.

Wie Sie den Käse erkennen

Laut der Käserei umfasst der Rückruf verpackte Selbstbedienungsstücke sowie lose Ware aus Bedientheken. Auf der Verpackung steht das Kennzeichen DE BW 445 EG.

Der Käse wurde unter anderem im Lebensmitteleinzelhandel, z. B. beim Supermarkt Rewe, im Naturkost- und Feinkosthandel, in Metzgereien, Hofläden, der Gastronomie, dem eigenen Hofladen sowie online angeboten. Verbraucher sollten die betroffenen Produkte auf keinen Fall essen.

So gefährlich sind Listerien

Listerien sind anspruchslose Bakterien , die bei Temperaturen unter 0 °C bis etwa 45 °C überleben und sich sogar im Kühlschrank vermehren. Eine Listerien-Erkrankung zeigt sich meist innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion durch Durchfall und Fieber. Vor allem Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwere Verläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Erst im vergangenen Jahr hatte es zwei Tote durch Listerien in Käse in Frankreich gegeben. Bei Schwangeren kann, sogar ohne eigene Symptome der werdenden Mutter, das ungeborene Kind geschädigt werden.

Was Sie jetzt tun sollten

Wer die betroffenen Sorten gegessen hat und Symptome entwickelt, sollte einen Arzt aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangere, die den Käse gegessen haben, sollten sich auch ohne Symptome ärztlich beraten lassen.

Die betroffenen Produkte können an den Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.

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