In Jordanien: Mullah-Raketen töten zwei US-Soldaten
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Al-Asrak (Jordanien) – Zwei US-Soldaten tot. Ein weiterer vermisst. Mitten in der größten Eskalation des Iran-Kriegs seit Wochen hat der Iran einen US-Luftwaffenstützpunkt in al-Asrak (Jordanien) mit Raketen angegriffen. Die beiden Amerikaner seien ums Leben gekommen, als sie sich gegen die Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat werde noch vermisst. Vier US-Soldaten wurden zur medizinischen Versorgung in jordanische Krankenhäuser gebracht und inzwischen entlassen. Weitere Soldaten erlitten dem US-Militär zufolge leichte Verletzungen und haben ihren Dienst wieder aufgenommen. Damit sind im Iran-Krieg offiziell 16 US-Soldaten gefallen. US-Präsident Donald Trump (80) zum Nachrichtensender NewsNation: „Es ist sehr traurig, eine wirklich traurige Sache. Wir bedauern es sehr, dass so etwas passiert. Sie dienten unserem Land.“ Sein Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) schreibt bei X: „Gott sei mit euch, Helden.“ Zugleich signalisierte er, dass die USA an ihren Angriffen festhalten wollen: „Ihr Opfer stärkt nur unsere Entschlossenheit.“ Angriff auf Luftwaffenstützpunkt Das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf US-Beamte, dass die USA den Luftwaffenstützpunkt für Einsätze mit Kriegsflugzeugen gegen den Iran genutzt hätten. Irans Revolutionsgarden bekannten sich zuletzt zu Angriffen auf einen von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Dabei sei unter anderem auf Schutzbunker für US-Kampfflugzeuge gezielt worden. Unverifizierte Videos in den sozialen Medien, die auch Militärexperten verbreiten, zeigten mutmaßliche Einschläge iranischer ballistischer Raketen in Jordanien . Das Land hatte zuletzt mehrfach Beschuss aus dem Iran gemeldet. Die jüngste Eskalation im Krieg Der Krieg ist in den vergangenen Tagen mit gegenseitigen Angriffen wieder eskaliert. Hintergrund war der Streit rund um die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus. Das US-Militär griff zuletzt die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran an. Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums starben dort allein seit der neuen Eskalation mindestens 50 Menschen. Mehr als 500 Menschen seien demnach bei US-Angriffen verletzt worden. Die Regierung berichtet in der Regel nur über zivile Opfer. Über Verluste unter den Streitkräften gibt es keine offiziellen Daten. Iran hält Rahmenabkommen für hinfällig und droht Der Iran erklärte inzwischen, dass das Rahmenabkommen mit den USA nach der jüngsten Eskalation hinfällig sei. Ober-Mullah Ajatollah Modschtaba Chamenei (56) drohte mit Rache. Chamenei, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ mitteilen: „Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten.“ Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi (52) sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars, man habe das Rahmenabkommen ausgesetzt. „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview. Die Amerikaner hätten mit ihren „aggressiven Maßnahmen“ gegen Verpflichtungen aus der Absichtserklärung verstoßen. Deshalb fühle sich auch der Iran nicht mehr an die Vereinbarung gebunden.