In Sachen "Emma": Lisa Ortgies gibt Alice Schwarzer Kontra
Streit um „Emma“ :
Lisa Ortgies gibt Alice Schwarzer Kontra
Von
Michael Hanfeld
22.10.2026, 17:55Lesezeit: 1 Min.
Von wegen „Fernsehfrau“: Lisa Ortgies nimmt Alice Schwarzers Verdikt verständlicherweise persönlich.picture alliance / Panama Pictures
Als unfähige „Fernsehfrau“ will sich die Journalistin Lisa Ortgies, die kurze Zeit Chefredakteurin der „Emma“ war, von Alice Schwarzer nicht abkanzeln lassen. Auf Linkedin schreibt Ortgies sehr persönliche Anmerkungen auf.
Die Journalistin Lisa Ortgies sieht sich zu einer Richtigstellung gezwungen. Denn das, was Alice Schwarzer angelegentlich der Einstellung ihrer Zeitschrift „Emma“ über sie zu sagen wusste, will Ortgies nicht unwidersprochen lassen.
Als „Fernsehfrau“ hatte Schwarzer sie abschätzig tituliert – ohne Printerfahrung, bei den Kolleginnen sofort unten durch: „eine einzige Katastrophe“. Dass das im Jahr 2008 auch ganz anders gewesen sein kann, schreibt Lisa Ortgies nun auf Linkedin.
Gelernt habe sie den Beruf auf der Henri-Nannen-Schule, gearbeitet habe sie als Printjournalistin, Buch- und TV-Autorin, Moderatorin und – nicht zuletzt – als „Emma“-Kolumnistin. Ihr verschobener Start als Chefredakteurin habe seinerzeit damit zu tun gehabt, dass ihr Vater schwer erkrankte (und dann starb) und sie sich um ihr acht Monate altes Kind kümmern musste. Über all dies sei Schwarzer informiert gewesen. Von wegen fehlendes Engagement!
Dies hätte sie lieber privat gehalten, schreibt Lisa Ortgies, doch sei Alice Schwarzer damit nun einmal an die Öffentlichkeit gegangen. In puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf gab es bei „Emma“, scheint uns, Luft nach oben.