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„In unserem neuen und wunderschönen Grönland!“: Trump kündigt massive Erschließung von Öl und Gas in der Arktis an

Welt

Der Streit um Grönland hatte international große Spannungen ausgelöst. Mitte September gab es dann das, was der US-Präsident am meisten schätzt: einen Deal – mit der Regierung in Kopenhagen und der Insel in der Arktis. Jetzt hat Donald Trump die baldige Umsetzung der wirtschaftlichen Komponente des Abkommens angekündigt.

Gleichzeitig äußerte er sich zur militärischen Bedeutung der Insel. Details über konkrete Termine oder geplante Abläufe nannte der Republikaner, der vor den Zwischenwahlen in den USA am 3. November innenpolitisch massiv unter Druck steht, allerdings nicht.

„In unserem neuen und wunderschönen Grönland stehen umfangreiche Öl-, Gas- und Mineralienerkundungen kurz vor dem Start!“, schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. Experten hätten ihm gegenüber angeführt, dass die Menge an leicht zugänglichem Öl dort „weit größer ist als auf fast jedem anderen Landstrich weltweit“.

Die Ankündigung erfolgte einen Monat, nachdem die Vereinigten Staaten, Dänemark und Grönland ein Abkommen unterzeichnet hatten, das die durch Trumps wiederholte Drohung einer Übernahme der Kontrolle über die Insel ausgelösten Spannungen beenden soll. Trump sieht sich in dem Streit als Sieger. Eine Einschätzung, die nicht alle teilen. Das Dokument bekräftigt zudem die Souveränität Dänemarks und das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung.

Durch ein Abkommen aus dem Jahr 1951 haben die USA ohnehin schon recht großen militärischen Spielraum auf der Eisinsel. Der Deal erlaubt den Amerikanern, die bereits existierende Militärbasis Pituffik Space Base zu modernisieren und ihre Aktivitäten dort zu erweitern. Sie soll den US-Streitkräften ihre Überlegenheit im Weltraum sichern.

Außerdem sollen die USA zwei weitere Verteidigungsgebiete an den Standorten Narsarsuaq und Mestersvig aufbauen dürfen. Weitere Militärbasen sind möglich, wenn alle drei Parteien sich darauf einigen.

Zudem räumen Dänemark und Grönland den US-Streitkräften große Bewegungsfreiheit auf der und um die Arktisinsel ein – an Land, zu Wasser und in der Luft. Allerdings soll dabei der Respekt vor der grönländischen Kultur und Gesellschaft gewahrt werden, etwa der Jagd und Fischerei. Dänemark verpflichtet sich, seine Präsenz in der Arktis weiter zu verstärken.

Dagegen soll kein Staat, der nicht Mitglied der Nato ist, ohne die Genehmigung der drei Parteien eigene Militäranlagen in Grönland errichten dürfen oder eine „dauerhafte Präsenz von Streitkräften“ auf der Insel haben. Auch bei Investitionen begrenzt der Deal den Einfluss von Staaten – oder Investoren aus Ländern –, die weder Nato-Mitglieder oder -Partner noch EU-Mitglieder sind.

Das Abkommen ebnet auch den Weg für die Installation des Raketenabwehrsystems „Golden Dome“. „Jeder künftige Angriff auf die Vereinigten Staaten muss über Grönland kommen, wo unsere Verteidigung routinemäßig Drohnen, Raketen oder jede andere Waffenform abfangen wird, die noch nicht einmal erdacht wurde“, schrieb Trump weiter.

Trump kann sich mit Blick auf China gestärkt fühlen. Er zielte schon länger darauf, Chinas und auch Russlands Einfluss in der Region einzuhegen.

Wenn man sich Grönland entlang der Küste anschaue, sehe man überall russische und chinesische Schiffe, hatte er Ende 2025 gesagt. „Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit.“

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