DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Indien: "Kakerlaken-Bewegung" drängt Bildungsminister aus dem Amt

Welt

Der Schritt war eine Kernforderung der jungen »Kakerlaken-Volkspartei« und ihrer Anhänger. Sie hatten darauf gedrängt, dass der Minister die politische Verantwortung für einen Skandal um geleakte Dokumente einer Hochschulzugangsprüfung übernimmt: Aufgaben aus einem medizinischen Aufnahmetest waren vorab bekannt geworden. Mehr als zwei Millionen Bewerber mussten die Prüfung deshalb wiederholen. Zusätzlichen Unmut lösten Fehler bei der Onlinebewertung der Prüfungen von fast zwei Millionen Schülerinnen und Schülern aus. Was mit Kakerlaken-Memes und Witzen im Internet begann, wurde schnell ernst. Denn Indien bringt zwar jedes Jahr Millionen Akademiker hervor, aber kann ihnen kaum Arbeit und Perspektiven bieten: Fast 40 Prozent der unter 30-Jährigen mit Hochschulabschluss finden keinen festen Job. Längst fordert die Bewegung auch mehr Arbeitsplätze und Chancen für junge Menschen und kritisiert den Regierungsstil von Premierminister Narendra Modi als zunehmend autoritär. Zuletzt war es bei Straßenprotesten in Neu-Delhi zu schweren Zusammenstößen der Bewegung und der Polizei gekommen. Die Proteste gelten als eine der größten innenpolitischen Herausforderungen für die hindunationalistische Regierung unter Führung Modis, der im Jahr 2024 seine dritte Amtszeit begonnen hatte. Die Kakerlaken-Partei verlangte, dass nun auch ‌zwei weitere Forderungen der Bewegung erfüllt werden müssten, ​bevor die Proteste enden könnten. So müssten Familien ‌von Kindern, die nach dem Durchsickern von Prüfungsaufgaben Selbstmord begingen, entschädigt werden. Außerdem ‌müsste gegen Polizisten ​vorgegangen werden, die an der Niederschlagung der Proteste am Montag beteiligt gewesen seien.

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