IndiGo-Flug: Powerbank unter Verdacht - Notlandung nach Rauch
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Delhi (Indien) – Schon wieder Feuer-Alarm über den Wolken! Und schon wieder steht eine Powerbank im Verdacht, einen gefährlichen Zwischenfall an Bord eines Passagier-Jets ausgelöst zu haben. Ein Airbus der indischen Fluggesellschaft IndiGo musste deshalb am Sonntag in Hyderabad notlanden.
Der Airbus A321 war am Sonntag als Flug 6E 6115 von Delhi nach Chennai unterwegs, als plötzlich Rauch in der Kabine bemerkt wurde. Zunächst wusste offenbar niemand an Bord, woher der Qualm genau kam. Passagiere blickten sich nervös um, die Unsicherheit wuchs. Ein Augenzeuge schilderte später dem Sender India Today die dramatischen Minuten. Viele Fluggäste hätten zunächst überhaupt nicht verstanden, was vor sich ging. Die Situation sei zunehmend beängstigend, die Passagiere panisch geworden.
Rauch kam aus Gepäckfach
Erst einige Zeit später gelang es der Besatzung, den Ursprung des Rauchs zu lokalisieren. Die Flugbegleiter leiteten daraufhin die speziellen Notfallverfahren für Lithium-Batterie-Brände ein. Der Brandherd wurde mit Feuerlöschern bekämpft und anschließend gekühlt, um ein erneutes Aufflammen der Akkuzellen zu verhindern.
Lithium-Ionen-Akkus gelten an Bord als besonders gefährlich, weil sie nach dem ersten Löschen erneut Feuer fangen können. IndiGo erklärte später, die Kabinenbesatzung habe umgehend reagiert und die Situation unter Kontrolle gebracht.
Nachdem der Rauch bemerkt und der Brandherd bekämpft worden war, entschieden sich die Piloten für eine Notlandung nach Hyderabad. Die Maschine landete dort sicher auf dem „Rajiv Gandhi International Airport“. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Erinnerungen an den KLM-Zwischenfall
Der Fall erinnert an einen aufsehenerregenden Zwischenfall bei der KLM im September: Auf dem Flug KL735 von Amsterdam nach Curaçao war eine Powerbank in der Business Class explodiert – mit Brandspuren an Sitz und Fensterblende als Folge. Die Boeing 777 musste nach rund fünfeinhalb Flugstunden über dem Atlantik umkehren und zurück nach Amsterdam fliegen. Das Gerät gehörte dem früheren KLM-Chef Camiel Eurlings, der es entgegen den Sicherheitsregeln der Airline während des Fluges aufgeladen haben soll. Ein Passagier wurde dabei leicht verletzt.