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Indischer Konzern übernimmt Kasseler Hotel

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Indischer Konzern übernimmt Kasseler Hotel – Lösung für insolvente Revo-Häuser in Region gefunden

Von: Daniel Seeger

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Der indische Konzern Prism übernimmt das H4-Hotel in Kassel. Für den Hotelneubau in der Innenstadt hat ein Kölner Unternehmen einen Betreibervertrag geschlossen.

Kassel/Willingen/Göttingen – Für mehrere Hotels der insolventen Revo Hospitality Group in Kassel und der Region gibt es inzwischen Lösungen. Das frühere H4-Hotel am Kasseler Kongress Palais und das H+-Hotel in Willingen treten bereits unter der Marke Sunday Hotels auf. Dahinter steht der indische Konzern Prism, der nach Informationen des Branchenportals „Hotel vor9“ insgesamt 24 Revo-Häuser übernimmt. Im Zuge dessen wird es zu Personalabbau kommen, kündigten die Sanierungsgeschäftsführer in einer Mitteilung an. Dabei gehe es um etwas weniger als 250 Stellen. Die Gewerkschaft NGG hatte zuvor von 500 Stellen gesprochen. Ob und in welcher Höhe die Häuser in Kassel und Willingen betroffen sind, ist offen.

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Auch in Göttingen ist der Betreiberwechsel vollzogen: Das frühere Holiday Inn Express läuft inzwischen als Premier Inn. Die Marke gehört zum britischen Konzern Whitbread. Eigentümerin der Immobilie ist Real I.S. Der Mietvertrag mit Premier Inn läuft nach Unternehmensangaben 25 Jahre.

Das noch im Bau befindliche Holiday Inn Express an der Kurfürstenstraße in Kassel war von der Revo-Insolvenz ebenfalls betroffen – eine zur Gruppe gehörende Tochterfirma sollte ursprünglich als Betreiberin auftreten. Mitte Juli hat die „The Chocolate on the Pillow Group“ (COTP) mit Sitz in Köln nach eigenen Angaben einen Miet- und Franchisevertrag für das Hotel geschlossen. Es ist dem Unternehmen zufolge das dritte Hotel, das COTP im Zuge der Revo-Insolvenz übernimmt.

Eigentümerin des Gebäudes bleibt die Volksbank Kassel Göttingen. Sie errichtet das Hotel neben ihrer Hauptgeschäftsstelle und will die Immobilie langfristig im eigenen Bestand halten. Das Haus soll im März 2027 eröffnen. Geplant sind 176 Zimmer sowie vier Konferenzräume.

Von der früher in Bad Arolsen und mittlerweile in Berlin ansässigen Firma H-Hotels, die zum Revo-Konzern gehört, dürfte nach Abschluss des Verfahrens kaum etwas übrig bleiben. Auch H-Hotels hatte Anfang des Jahres Insolvenz beantragt. Noch im Mai dieses Jahres hatte der ehemalige Gesellschafter im Branchenportal Hotelvor9 verkündet, sich am Bieterverfahren für die H-Hotels beteiligen und die Häuser zurückkaufen zu wollen. Nun gingen etliche H-Hotels an unterschiedliche Investoren – neben dem Konzern Prism aus Indien übernahmen etwa die Gruppen B&B sowie Leonardo Betriebe aus dem ehemaligen H-Hotel-Bestand.

178 Hotels in Deutschland, Österreich und den Niederlanden waren insgesamt von der Revo-Insolvenz betroffen. Nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführer sollen 154 davon an internationale Hotelgruppen und weitere Investoren übergeben werden. 125 Häuser seien bereits verkauft, für 29 weitere sollten Verträge folgen. Für neun Hotels werde noch nach Käufern gesucht, 15 Häuser mussten schließen.

Ein Großteil der rund 5450 Arbeitsplätze soll erhalten bleiben. Viele der Fälle sind keine klassischen Immobilienverkäufe: Häufig wechseln Betreiber oder Betreibergesellschaft, während die Gebäude im Besitz der bisherigen Eigentümer bleiben.

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