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Indonesien: Fähre mit 243 Menschen im Inselparadies vermisst

Welt

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Jakarta (Indonesien) – Drama im Inselparadies am anderen Ende der Welt: Eine mit 243 Menschen besetzte Fähre geriet in der Nacht in der Javasee von Indonesien in ein Unwetter. Das Schiff verschwand bei der Überfahrt von der Hauptinsel Java nach Borneo (berühmt für seine Orang-Utans) vom Radar. Bei einem Rettungseinsatz konnten Dutzende Passagiere gerettet werden. Die meisten der 213 Passagiere und 30 Besatzungsmitglieder werden jedoch vermisst. Bislang wurde eine Leiche entdeckt.

Die „Virgo Transport 8“ wollte in der Nacht von Surabaya (Java) nach Banjarmasin (Borneo) übersetzen. Bei der etwa 500 Kilometer langen Überfahrt geriet das 119 Meter lange und 39 Jahre alte Schiff in einen schweren Sturm . Gegen 1 Uhr nachts Ortszeit (20 Uhr unsere Zeit) brach der Funkverkehr ab. Laut der Schiffstracking-Plattform Vesselfinder hatte die „Virgo Transport 8“ bis dahin etwa zwei Drittel der Strecke zurückgelegt.

Umliegende Schiffe steuerten umgehend die letzte bekannte Position an. Offiziellen Angaben zufolge konnten zunächst 53 der insgesamt 243 Menschen an Bord gerettet werden. Indonesische Medien berichten unter Berufung auf den Hafenmeister von Banjarmasin mittlerweile von 115 Geretteten. Von Borneo aus wird ein großer Rettungseinsatz koordiniert. Unter anderem kreuzt ein Suchboot systematisch die noch immer stürmische See ab. Die Fähre selbst wurde bislang nicht entdeckt.

Passagierliste bislang nicht veröffentlicht

Bislang haben die Behörden die Passagierliste noch nicht veröffentlicht. Die Fährverbindung wird in der Regel von einheimischen Pendlern benutzt. Touristen und Urlauber, die die Orang-Utans auf Borneo besuchen wollen, nutzen in der Regel das Flugzeug. Der südostasiatische Inselstaat Indonesien mit rund 280 Millionen Einwohnern besteht aus mehr als 17.000 Inseln. Fähren sind ein weit verbreitetes Fortbewegungsmittel.

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