Industrie: VW prüft den Bau von Militär-Lkw in Hannover
Düsseldorf, München. Ein teures Werk, ein fehlendes Modell und eine offene Zukunft: Hannover gilt im VW-Kosmos als einer der heikleren Fälle, wenn es darum geht, das nächste Sparprogramm bei Europas größtem Autokonzern umzusetzen.
Fast die Hälfte seiner Produktion hat das Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge binnen eines Jahrzehnts bereits verloren. Liefen im Jahr 2017 in der niedersächsischen Landeshauptstadt noch mehr als 200.000 Fahrzeuge vom Band, waren es im vergangenen Jahr nur noch rund 113.500. Nun lotet Volkswagen eine ungewöhnliche Option für den Standort aus: In Hannover könnten künftig Militärlastwagen gebaut werden.
Mitte September sprachen der tschechische Rüstungskonzern CSG und das Management von Volkswagen Nutzfahrzeuge über eine mögliche Fertigung. So berichten es mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen dem Handelsblatt. Doch welche Ziele verfolgen die Tschechen und was bedeutet eine mögliche Fertigung von Militärlastwagen für die Auslastung des Werks und seiner Beschäftigten?