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IndyCar Nashville: Mick Schumacher fährt erstes Top-10-Ergebnis ein!

Sport

(Motorsport-Total.com) - Nicht auf einer permanenten Rundstrecke, auch nicht auf einem Stadtkurs, sondern tatsächlich auf einem für ihn bis dato völlig unbekannten Oval hat Mick Schumacher am Montag das erste Top-10-Ergebnis seiner Rookie-Saison in der IndyCar-Serie eingefahren. Im 225-Runden-Rennen auf dem Nashville Superspeedway, das wetterbedingt einen Tag später als geplant über die Bühne ging, kam Schumacher auf dem starken achten Platz ins Ziel. Gestartet war Schumacher auf dem Nashville-Oval von der 16. Position. Von dieser Ausgangsbasis hielt er nicht nur Kontakt zu den deutlich routinierteren Piloten vor ihm, sondern hat im Verlauf das Rennens, das diesmal für ihn keine großen Stolpersteine bereithielt, den einen oder anderen Konkurrenten im direkten Zweikampf hinter sich gelassen. Mick Schumacher nach P8: "Wäre noch einiges mehr drin gewesen" "Die Pace war immer gut genug für die Top 10. Dass wir es diesmal ins Ziel gebracht haben, das ist großartig", so die erste Reaktion von Mick Schumacher nach dem Rennen. "Ich wusste immer, dass das möglich ist. Es ist nicht so, dass wir jetzt auf einmal nur Glück gehabt hätten. Wir waren konstant, wir waren geduldig und wir haben einfach ein sauberes, solides Rennen abgeliefert. Herausgekommen ist nun dieses Ergebnis, wobei ich glaube, dass sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen wäre." "Auf der oberen Spur war ich ein bisschen vorsichtig, nachdem ich gesehen habe, dass dort ein paar andere ausgerutscht sind. Ich selber hatte auch einen dieser Momente. Von da an wollte ich einfach sichergehen, dass wir ins Ziel kommen und ein gutes Ergebnis einfahren. P8 ist meiner Meinung nach ein solides Resultat, aber ja, es wäre noch einiges mehr drin gewesen", so Schumacher. Mit P8 im Ziel war Schumacher am Renntag in Nashville sowohl in Reihen der drei Rookies als auch in Reihen des Drei-Wagen-Teams Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) klar der bestplatzierte Vertreter. Seine zwei Rookie-Kollegen Caio Collet (Foyt-Chevrolet) und Dennis Hauger (Coyne-Honda) schieden beide mit unabhängig voneinander passierten Crashs aus dem Rennen aus. Beide wurde die rutschige obere Linie zum Verhängnis. Was Schumachers Teamkollegen betrifft, so kam Louis Foster mit zwei Runden Rückstand auf P17 ins Ziel, wohingegen Graham Rahal das Auto kurz vor Schluss des Rennens an der Box abstellte. Der Routinier im Team kämpfte über das gesamte Wochenende hinweg mit Handlingsproblemen und hatte zudem im Qualifying noch ein Benzindruck-Problem, das ihn zwang, vom 23. Startplatz loszufahren. Für Mick Schumacher ist P8 mit Abstand das bisher beste Ergebnis seiner ersten Saison als IndyCar-Pilot. Bis zu diesem Wochenende war P16 in St. Louis (ebenfalls ein Ovalrennen) sein bestes Ergebnis gewesen. In der Tabelle ist er nun nicht mehr Letzter und in der Rookie-Wertung hat er mit fünf Punkten Rückstand auf Collet nun Kontakt zu seinen Konkurrenten im Kampf um den Titel des punktbesten Neulings des Jahres. Spannendes Rennen mit einem Tag Verspätung Mit knapp 24 Stunden Verspätung, dafür aber komplett bei Tageslicht, ist das Nashville-Rennen am Montag als das 12. von 18 Rennen der IndyCar-Saison 2026 über die Bühne gebracht worden. Waren am Sonntag noch Gewitter und Regen die großen Hindernisse, die letztlich zur Vertagung führten, so hatten es die 25 IndyCar-Piloten am Montag mit starker Hitze zu tun. Das Thermometer ging auf über 30 Grad Celsius hinauf. Unbeeindruckt von der Hitze fuhr Alex Palou (Ganassi-Honda) seinen fünften Saisonsieg und seinen ersten Sieg auf dem Nashville Superspeedway ein. Zweiter wurde Lokalmatador Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), der sich gute Chancen ausrechnete, seinen Vorjahressieg zu wiederholen, im letzten Stint aber keinen Weg an Palou vorbeifand. Scott Dixon rauscht Alex Rossi ins Heck - Alex Palou kommt in Führung In Führung gelangte Palou, der von P4 gestartet war, in der zweiten von drei Gelbphasen des Tages. Diese wurde ausgelöst durch ein Missverständnis zwischen Alexander Rossi (Carpenter-Chevrolet) und Scott Dixon (Ganassi-Honda). Rossi wollte unter Grün an die Box kommen, verzögerte aus diesem Grund auf der Gegengerade abrupt, wovon der nachfolgende Dixon komplett überrascht wurde und auffuhr. Am Auto von Dixons Teamkollege Palou wiederum war gerade der zweite routinemäßige Boxenstopp im Gange, als aufgrund des Dixon-Rossi-Crashs Gelb ausgerufen wurde. Für Rossi war das Rennen an Ort und Stelle beendet. Dixon kam nach Reparatur seines Autos mit sieben Runden Rückstand auf P18 ins Ziel. Indes führte Palou das Feld beim folgenden Restart erstmals an und gab das Zepter anschließend nicht mehr aus der Hand. Für Chip Ganassi Racing ist es der 150. IndyCar-Sieg. Alex Palou baut mit fünftem Saisonsieg seine Tabellenführung aus Nach 225 Runden, von denen 184 unter Grün zurückgelegt wurden, hatte Palou als Sieger knapp 0,9 Sekunden Vorsprung auf Newgarden. Dieser war mit P2 bei seinem Heimrennen sichtlich unzufrieden. Direkt hinter Newgarden, der infolge seines Crashs vom Indy 500 noch immer mit Krücken läuft, liefen dessen zwei Penske-Teamkollegen David Malukas und Scott McLaughlin ein. Malukas hat den dritten Platz mit abweichender Strategie und starkem Speed vom letzten Startplatz herausgefahren, während McLaughlin nach Pech mit dem Timing der letzten Gelbphase vom dritten Startplatz kommend als Vierter ins Ziel kam. Die Top 5 machte Indy-500-Sieger Felix Rosenqvist (Shank-Honda) komplett. In der zweiten Hälfte der Top 10 hatte Mick Schumacher auf P8 lediglich noch Marcus Ericsson (Andretti-Honda; 6.) und Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet; 7) vor sich, Kyffin Simpson (Ganassi-Honda; 9.) und den von der Pole gestarteten Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 10.) aber hinter sich. Zwei Wochen frei - dann sechs Rennen in fünf Wochen In der IndyCar-Gesamtwertung 2026 hat Alex Palou als Tabellenführer nach 12 von 18 Saisonrennen nun 83 Punkte Vorsprung auf David Malukas, dessen Rennwochenende sich nach dem heftigen Crash im 1. Freien Training und dem Auslassen des Qualifyings letztlich mit P3 im Rennen noch zum Positiven gewendet hat. Penske-Youngster Malukas ist mit seinem fünften Podestplatz der laufenden Saison nun in der Tabelle vom vierten auf den zweiten Rang noch oben geklettert. Andretti-Speerspitze Kyle Kirkwood hingegen, als Tabellenzweiter nach Nashville gekommen, ist mit nun 87 Punkten Rückstand auf Palou auf den dritten Rang abgerutscht. Im IndyCar-Kalender 2026 stehen jetzt noch sechs Rennen auf dem Programm, und die finden an fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden statt. Die beiden direkt kommenden Wochenenden Ende Juli und Anfang August sind rennfrei, dann aber geht es Schlag auf Schlag. Am 9. August wird in Portland gefahren, am 16. August erstmals in Markham (Kanada), am 23. August erstmals in Washington. Am 29./30. August gibt es den Double-Header in Milwaukee, das einzige Wochenende in dieser Saison mit zwei Rennen. Am 6. September steigt dann auf dem Laguna Seca Raceway das Saisonfinale (Die IndyCar-Strecken 2026 im Detail). Spätestens am ersten September-Wochenende wird sich also entscheiden, wer IndyCar-Champion 2026 wird, wer der punktbeste Rookie in diesem Jahr wird, wer die Herstellerwertung für sich entscheidet, und womöglich wird auch noch das eine oder andere Cockpit für 2027 schon bis dahin fest vergeben.

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