Infantino unter Druck: Wird der FIFA-Friedenspreis nach Trump direkt wieder eingestampft?
Vor knapp einem Jahr, am 5. November 2025, nahm die FIFA den Mund wieder einmal gehörig voll. Der FIFA Peace Prize wurde ins Leben gerufen und Präsident Gianni Infantino merkte an: "In einer zunehmend unruhigen und gespaltenen Welt ist es von grundlegender Bedeutung, den herausragenden Beitrag derjenigen anzuerkennen, die sich unermüdlich dafür einsetzen, Konflikte zu beenden und Menschen im Geiste des Friedens zusammenzubringen."
Der Friedenspreis, so teilte der Fußball-Weltverband damals mit, ohne mit Fans oder auch nur Nationalverbänden konsultiert zu haben, werde "im Namen aller Fußballfans aus aller Welt verliehen - das sind mehr als fünf Milliarden Menschen weltweit". Außerdem werde er "jährlich" vergeben. Doch lediglich elf Monate später könnte Donald Trump als einziger Preisträger in die Geschichte eingehen - und der Peace Prize komplett eingestampft werden.
Jury, Kriterien, Transparenz?
Infantino wurde auf der Sitzung des FIFA-Rates in Zürich am Donnerstag aufgefordert, entweder umfassende Änderungen vorzunehmen oder die umstrittene Auszeichnung abzuschaffen. Es wurde beschlossen, dass der Ausschuss für soziale Verantwortung des Dachverbands nun damit beauftragt wird, den Preis und seine Bestehung zu prüfen. Wie Medien übereinstimmend berichteten, forderten mehrere Ratsmitglieder die Abschaffung der Auszeichnung, während andere eine Entpolitisierung des Preises verlangten. Der Ausschuss soll vor der nächsten Ratssitzung am 16. Dezember in Doha eine Empfehlung abgeben.
Im Rahmen dieser Bewertung könnte der Ausschuss beschließen, dass der Preis nicht mehr an Politiker vergeben wird. Alternativ könnte er beschließen, dass er ganz abgeschafft werden soll. Entschieden ist aber noch nichts.