Inflation: 3,3 Prozent - Teuerung im Euro-Raum zieht deutlich an
Frankfurt. Angesichts des wachsenden Preisdrucks im Euro-Raum ist eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche nahezu sicher. An den Märkten spiegelt sich dies bereits wider.
Grund dafür sind neue Preisdaten. Waren und Dienstleistungen im Euro-Raum haben sich im August im Schnitt um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuert, geht aus einer ersten Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat vom Dienstag hervor. Das ist die höchste Inflationsrate seit drei Jahren.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten diesen Wert erwartet. Andere Schätzungen wie die der Landesbanken LBBW und Helaba lagen deutlich darunter. Im Juli lag die Inflation noch bei 2,9 Prozent. Der Zielwert der EZB liegt bei 2,0 Prozent.
Dass die Euro-Notenbank nun die Zinsen anhebe, gelte als nahezu ausgemacht, sagt Commerzbank-Experte Vincent Stamer mit Blick auf die neuen Daten. Auch Stephanie Schoenwald, Ökonomin der Förderbank KfW, betont: „Für die EZB dürfte der Befund ausreichen, um einen weiteren Zinsschritt nach oben zu gehen.“