DAX +0,83 % 25.918,39 Pkt 10:34:12 MDAX +0,54 % 30.590,74 Pkt 10:34:13 Euro Stoxx 50 -0,90 % 6.151,16 Pkt 10:34:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -0,79 % 3.999,50 USD 10:39:06 Silber -2,50 % 50,89 USD 10:39:02 Brent -2,05 % 112,53 USD 10:39:06 WTI +1,42 % 103,45 USD 10:39:12 Bitcoin -0,32 % 77.526,60 USD 10:49:08 EUR/USD +0,42 % 1,12030 USD 10:48:42 EUR/GBP -0,37 % 0,83380 GBP 10:49:12 EUR/CHF -0,44 % 0,91950 CHF 10:49:13 EUR/JPY +0,05 % 176,150 JPY 10:49:12

Inflation in Deutschland für Juli 2026 bei 2,8 Prozent: Welche Preise besonders steigen

Wirtschaft

„Vor allem die Preise für Kraftstoffe sind gegenüber dem Vormonat spürbar gestiegen, da gleichzeitig zum Ölpreisanstieg infolge des anhaltenden Iran-Krieges der staatliche Tankrabatt am 30. Juni endete“, sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamts, Ruth Brand. Diesel verteuert sich derzeit besonders stark, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Ein Liter Diesel kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,20 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,12 Euro und damit drei Cent mehr als am Sonntag. Auch am Mittwoch deuten die ersten Zahlen auf kräftig weiter steigende Preise hin. Um 8.00 Uhr morgens war Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 5,7 Cent teurer als einen Tag zuvor zur selben Uhrzeit, der Kraftstoff E10 legte um 2,6 Cent zu.

Dürre könnte Preise weiter nach oben treiben

Darüber hinaus sorgt das anhaltende Rekord-Niedrigwasser am Rhein für neue Inflationsgefahr. „Die deutsche Inflationsrate könnte dadurch temporär um bis zu einem halben Prozentpunkt ansteigen“, sagte Ökonom Felix Schmidt von der Berenberg-Bank. Der Grund: Lieferengpässe und damit verbundene Knappheiten könnten viele Produkte verteuern.

Die Kosten für Energie stiegen verglichen mit dem Vorjahresmonat im Juli um 8,3 Prozent, nach 3,4 Prozent im Juni, so das Statistische Bundesamt. „Die Energiepreise verteuerten sich weiterhin überdurchschnittlich und blieben somit zentraler Preistreiber“, sagte Statistikamtspräsidentin Brand. Kraftstoffe verteuerten sich um 23 Prozent und damit deutlich stärker als in den beiden Vormonaten, im Juni betrug das Plus 11,3 Prozent. Leichtes Heizöl kostete vergangenen Monat sogar 34,7 Prozent mehr.

Nahrungsmittelpreise sinken zum Teil

Gedämpft wurde die Inflation von weitgehend stabilen Preisen für Nahrungsmittel. Diese kosteten durchschnittlich 0,4 Prozent mehr als im Juli 2025. Günstiger wurden etwa Butter (minus 30,1 Prozent) und Molkereiprodukte (minus 5,9 Prozent), während Fleisch und Fleischwaren (plus 1,9 Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 4,0 Prozent) mehr kosteten. Für Dienstleistungen wurden 2,9 Prozent mehr verlangt. Pauschalreisen (plus 5,6 Prozent) sowie die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 4,7 Prozent) verteuerten sich überdurchschnittlich.

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