DAX +0,49 % 25.484,52 Pkt 09:14:59 MDAX +1,10 % 32.316,66 Pkt 09:14:59 Euro Stoxx 50 +0,31 % 6.301,51 Pkt 09:14:45 Dow Jones +0,96 % 52.210,08 Pkt 22:52:48 S&P 500 +0,07 % 7.413,18 Pkt 22:52:41 Nasdaq -0,82 % 24.932,08 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,95 % 62.364,92 Pkt 08:45:03 Gold -0,56 % 4.051,50 USD 09:19:50 Silber -1,31 % 57,71 USD 09:19:42 Brent -2,04 % 86,56 USD 09:18:52 WTI -1,74 % 81,17 USD 09:19:56 Bitcoin -0,36 % 63.498,49 USD 09:29:48 EUR/USD -0,19 % 1,13730 USD 09:29:25 EUR/GBP +0,14 % 0,85470 GBP 09:29:59 EUR/CHF +0,15 % 0,93150 CHF 09:29:59 EUR/JPY -0,13 % 186,188 JPY 09:30:00

Inflation in Russland außer Kontrolle? Bank senkt Wachstumsprognose auf null

Wirtschaft

Startseite Wirtschaft Putin kämpft an zwei Fronten: Zentralbank senkt Wachstumsprognose auf null Von: Christoph Gschoßmann Uns auf Google folgen Der Krieg frisst Russlands Wirtschaftskraft, und die Zentralbank kann die Schäden nicht länger verbergen – das Eingeständnis kommt aus Moskau selbst. Moskau – Gegenangriffe auf Moskau, eine stockende Front, Unmut in der Bevölkerung und bei den Verbündeten: Russland steht wegen des immer noch andauernden Angriffskriegs in der Ukraine vor zahlreichen Herausforderungen. Präsident Wladimir Putin versucht zwar weiterhin, Stärke zu demonstrieren. Doch nun liefert die eigene Zentralbank seines Landes eine ernüchternde Analyse: Die russische Wirtschaft könnte 2026 stagnieren, die Inflation nimmt zu. Am 24. Juli reduzierte die russische Zentralbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 14 Prozent und korrigierte gleichzeitig ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt deutlich nach unten. Statt der zuvor erwarteten 0,5 bis 1,5 Prozent wird nun nur noch mit einem Wachstum von 0,0 bis 1,0 Prozent für das laufende Jahr gerechnet, wie Euronews berichtete. Auch die Prognose für das vierte Quartal wurde von 1,0–2,0 auf 0,0–1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesenkt. Zentralbankchefin Elvira Nabiullina erklärte die Anpassung sachlich: „Ein weiterer Faktor ist die Nachfragedynamik. Unternehmen erwarten laut aktuellen Daten eine Verlangsamung der Nachfrage.“ Wirtschaftskrise in Russland: „Kraftstoffsituation fällt in die Kategorie der sogenannten Angebotsschocks“ Ein wesentlicher Auslöser hinter diesen Zahlen ist die Kraftstoffkrise, die die Preise in Russland in die Höhe treibt. Seit Mitte Mai steigen die Kraftstoffpreise rapide an. Im Juni kam es in mehreren Regionen zu Engpässen, die direkt auf ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien zurückzuführen sind. Reuters berichtete bereits im Juni, dass Russland durch diese Drohnenangriffe etwa 25 Prozent seiner Benzinproduktion eingebüßt hat. Die Zentralbank stellte fest: „Die Inflationsrisiken haben sich aufgrund eines vorübergehenden Rückgangs der Kraftstoffproduktion erhöht.“ Nabiullina zog daraus die Konsequenzen und sprach offen von einem strukturellen Problem: „Die Kraftstoffsituation fällt in die Kategorie der sogenannten Angebotsschocks. Die Zentralbank erhöhte ihre Inflationsprognose für 2026 von 4,5–5,5 auf 6–7 Prozent. Am 20. Juli lag die Jahresinflation bereits bei 5,9 Prozent, wie The Moscow Times berichtete. Ukrainische Streitkräfte zielen gezielt auf die russische Energieinfrastruktur. Am Wochenende wurden eine Ölraffinerie in Tjumen, eine Logistikanlage in Jekaterinburg und ein Treibstoffdepot in Rostow am Donnerstag von Drohnen getroffen. Analysten warnen laut Euronews, dass die Inflation bis zum Jahresende weiter steigen könnte, auch durch weitere Angriffe auf russische Logistikzentren.

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