Inflationssorgen werden größer: DAX gibt Gewinne ab -- Asiens Märkte fester-- BMW streicht beim 3er den Diesel -- Infineon, Gerresheimer, LPKF, Chipaktien, PUMA, NEL, DroneShield, IONOS im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Mittwoch mit Verlusten.
Der DAX rückte zum Auftakt um 0,36 Prozent auf 25.490,67 Punkte vor, am Vormittag dreht die Stimmung und der Index gibt die Gewinne ab.
Der TecDAX startete 0,25 Prozent höher bei 4.013,17 Zählern, auch hier werden die Gewinne im Verlauf abgegeben.
Inflationssorgen in Europa haben den DAX nach einem freundlichen Handelsauftakt am Mittwoch belastet. Nach schwachen Inflationsdaten aus Spanien am Vortag und einer an diesem Morgen berichteten deutlichen Teuerung in Frankreich und deutschen Bundesländern, brachten vor allem die Daten aus Italien Druck in die Märkte. In der drittgrößten Volkswirtschaft der EU verstärkte sich die Inflation im September kräftig, und auch noch etwas deutlicher als erwartet. Auf Jahressicht stieg die Teuerung um 4,1 Prozent und liegt damit weit über dem Ziel der Europäischen Zentralbank, die auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum anstrebt.
Am Morgen noch hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur KI-Regulierung sowie positive Konjunkturdaten aus China für gute Stimmung gesorgt. "Trump hat ein unmittelbares Risiko für KI-Investments entschärft", schrieb Marktexperte Stephen Innes und verwies darauf, dass der Präsident der KI Spielraum lassen wolle. Nach Beratungen mit Branchenvertretern am Vortag habe er eine Präferenz für freiwillige Selbstverpflichtungen, Selbstregulierung und einen kleinen Aufsichtsausschuss signalisiert. "Für Investoren war die Botschaft ziemlich eindeutig: Washington hat nicht vor, einen Regulierungslaster quer auf die KI-Autobahn zu stellen, gerade während die Branche kräftig aufs Gaspedal tritt." Allerdings ist Innes selbst kritisch dazu eingestellt.
Mit Blick auf China erleichterte, dass der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im August knapp über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen war.
Vor den viel beachteten US-Inflationsdaten für August an diesem Nachmittag, die ein wichtiger Faktor für den Zinskurs der Notenbank Fed sind, zogen zudem die Ölpreise wieder an.
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An Europas Börsen verläuft der Mittwochshandel durchwachsen.
Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Start rund 0,1 Prozent höher bei 6.327,26 Punkten und gibt die Gewinne im Verlauf ab.
Nach taubenhaften Kommentaren von John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank in New York, waren an Europas Börsen nur zeitweise Aufschläge zu sehen. Die US-Notenbank habe nach der ersten Zinserhöhung seit drei Jahren in der vergangenen Woche keinen Grund zur Eile, die Zinsen weiter anzuheben. Aktuell wird mit einer 47-prozentigen Wahrscheinlichkeit im Oktober eine weitere Zinserhöhung in den USA erwartet. Die Inflation sei zwar weiterhin zu hoch, und eine weitere Zinserhöhung "später in diesem Jahr" könnte angemessen sein, um die steigenden Preise einzudämmen, so Williams weiter. Für den Moment könne sich die Fed jedoch wahrscheinlich Zeit nehmen, um weitere Daten auszuwerten, bevor sie die Geldpolitik weiter verschärfe.
Derweil indizieren Preisdaten aus Frankreich und erste Länderdaten aus Deutschland einen steigenden Inflationsdruck. Doch vor allem ein deutlicher Anstieg der Inflation in Italien schlug Anlegern auf die Stimmung.
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Die Wall Street präsentierte sich im Dienstagshandel zurückhaltend.
Der Dow Jones ging mit einem Abschlag von 0,25 Prozent bei 51.350,99 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite pendelte lange Zeit um die Nulllinie, am Ende stand ein leichtes Minus von 0,09 Prozent auf 26.797,54 Zähler.
Zeitweise positiv aufgenommen wurden die fallenden Ölpreise und Renditen, wenngleich sich diese weiterhin auf einem hohen Niveau bewegten. Die Ölpreise gaben aufgrund von Anzeichen für eine Erholung der Rohölexporte aus wichtigen Förderländern im Nahen Osten nach. Im September erreichten die Rohölexporte aus der Golfregion laut Daten von Kpler 80 Prozent des Vorkriegsniveaus. Unterdessen hat Saudi-Arabien nach einer Reparatur den Ölexport durch die Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen, was auf eine sich verbessernde Versorgungslage hindeutet.
Vor dem Arbeitsmarktbericht am Freitag und mangels konkreter Verhandlungsfortschritte im Nahost-Konflikt hielt sich die Kaufbereitschaft aber in Grenzen. Die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormus gehen nach Worten des iranischen Außenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium.
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Am Mittwoch zeigten sich die größten Börsen in Asien mehrheitlich höher.
Der Nikkei 225 legte in Japan deutliche 1,94 Prozent auf 66.753,72 Punkte zu.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite daneben 0,31 Prozent auf 3.842,20 Zähler.
In Hongkong zeigten sich die Anleger ebenfalls verhalten in Kauflaune, der Hang Seng verzeichnete ein Plus von 0,37 Prozent auf 24.613,27 Punkte.
Anleger hielten sich vor den anstehenden US-Inflationsdaten zurück, während ein leichter Rückgang der globalen Anleiherenditen und nachgebende Ölpreise den Risikoaktiven etwas Rückhalt gaben. Vorausgegangen war eine verhaltene Sitzung an der Wall Street, die von erhöhten Renditen für US-Staatsanleihen geprägt war. Auch die US-Aktienfutures zeigten sich im asiatischen Handel gemischt.
Stützend wirkte in China die Erholung der Konjunkturdaten: Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe kehrte wieder in den Wachstumsbereich zurück, und auch der Dienstleistungssektor legte zu. Zudem stieg der private RatingDog-PMI für die Industrie auf ein Fünfmonatshoch, was auf eine noch stärkere Belebung der Fabrikaktivität hindeutet als die offiziellen Zahlen. In Japan fielen hingegen die Daten zur Industrieproduktion schwächer als erwartet aus: Die Produktion sank im August im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent - der zweite Monatsrückgang in Folge, was auf eine anhaltende Schwäche im Bausektor hinweist.
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