Influencerin meldet nach Rekordstrafe Insolvenz an
Startseite Wirtschaft Deutsche Influencerin meldet nach Rekordstrafe Insolvenz an Von: Julian Baumann Uns auf Google folgen Wegen nicht ausreichend gekennzeichneter Werbung wurde gegen eine Influencerin eine Rekordstrafe erhoben. Diese meldete nun Insolvenz an. Stuttgart – Immer wieder kommt es vor, dass Beteiligungen oder Start-ups von bekannten Influencern in die Pleite rutschen. Im vergangenen Jahr musste beispielsweise das Getränke-Start-up Hye von Cathy Hummels Insolvenz anmelden. Da Influencer oder Content-Creator aber auch selbst eigene Betriebe sind, oftmals mit Management und eigenen Mitarbeitern, können auch sie in die Zahlungsunfähigkeit rutschen. So ist es nun der Influencerin Hanadi Diab aus Stuttgart (Baden-Württemberg) ergangen. Am 3. Juli wurde ein Regelinsolvenzverfahren eröffnet, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts Stuttgart mitteilte. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass ein Bußgeld in Höhe von 36.000 Euro wegen wiederholt fehlender Werbekennzeichnungen gegen die Influencerin verhängt worden war. Diabs Management wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dazu nicht äußern. Influencerin meldet Insolvenz an – Tätigkeit kann fortgesetzt werden Die 39-Jährige, die als Beauty-, Mode- und Lifestyle-Influencerin mehr als 760.000 Menschen auf Instagram und knapp 139.000 auf TikTok erreicht, kann ihre Tätigkeit trotz der Insolvenz fortsetzen: Insolvenzverwalter Johannes Hauser von der Kanzlei IBK Illig Braun Kirschnek gab an, dass der Geschäftsbetrieb aus der Insolvenzmasse freigegeben worden sei. Weitere Details zum Verfahren nannte er nicht. Die Verhängung des besagten Bußgeldes gegen die Influencerin war erst kürzlich bekannt geworden. Inklusive Gebühren und Auslagen muss Diab insgesamt 37.803,50 Euro zahlen, wie die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) am Dienstag (28. Juli) festlegte. Damit handelt es sich laut einem LFK-Sprecher um das höchste Bußgeld, das bislang in Baden-Württemberg gegen einen Influencer verhängt wurde. „Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist“: Influencerin weist Vorwürfe zurück Nach Angaben der Landesanstalt hatte Diab zwischen Mai und Juli 2025 mehrere bezahlte Kooperationen in Instagram-Storys nicht oder nur unzureichend als Werbung gekennzeichnet, obwohl sie dafür Geld und Sachleistungen erhalten hatte. In einigen Fällen habe komplett die Werbekennzeichnung gefehlt, in anderen sei der Hinweis für Nutzer nicht auf Anhieb erkennbar gewesen. Bereits im April hatte Diab die Vorwürfe in einem TikTok-Video zurückgewiesen. Sie zeigte sich schockiert und betonte, jede Kooperation zu kennzeichnen. Die LFK hatte unter anderem kritisiert, dass die Werbehinweise aufgrund von Schriftart und -farbe nicht ausreichend erkennbar gewesen seien. „Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist“, sagte die Influencerin damals. (dpa/jul)