Inmitten der Spekulationen über einen Wechsel zum FC Arsenal: Real Madrid bittet Vinicius Junior zum Rapport
Die seit einer gefühlten Ewigkeit vor sich hin wabernde Zukunftsfrage um Real Madrids Vinicius Junior wird sich möglicherweise in den kommenden Tagen endgültig klären. Im Laufe des Sonntags kehrt der Offensivspieler, der bei der Weltmeisterschaft Anfang Juli mit Brasilien im Achtelfinale an Norwegen gescheitert war (1:2), aus dem WM-Urlaub nach Madrid zurück. Am Montag folgt der Einstieg ins Training und damit in die Vorbereitung auf die neue Saison, unmittelbar danach sind der spanischen Zeitung AS zufolge die entscheidenden Gespräche geplant. Vinicius soll sich dabei zunächst mit dem neuen Trainer Jose Mourinho zusammensetzen, mit dem ihn eine brisante Vorgeschichte eint, die vom Rassismus-Eklat bei Reals Champions-League-Duell mit Mourinhos Ex-Klub Benfica im Februar her rührt. Böses Blut soll zwischen den Beiden allerdings nicht mehr herrschen und Mourinho würde nur sehr ungerne auf Vinicius verzichten. Wie der Spieler selbst seine Zukunft sieht, soll er im Anschluss an das Gespräch mit Mourinho schließlich Reals Verantwortlichen final erläutern. Die Madrilenen fordern dem Vernehmen nach eine schnelle Entscheidung von Vinicius, für den es auf zwei unterschiedliche Optionen hinaus läuft: Verlängern bei Real oder ein Wechsel noch in diesem Sommer zum FC Arsenal. Die Königlichen wollen tunlichst vermeiden, den Brasilianer nach Ablauf dessen aktuellen Vertrages 2027 ablösefrei abzugeben. Real Madrid und Vinicius fanden bisher nicht zueinander: Es gibt wohl einen entscheidenden Knackpunkt Bereits seit rund eineinhalb Jahren wabert die Frage, ob Vinicius sein Arbeitspapier im Bernabeu verlängert oder nicht, vor sich hin. Der 26-Jährige soll sich zwar grundsätzlich weiterhin bei den Blancos sehen, in finanziellen Belangen entstanden in den Verhandlungen allerdings Hindernisse. Wie tiefgreifend diese sind, darüber gab es immer wieder unterschiedliche Wasserstandsmeldungen. Einem jüngsten Bericht von The Athletic zufolge weisen die Vorstellungen von Verein und Spieler weiterhin deutliche Unterschiede auf. Getty Images Das renommierte Online-Portal dröselt die Entwicklungen in den Gesprächen über eine Vertragsverlängerung dabei detailliert auf. Seit Frühjahr 2025 soll das Vinicius-Lager demnach auf einem Gesamtpaket bestehen, das ihm knapp 30 Millionen Euro pro Jahr einbringen würde. Darin soll auch ein Unterschriftsbonus enthalten sein - laut The Athletic der entscheidende Knackpunkt. Denn Real will sich darauf wohl keinesfalls einlassen, während es Vinicius als einzige Möglichkeit ansehe, insgesamt mehr zu verdienen als Superstarkollege Kylian Mbappe. Der hatte nämlich einen eben solchen - und sehr üppigen - Unterschriftsbonus zugesichert bekommen, als er 2024 ablösefrei von Paris Saint-Germain in die spanische Hauptstadt wechselte. Real Madrid wird Vinicius Junior wohl vor die Wahl stellen Zwar heißt es mitunter, Vinicius sei dazu bereit, seine Forderungen für einen Verbleib in Madrid einzuschränken, bis dato ist es dazu aber offensichtlich nicht gekommen. Ob er nun einlenkt, bleibt abzuwarten. Reals Position, so heißt es übereinstimmend, ist derweil klar: Nachgebessert wird nicht mehr. Vinicius muss also das aktuell vorliegende Vertragsangebot annehmen oder wird wahrscheinlich verkauft werden. Und da kommt der FC Arsenal ins Spiel. Die Gunners sollen Vinicius' unklare Situation laut The Athletic seit Monaten dazu genutzt haben, um hinter den Kulissen die Rahmenbedingungen für einen möglichen Mega-Transfer abzustecken. Vor kurzem berichteten englische Medien dann übereinstimmend, dass Arsenal ein Rekordangebot für Vinicius plane und den Dribbler zum bestbezahlten Spieler der Vereinsgeschichte machen wolle. Wirbelt Vinicius Junior künftig für den FC Arsenal? "Mikel Arteta liebt ihn", zitiert The Athletic eine dem Trainer des englischen Meisters nahestehende Quelle, die betont: "Wenn Vinicius nicht verlängert, werden wir zur Stelle sein." Bei Arsenal sei man sich darüber bewusst, dass es nur wenige Spieler auf der Welt gibt, die dem zuletzt so erfolgreichen Team eine neue Dimension verleihen könnten. Daher sei man in London dazu bereit, die traditionelle Gehaltsstruktur für Vinicius aufzubrechen. Der Optimismus, den Coup über die Bühne bringen zu können, sei bei den Engländern jedenfalls vorhanden, heißt es. Zumal Vinicius bei nur noch einem Jahr Restvertragsdauer möglicherweise etwas unter Marktwert zu haben sein könnte. Getty Images The Athletic wertet derweil Arsenals Zurückhaltung im Poker um PSG-Flügelspieler Bradley Barcola, mit dem die Gunners zuvor regelmäßig in Verbindung gebracht wurden, als Indiz dafür, dass man mit Vinicius ein noch größeres Ass im Ärmel haben könnte. Der brasilianische Nationalspieler wäre die absolute 1a-Variante für die Verstärkung auf dem linken Flügel, die Arsenal dort zusätzlich zu Christos Tzolis (kam für 40 Millionen Euro von Club Brügge als Ersatz für den zu Besiktas abgewanderten Leandro Trossard) in diesem Sommer gerne noch verpflichten würde.