Insolvenz bei Autozulieferer: Kunststoffspezialist ist insolvent - 290 Jobs
290 Jobs in Gefahr Zulieferer Hess Plastics ist insolvent Von t-online Aktualisiert am 05.08.2026 - 11:10 UhrLesedauer: 1 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die deutsche Autoindustrie schwächelt. Das bringt auch viele Zuliefererfirmen in Bedrängnis. Nun ist ein Kunststoffspezialist aus Nordrhein-Westfalen insolvent. Deutschlands Autoindustrie steckt in der Krise. Allein VW will bis zu 100.000 Stellen streichen und die Produktion drosseln. Die Folgen spüren auch die Autozulieferer. Nun meldet der Kunststoffspezialist Hess Plastics in Neunkirchen im nordrhein-westfälischen Siegerland Insolvenz an. Mit 290 Jobs stehen mehr als die Hälfte der insgesamt 550 Arbeitsplätze bei dem insolventen Unternehmen auf der Kippe. Der vorläufige Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis erklärte der "Bild"-Zeitung: "Eine langfristige Sicherung des Unternehmens und der Arbeitsplätze ist nur durch einen Investor möglich." Autozulieferer ist insolvent: Produktion seit 75 Jahren im Siegerland Der insolvente Traditionsbetrieb Hess Plastics produziert seit 75 Jahren im Siegerland. Die Autobranche macht knapp ein Viertel des Geschäfts des Unternehmens aus. Doch sind die Autobauer entscheidend. Zudem lasten hohe Kosten für Energie und Personal auf den Geschäftszahlen des Kunststoffspezialisten. Die Insolvenz von Hess Plastics ist somit kein Einzelfall. Der Autozulieferer Bosch baute massiv Stellen ab, ähnlich wie das Unternehmen ZF in Friedrichshafen. Zu schaffen macht den Zuliefererbetrieben die Krise im deutschen Autobau. Der Absatz in China bricht ein. Zudem droht Deutschlands Autoindustrie, den Trend bei der Elektromobilität zu verlieren. BMW-Chef Milan Nedeljković räumte in der Vorwoche unumwunden ein, dass es sich um mehr handle als eine Konjunkturkrise.