Insolvenz: Onlinehändler liefert nicht - deutsche Kunden betroffen
Auch deutsche Kunden betroffen
Onlinehändler insolvent – bestellte Ware wird nicht mehr geliefert
Von t-online, mal
Aktualisiert am 15.10.2026 - 20:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Filme, Spiele und Sammlerstücke gehörten zum Sortiment von Zavvi. Jetzt ist der Onlinehändler insolvent.
Der britische Onlinehändler Zavvi ist insolvent und hat seinen Betrieb eingestellt. Hinter dem Unternehmen steht die britische ZavviGroup Ltd. Seit dem 12. Oktober haben Chris Skey und Kerry Bailey von der Beratungsgesellschaft BDO als Insolvenzverwalter die Leitung übernommen. Auch deutsche Kunden sind betroffen: Bereits bezahlte Bestellungen und Vorbestellungen werden nicht mehr ausgeliefert. Ob Käufer ihr Geld zurückbekommen, ist offen. Retouren können Kunden laut der auf der Unternehmensseite veröffentlichten Mitteilung nicht mehr einreichen.
Die Folgen reichen bis nach Deutschland. Wie das Branchenportal "etailment" berichtet, ist auch die deutsche Unterseite zavvi.de geschlossen. Zum Angebot gehörten Blu-rays, Videospiele und Fanartikel. Mit limitierten Editionen und Filmen in sogenannten Steelbooks, speziellen Metallhüllen, richtete sich Zavvi insbesondere an Liebhaber und Sammler.
"Hidden Champion": Maschinenbauer Pedax beantragt erneut Insolvenz
Altkanzler in Putins Diensten: Die Spur des Geldes führt ins Saarland
Keine Lieferung trotz Bezahlung
Für Käufer, die bereits gezahlt haben, ist eine Erstattung ungewiss. Die Insolvenzverwalter verweisen Betroffene an den jeweiligen Zahlungsanbieter. Dieser soll prüfen, ob sich die Zahlung zurückholen lässt. Ob das gelingt, hängt davon ab, wie der Einkauf bezahlt wurde. Eine Rückzahlung ist damit nicht garantiert.
Zavvi blickt auf eine Geschichte mit mehreren Eigentümerwechseln zurück. Die Marke entstand 2007 aus den britischen Virgin Megastores. Bereits Ende 2008 folgte die Insolvenz der damaligen Ladenkette. Anschließend wurde unter dem Namen ein Onlinegeschäft aufgebaut.
Während Streaming und digitale Downloads von Anbietern wie Netflix und Amazon Prime den Film und Serienmarkt verändert haben, setzte Zavvi weiter auch auf physische Sammlerstücke. Welche konkreten Ursachen zur jetzigen Insolvenz führten, erläutert die veröffentlichte Kundenmitteilung nicht.