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Instagram testet bis zu 90 Minuten lange Videos im Querformat

Allgemein

Instagram testet ein neues Format für lange Videos im Querformat. Unter dem Namen Features sollen Creator Videos mit bis zu 90 Minuten Länge veröffentlichen können. Instagram-Chef Adam Mosseri und Produktchefin Tessa Lyons haben das Format am Montag in einem Video auf der Plattform vorgestellt. Parallel dazu ist die TV-App Instagram for TV in den USA nun auch auf Apple TV verfügbar.

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Das Format ist für Podcasts, Vlogs, Interviews und Serienepisoden gedacht. Instagram probiert dabei unterschiedliche Längengrenzen aus, in einigen Fällen sind bis zu 90 Minuten möglich, berichtet Variety. Bis zu acht kurze Ausschnitte eines Features lassen sich als Reels veröffentlichen, die auf das lange Video verweisen. Nach einem Test in Brasilien weitet Instagram Features jetzt auf die USA aus.

Variety spricht von einem kleinen Test mit einer begrenzten Gruppe von Creatorn. Künftig soll sich außerdem das Smartphone als Fernbedienung für die TV-App nutzen lassen. Auf dem Smartphone sollen Nutzer auch Features und Serien speichern können, um sie später am Fernseher zu schauen.

Mosseri räumte in dem Video ein, sich lange Zeit gegen längere Videos auf Instagram gestellt zu haben. Seine Sorge: Wer 10, 20 oder 30 Minuten lang ein einzelnes Video schaut, sieht in dieser Zeit weniger Reels, Fotos und Karussell-Posts, die er an Freunde weiterschicken könnte. Inzwischen will er die Plattform aber für lange Videos öffnen, auch auf dem Fernseher.

Kein Anteil an der Werbung

Instagram beteiligt Creator bislang nicht an den Werbeeinnahmen rund um ihre Videos. Ein Instagram-Sprecher erklärte gegenüber Variety, man finanziere längere Inhalte derzeit direkt bei einigen Creatorn. „Es ist noch zu früh, um ein langfristiges Monetarisierungsmodell zu nennen“, sagte er.

YouTube beteiligt Creator dagegen über sein Partnerprogramm an Werbe- und Abo-Umsätzen. Für das Werbegeld braucht es dort bald allerdings mehr Zuschauzeit: Wer ab dem 1. Februar 2027 neu aufgenommen werden will, muss 8000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen oder 20 Millionen Shorts-Aufrufe in 90 Tagen nachweisen, doppelt so viel wie bisher.

Instagram geht damit den umgekehrten Weg als viele Konkurrenten: YouTube hat im September Shorts-Serien eingeführt, mit denen Creator ihre Kurzvideos in Staffeln und Folgen ordnen können. Auch Netflix setzt verstärkt auf kurze Formate: Seit April zeigt die Mobil-App unter dem Namen Clips einen vertikalen Feed mit Ausschnitten aus Serien und Filmen. Seit Anfang August kommen in sechs englischsprachigen Ländern Videos großer Verlage wie BuzzFeed, Vogue und Rolling Stone hinzu, die zwischen 3 und über 20 Minuten lang sind.

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