Internationaler Fußball: Stars von Burkina Faso verweigerten den Flug zum Argentinien-Spiel
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Buenos Aires – Nach dem 7:0 im Freundschaftsspiel verabschiedeten die argentinischen Fans die Spieler von Burkina Faso mit fairem Beifall. Der Vizeweltmeister trat in Buenos Aires gegen eine kurzfristig zusammengewürfelte Auswahl der Afrikaner an, in der vor allem U23-Nationalspieler standen. Das Team war erst wenige Stunden vor Anpfiff eingetroffen.
Viele burkinische A-Nationalspieler hatten die Reise verweigert. Darunter war auch Leverkusens Kapitän Edmond Tapsoba (27). Zum Aufeinandertreffen der beiden Bayer-04 -Abwehrstars Facundo Medina (27) und Tapsoba kam es deshalb nicht. Medina spielte übrigens von Anfang an. Sein Klubkollege Equi Fernández (24) stand nach seinem Debüt gegen Bolivien dieses Mal nicht im Kader.
Was aber war der Auslöser für den Eklat? Wie Fifa-Matchagent Jairo Pachón erklärte, war der ursprünglich für den 30. September vorgesehene Charterflug der Burkiner wegen eines technischen Problems am Flugzeug gestrichen worden. Das Team befand sich in Casablanca (Marokko), hatte dort am 28. September gegen die Zentralafrikanische Republik auf neutralem Platz 1:0 in der Qualifikation zum Afrika-Cup 2027 gewonnen. Alternativrouten wurden geprüft.
Spielern waren die Reisestrapazen zu groß
Laut burkinischem Verband schreckte vor allem die neue, lange Flugroute die Spieler ab. Mit Zwischenstopps hätte die Reise rund 25 Stunden dauern sollen. Die Strapazen waren ihnen zu groß. Angeblich soll es auch Unstimmigkeiten wegen fehlender Prämienzahlungen gegeben haben, berichten verschiedene Medien.
Der burkinische Verband sagte ein geplantes Spiel der U23-Auswahl gegen Mali ab. Die Spieler wurden gebraucht, damit der Test der eigentlichen A-Nationalelf in Argentinien stattfinden konnte. „Ich möchte mich bei Burkina Faso, bei denen, die gekommen sind, aufrichtig bedanken. Sie haben den Fußball geehrt“, meinte Argentiniens Nationalcoach Lionel Scaloni (48) hinterher.