DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,24 % 77.381,26 USD 00:41:42 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 22:43:25 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 22:43:25

Internationaler Währungsfonds: Weltwirtschaft übersteht Energieschock laut IWF besser als befürchtet

Wirtschaft

Die Weltwirtschaft hat ​den Energieschock infolge des Irankriegs nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) besser überstanden als befürchtet. Das globale Wachstum trotze dem »kräftigen Gegenwind« aus hohen Staatsschulden, ​ hartnäckiger Inflation und Handelsspannungen, sagte IWF-Chefin ⁠Kristalina Georgiewa vor dem geplanten Treffen der G20-Finanzminister nächste Woche im US-Bundesstaat North Carolina.

Die Lage sei zwar insgesamt ausgewogener als noch im April, als der IWF gewarnt hatte, der Irankrieg drohe die Weltwirtschaft »aus der Bahn« zu werfen. Georgiewa warnte jedoch, dass der Ausblick weiterhin abwärtsgerichtet sei. Das läge an den zunehmenden finanzpolitischen Zwängen in Staaten. Auch müssten Zentralbanken möglicherweise an ihrer straffen Geldpolitik ‌festhalten, um die Inflation einzudämmen.

Die ‌Schließung der ⁠Straße von Hormus, der für den globalen Ölhandel wichtigen Meerenge vor dem Iran, habe aber dank mehrerer Faktoren weniger gravierende Folgen gehabt als gedacht. So hätten viele Länder auf ​Öl- und Gasreserven zurückgreifen können und Staaten außerhalb der Golfregion hätten ihre Energieproduktion erhöht. Gleichzeitig sei die Energienachfrage insgesamt gesunken, der Ausbau erneuerbarer Energien sei vorangekommen und mancherorts seien Staaten teilweise zur Kohleverstromung zurückgekehrt.

Energieschock und künstliche Intelligenz sind Gegenkräfte

Georgiewa zufolge gibt es derzeit ein »Tauziehen« zwischen dem Angebotsschock am Golf, der sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirkt, ⁠und dem Boom bei der künstlichen Intelligenz (KI), der das Wachstum anregt. Die KI-Investitionen ‌in den USA stützten ‌Unternehmensgewinne und Konsumausgaben, und auch andere Länder ​bauten Rechenzentren und erhöhten die Produktion von KI-Hardware.

Dennoch äußerte sich die IWF-Chefin besorgt ​über die sich verschlechternde Haushaltslage in einigen Ländern, was sich an steigenden Anleiherenditen und einem ins Stocken geratenen Rückgang ‌der Inflation zeige.

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