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Intravenöses Eisen verbessert Erholung nach Herzoperation

Gesundheit

Circa ein Drittel der Patienten, die vor einem chirurgischen Eingriff stehen, haben eine Blutarmut (Anämie). Dies kann nach der Operation zu erhöhter Morbidität und Mortalität sowie zu einem höheren Bedarf an Bluttransfusionen führen.

Ob eine präoperative Behandlung mit intravenösem Eisen das Ergebnis einer Operation verbessern kann, prüfte eine Forschungsgruppe um Professor Dr. Paul S. Myles vom Alfred Hospital in Melbourne, Australien. Im Zentrum standen die Erholung der Patienten nach dem Eingriff sowie der Bedarf an Bluttransfusionen. Für beide Parameter zeigten die in »The BMJ« veröffentlichten Daten Verbesserungen: Die Patienten verbrachten nach der Operation mehr Zeit außerhalb stationärer Einrichtungen und benötigten seltener Bluttransfusionen.

An der doppelblinden, randomisierten und placebokontrollierten Studie »ITACS« nahmen 955 Erwachsene mit Anämie teil, die vor einer elektiven Herzoperation standen. Einschlusskriterien waren eine Anämie mit Hämoglobinwerten von < 13 g/dl, mit oder ohne bekannte Eisenmangelanämie. Die Patienten erhielten ein bis 26 Wochen vor dem Eingriff entweder 1000 mg intravenöses Eisen (Eisencarboxymaltose oder Eisenisomaltosid) oder Placebo.

Primärer Endpunkt der Studie war die Zahl der Tage, die die Patienten innerhalb der ersten 90 Tage nach der Operation lebend außerhalb von Krankenhäusern oder anderen stationären Einrichtungen verbringen konnten. Patienten der Eisengruppe erreichten dabei im Median 81,1 solcher Tage, Patienten der Placebogruppe 80,0 Tage. Die präoperative Eisengabe verschaffte den Patienten damit im Median einen zusätzlichen Tag in der häuslichen Umgebung.

Die Patienten in der Verumgruppe benötigten zudem seltener Erythrozytenkonzentrate als die Placebogruppe (61,1 Prozent versus 68,2 Prozent). Die Wissenschaftler ermittelten, dass rechnerisch auf 100 behandelte Patienten etwa 44 Blutkonserven eingespart werden konnten.

Bemerkenswert war, dass der positive Effekt der Therapie unabhängig vom Vorliegen eines Eisenmangels auftrat. In Subgruppenanalysen zeigte sich kein Hinweis darauf, dass Patienten mit Eisenmangel stärker von der Behandlung profitierten als Patienten ohne Eisenmangel.

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