Investitionen: Acht Grafiken zeigen die wahre Lage des Standorts Deutschland
Berlin. Am Dienstag wird die Hauptstadt von „Heuschrecken“ befallen werden. 2005 löste der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering durch seinen Vergleich mancher Finanzinvestoren mit den ganze Landstriche kahlfressenden Schwärmen das aus, was man heute einen Shitstorm nennen würde.
Der Empfang für die 200 Investorinnen und Investoren, die in Berlin an der ersten Investorenkonferenz der Bundesregierung teilnehmen werden, wird merklich wärmer ausfallen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), einst Aufsichtsratschef bei Blackrock Deutschland, hat sie selbst eingeladen.
Für Merz dürfte es auch darum gehen, der Niedergangserzählung über den deutschen Standort etwas entgegenzusetzen. Seine schwarz-rote Regierung war mit großen Reformversprechen angetreten.
Doch nach rund eineinhalb Jahren fällt die Bilanz durchwachsen aus. „Die Bundesregierung muss endlich eine große Schippe drauflegen, Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen und für die Unternehmen hier ein neues Klima für Investitionen zu schaffen“, sagte etwa Daniel Hager, Präsident des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI), im Vorfeld der Konferenz dem Handelsblatt.
Wird die Investorenkonferenz also nur eine große Show, die in der Realität angesichts der Verfassung des Standorts Deutschland gar nichts bringt?
Wer eine Antwort darauf haben will, sollte sich weder von politischer Schönrederei noch von öffentlichem Katastrophismus leiten lassen, sondern von Zahlen. Die acht folgenden Grafiken zeigen präzise, wie es wirklich um den Investitionsstandort Deutschland steht.