Investitionen in Gefahr: Unternehmenschefs kritisieren deutsche Industriepolitik
Düsseldorf, München. Kurz vor der wichtigen Investoren-Veranstaltung der Bundesregierung in Berlin ist die Stimmung in einigen Branchen schlecht. Mehrere wichtige Energie-Gesetze stehen seit Monaten aus und verunsichern Unternehmen. Und in der Pharmabranche sorgen die Sparpläne im Gesundheitswesen für Frust.
Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett wollen signalisieren, dass Investitionen willkommen sind und Deutschland ein attraktiver Standort dafür ist. Deshalb haben sie mithilfe ihres Investitionsbeauftragten Martin Blessing für Montag und Dienstag heimische und internationale Unternehmen zum Gipfel „Invest in Germany“ eingeladen. Viele Vorstandsvorsitzende können dort persönliche Gespräche mit Kanzler und Ministern führen.
Der Zeitpunkt ist grundsätzlich gut. Yves Meyer-Bülow, Partner bei dem Infrastrukturinvestor I Squared, sagt: „Deutschland hat die historische Chance, seine Infrastruktur wieder zu einem Wettbewerbsvorteil zu machen. Nach zwei Jahrzehnten unzureichender öffentlicher Investitionen ist der Nachholbedarf erheblich.“