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Investor Hasan Ismaik will 1860 München verklagen

Sport

Auch der Neustart in der Regionalliga verläuft bei 1860 München eher holprig, dafür bekamen die Löwen zuletzt ihr ikonisches Wappen zurück. Doch Ex-Investor Hasan Ismaik gibt noch nicht auf.

1860 München kommt einfach nicht zur Ruhe. Gerade konnte der Verein mit der erfolgreichen Wiedererlangung des Löwenwappens einen kleinen Erfolg abseits des Platzes feiern, da folgte noch am selben Abend das Aus im Landespokal gegen den TSV Buchbach. Und dann meldet sich auch noch der ungeliebte Ex-Investor Hasan Ismaik zurück. Er droht, den Klub zu verklagen.

Ein Rückblick: Nachdem der TSV 1860 die Lizenz für die 3. Liga wegen fehlender Millionenbeträge nicht erhalten hatte, kündigte der Verein (e.V.) den Kooperationsvertrag mit Ismaiks Unternehmen HAM International Limited auf, die 60 Prozent der Anteile der Spielbetriebsgesellschaft (KGaA) hielt. Die KGaA wurde in die Insolvenz geschickt, der Verein gründete eine neue Spielbetriebs-GmbH und tritt mit dieser jetzt in der Regionalliga an.

Die Hoffnung des Vereins war wohl auch, das unrühmliche Kapitel mit Investor Ismaik nach der Insolvenz ein für alle Mal zu beenden. Der bei vielen Fans verhasste Geldgeber investierte über 15 Jahre in den Verein, dennoch ging es für die Löwen von der 2. Bundesliga in die Regionalliga. Auch, weil Ismaik immer wieder mehr Mitbestimmungsrechte forderte und deshalb auch gerne den Geldhahn kurzfristig zudrehte.

Die Abhängigkeit von Ismaik soll nun vorüber sein. Dafür nahmen die Löwen auch in Kauf, zeitweise die Rechte an ihrem eigenen Wappen und an der Merchandising GmbH zu verlieren. Doch wer glaubt, dass Ismaik sich bei 1860 München kampflos zurückziehen würde, der irrt sich. Stattdessen droht er nun mit rechtlichen Schritten.

"Meiner Ansicht nach wurde die Insolvenz von den Verantwortlichen von 1860 pflichtwidrig herbeigeführt", erklärte der Jordanier jetzt der "Süddeutschen Zeitung". Ihm zufolge sei das die Fortsetzung einer "langjährigen und sorgfältig geplanten Strategie" gewesen, die seinen Interessen geschadet habe. Ismaik kündigt an: "Diese Ungerechtigkeiten werden nicht unbeantwortet bleiben."

Ismaik laut 1860 für Insolvenz verantwortlich

Laut 1860-Präsident Mang war die Insolvenz der KGaA nur deshalb unvermeidbar, weil Ismaik das notwendige Darlehen für die Drittligalizenz kurzfristig gekündigt hatte. Für die Erneuerung stellte Ismaik Bedingungen, forderte wohl die Installation eines Finanzexperten, der dem Geschäftsführer gleichgestellt werde. Der Verein lehnte ab, weil Ismaiks Forderungen auch gegen Verbandsregularien verstoßen hätten. Das Nichtzustandekommen einer Einigung legitimierte den Verein letztlich, den Kooperationsvertrag mit HAM Limited außerplanmäßig zu kündigen.

Ismaik selbst sieht das wenig überraschend anders: "Aus meiner Sicht liegt der Insolvenz ein vorsätzlich sittenwidriges Vorgehen zugrunde und eine schwere Verletzung der zwischen uns geschlossenen Verträge, und jeder, der daran beteiligt war, wird zivilrechtlich und strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden", kündigte der 49-Jährige an. Und nennt mit den neun Vorstandsmitgliedern, Präsident Gernot Mang und dessen drei Vizepräsidenten auch die aus seiner Sicht Verantwortlichen.

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Eine Klage hat Ismaik bislang noch nicht erhoben. Doch alleine seine Aussagen zeigen: Von ruhigen Zeiten ist der TSV 1860 München noch immer weit entfernt.

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