Investor springt ab: Nach 70 Jahren ist für diesen Traditionsbetrieb Schluss
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Investor springt ab: Nach 70 Jahren ist für diesen Traditionsbetrieb Schluss
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Der letzte Käufer zieht sich zurück, die Kassen sind leer. Nun endet eine 70-jährige Industriegeschichte – und 220 Jobs stehen vor dem Aus.
Das Insolvenzverfahren der Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH endet mit der Schließung: Der einzige potenzielle Investor hat sich zurückgezogen. Der traditionsreiche Kartonhersteller aus Baiersbronn stellt deshalb nach rund 70 Jahren seine Produktion ein. 220 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen, das Verpackungen für Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie produziert, nennt hohe Energiekosten und das schwierige Marktumfeld in Europa als wesentliche Gründe für die Insolvenz.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Markt und Mittelstand.de
Nach dem 7. September ist Schluss
Die Beschäftigten arbeiten derzeit noch vorhandene Aufträge ab und verbrauchen das restliche Material. Nach dem 7. September soll der Betrieb eingestellt werden. Nach Angaben der Gemeinde fehlt dem insolventen Unternehmen das Geld, um die Produktion fortzuführen und die Mitarbeiter weiter zu bezahlen.
Der letzte Investor steigt aus – damit kippt die Rettung
Die letzte Hoffnung ruhte auf einem potenziellen Käufer. Dieser verfolgt die geplante Übernahme jedoch nicht weiter. Ohne Investor gilt eine Fortführung als wirtschaftlich nicht tragfähig: Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens fallen wieder die vollen Betriebskosten an, während sich höhere Preise am Markt kaum durchsetzen lassen.
220 Jobs vor dem Aus – jetzt kämpft die Region um die Fachkräfte
Für die 220 Beschäftigten und ihre Familien ist die Schließung ein Schock. Die Gemeinde Baiersbronn steht nach eigenen Angaben mit regionalen Unternehmen und Landtagsabgeordneten in Kontakt. Ziel ist es, möglichst viele Fachkräfte in der Region zu halten.
Frischfaser Karton produziert seit rund 70 Jahren Verpackungen für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen vor allem die hohen Energiekosten und das schwierige Marktumfeld in Europa.
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Hohe Energiepreise, schwache Nachfrage: Die ganze Branche steht unter Druck
Die Schließung trifft eine energieintensive Branche, die in Europa mit hohen Strom- und Gaspreisen, schwacher Nachfrage und starkem Preisdruck kämpft. Für Baiersbronn endet damit nicht nur eine 70-jährige Industriegeschichte. Die Schließung zeigt, wie schnell hohe Energiekosten, schwache Nachfrage und Preisdruck selbst etablierte Industrieunternehmen in Bedrängnis bringen können. Besonders bitter: Maschinen lassen sich verkaufen. 70 Jahre aufgebautes Fachwissen nicht.