DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Investor zieht sich zurück: Pläne für Rechenzentrum in Babenhausen geplatzt

Technologie

Das geplante Rechenzentrum auf dem Aumovio-Werksgelände in Babenhausen kommt vorerst nicht. Der US-amerikanische Investor Stack Infrastructure hat sich aus dem Vorhaben zurückgezogen. Aumovio bestätigte am Mittwoch auf Anfrage des hr, dass die aktuellen Planungen für die Ansiedlung "mit großem Bedauern" eingestellt werden mussten. Als Grund nennt das Unternehmen den "langwierigen und unsicheren Prozess", der eine verlässliche Umsetzung aktuell verhindere. Für Babenhausen ist das ein Rückschlag. Auf dem Gelände des früheren Continental-Standorts sollte mit dem Rechenzentrum eine neue Nutzung für nicht mehr benötigte Flächen entstehen. Aumovio sucht neuen Investor Aumovio betonte, die Entwicklung des Standorts bleibe weiter von zentraler Bedeutung. Eine Nachnutzung der Liegenschaft sei aus Sicht des Unternehmens der geeignete Weg, um wirtschaftliche Aktivität und Beschäftigung vor Ort zu ermöglichen. Deshalb suche Aumovio nun aktiv nach einem neuen Investor. Gleichzeitig bereitet das Unternehmen nach eigenen Angaben Anträge bei der Stadt Babenhausen vor, damit Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne gefasst werden können. Damit sollen zumindest die nächsten Schritte für eine künftige Entwicklung des Areals möglich werden. Bürgermeister kritisiert CDU Babenhausens Bürgermeister Dominik Stadler (parteilos) sieht zwei mögliche Gründe für den Rückzug des Investors. Zum einen verwies er am Mittwoch auf eine aus seiner Sicht ungerechtfertigt hohe Forderung der CDU nach einem Garantieschein in Höhe von 250 Millionen Euro. Zum anderen habe das "Verhalten politisch Verantwortlicher" den Eindruck entstehen lassen, ein Rechenzentrum sei in Babenhausen politisch nicht gewünscht. Er habe bereits seit Mai darauf hingewiesen, dass die Situation auf Seiten von Aumovio und des Investors fragil sei. Die von der CDU erhobenen Forderungen bezeichnet der Bürgermeister als ungerechtfertigt und rechtswidrig. CDU fordert Transparenz und klare Bedingungen Die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung aus CDU und Freien Wählern (FWB) hatte bei dem Projekt mehr Transparenz und eine fundierte Entscheidungsgrundlage verlangt. Vor einer endgültigen Beschlussfassung sollten offene Fragen geklärt und die Interessen der Stadt gegenüber dem Investor klar definieren werden, so die Forderung. In einem Eckpunktepapier formulierten CDU und FWB Anforderungen an das Projekt. Dabei ging es unter anderem um alternative Wasserkonzepte für die Kühlung, die Energieversorgung, den Einsatz erneuerbarer Energien, die Nutzung von Abwärme, mögliche Lärmemissionen und Beiträge zur kommunalen Infrastruktur. Nur wenn der konkrete Mehrwert für Babenhausen geklärt sei, betonte die CDU, könnten moderne Rechenzentren eine Chance für den Standort sein. Langer Streit um Planungssicherheit Schon seit Monaten wird in Babenhausen über das Rechenzentrum diskutiert. Die CDU kritisierte Mitte Juni, aus dem Rathaus seien zu wenige Informationen zum Stand der Gespräche gekommen. Außerdem seien politische Gremien nicht ausreichend eingebunden worden. Aumovio forderte nun zeitnahe und verlässliche Entscheidungen der zuständigen politischen Gremien. Nur so entstehe Planungssicherheit für mögliche neue Investoren. Auf lokaler Ebene sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben erste konstruktive Signale und Interesse an einer kooperativen Lösung. Ob und mit wem das ehemalige Continental-Areal künftig entwickelt wird, ist aber zunächst wieder offen.

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