iPad mini: OLED-Display, A20 Pro und IP67 für Apples kleinstes Tablet
Apple spendiert nach dem iPad Pro jetzt auch dem neuen iPad mini einen OLED-Bildschirm – mit 60 Hz statt 120 Hz. Darüber hinaus zieht mit dem A20 Pro aus dem iPhone 18 Pro (Test) und iPhone Duo ein schnellerer 2-nm-Chip ein. Apples kleinstes Tablet erhält zudem Verbesserungen wie eine neu positionierte FaceTime-Kamera.
OLED-Display mit 60 Hz und bis zu 1.200 cd/m²
Das iPad mini rückt beim Bildschirm teilweise zum iPad Pro (Test) auf. Ab sofort kommt auch in Apples Tablet-Kompaktklasse ein OLED-Display zum Einsatz, das mit der Umstellung auf die neue Panel-Technologie nun 8,5 Zoll anstelle von 8,3 Zoll misst, da auch die Ränder etwas schmaler ausfallen (24 Prozent). Die Auflösung hat Apple dementsprechend von 2.266 × 1.488 auf 2.316 × 1.512 Pixel angepasst. Statt ehemals bis zu 500 cd/m² soll das OLED-Panel eine Helligkeit von bis zu 600 cd/m² bei SDR und 600 cd/m² (Vollbild) bzw. 1.200 cd/m² (Peak) bei HDR erreichen.
ProMotion bleibt iPad Pro vorbehalten
Nicht übernommen hat Apple die „ProMotion“-Technologie mit adaptiver Bildwiederholrate von 10 Hz bis 120 Hz – es bleibt bei maximal 60 Hz. Das Tablet ist erneut kompatibel zum Apple Pencil Pro sowie zum günstigeren Apple Pencil mit USB-C. Einzug hält zudem das Nanotexturglas, das bei den Modellen mit 256 GB und 512 GB als Option angeboten wird, während das Basismodell mit 128 GB Speicher ohne das Extra auskommen muss.
A20 Pro in mehreren Ausführungen
Der gewählte Speicher hat auch Einfluss auf den CPU-Bereich und die Neural Engine des in 2 nm gefertigten A20 Pro. Während der Chip im iPhone 18 Pro (Max) und iPhone Duo (Hands-on) stets mit sechs CPU-Kernen und Dual Neural Engine mit insgesamt 32 Kernen bestückt ist, verbaut Apple im neuen iPad mini mit 128 GB und 256 GB Speicher eine Variante mit fünf CPU-Kernen und 16-Neural-Engine-Kernen und erst mit 512 GB die größere Konfiguration mit sechs Kernen und Neural-Engine-Vollausbau. Die größere 7-Kern-GPU steckt hingegen in allen Ausführungen.
Apple gibt für den A20 Pro eine bis zu 4,5-fache KI-Leistung im Vergleich zum vorherigen iPad mini mit A17 Pro an. Die Grafikeinheit erreiche eine bis zu 2,7-fache Leistung, während die CPU eine bis zu 60 Prozent höhere Multithread-Performance biete.
5,4 mm dünnes Gehäuse mit IP67
Die Technik steckt in einem neuen, deutlich dünneren Gehäuse, das nur noch 5,4 mm misst. Das Gewicht des WLAN-Modells reduziert sich von 293 g auf 255 g. Apple bietet mit Mitternacht und Polarstern nur noch zwei statt vier Farben an. Der größte Unterschied zum Vorgänger ist aber in der IP67-Zertifizierung zu finden, die vor Staub und Wasser schützen soll. Das neue iPad mini ist Apples erstes Tablet überhaupt, das diesen Standard erfüllt. Mit der Versiegelung des Gehäuses geht das sogenannte „Acoustic Display“ einher, das Hoch- und Tieftöner durch das Display leitet.
FaceTime-HD-Kamera wechselt Seite
Zum neuen Design gehört auch eine auf die breite Seite des Tablets gewanderte FaceTime-HD-Kamera, sodass diese nun für die Nutzung primär in der Landscape-Ausrichtung gedacht ist. Face ID bleibt jedoch weiterhin dem iPad Pro vorbehalten, das iPad mini kommt erneut mit Touch ID. Auf der Rückseite finden Anwender wieder eine 12-MP-Kamera mit 4K-Unterstützung. Für diese Kamera ist aber ein adaptiver True-Tone-Blitz neu, der unter anderem das Scannen von Dokumenten verbessern soll.
Eigene Chips für WLAN und Mobilfunk
Apple setzt beim neuen iPad mini zudem auf mehr In-House-Komponenten, wie der Wechsel auf den N1-Chip für Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und Thread sowie auf den optionalen C2-Chip für Mobilfunk verdeutlicht. Das C2-Modem soll bis zu 50 Prozent höhere Übertragungsraten als das Modem aus dem Vorgänger ermöglichen, erklärt Apple.
Batterielaufzeit bleibt gleich
Unverändert bleiben die offiziellen Laufzeitangaben. Apple verbaut neuerdings eine etwas kleinere Batterie mit 18,9 Wh statt 19,3 Wh, doch sollen weiterhin bis zu zehn Stunden Surfen im Web mit WLAN oder Videowiedergabe möglich sein. Bei der Verwendung von Mobilfunk reduziert sich diese Angabe auf neun Stunden.
Die Preise steigen
Das neue iPad mini lässt sich ab dem 28. Oktober online oder im Apple Store vorbestellen, ab dem 6. November soll es ausgeliefert werden. Mit der Umstellung auf die neue Generation hat Apple auch die Preise angepasst: nach oben. Lag das Basismodell mit 128 GB bislang bei 679 Euro, kostet es nun 749 Euro. Für 256 GB ruft Apple 879 Euro auf, bei 512 GB sind es 1.129 Euro. Mobilfunk kostet jeweils 170 Euro zusätzlich, das Nanotexturglas weitere 130 Euro. Der Apple Pencil mit USB-C kostet 89 Euro, der Apple Pencil Pro 149 Euro.