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Iran - Ali Khamenei: Großajatollah hält Totengebet für getöteten obersten Führer

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 05.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Trauerfeiern in Iran 97 Jahre alter Großajatollah hält Totengebet für Khamenei

Im Moscheekomplex von Teheran gedenken Tausende Menschen des getöteten Ajatollah Ali Khamenei. Das Regime nutzt die Trauerfeier auch für Propaganda. Es gibt Spekulationen über einen Auftritt des neuen Obersten Führers.

05.07.2026, 09.53 Uhr

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Die großen öffentlichen Trauerfeiern in Iran für den getöteten Obersten Führer Ali Khamenei gehen weiter. Am zweiten Tag der Zeremonien trat der 97 Jahre alte Großajatollah Dschafar Sobhani als Vorbeter auf, das Staatsfernsehen übertrug. Khameneis Leichnam bleibt noch bis Montag in Teheran. Danach sind Zeremonien in der Pilgerstadt Ghom und dem Nachbarland Irak geplant. Am Donnerstag soll Khamenei in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.

Die Trauerfeierlichkeiten werden vom iranischen Regime für seine Propaganda genutzt . Es sendete Bilder schwarz gekleideter Trauernder in die Welt, einige trugen blutrote Flaggen, im schiitischen Islam ein Symbol für Rache. Frauen und Männer, streng getrennt, füllten den Großen Mosalla, einen Moscheekomplex in Teheran. Laut der Nachrichtenagentur AFP waren Rufe wie »Tod Amerika« und »Rache, Rache« zu hören.

Ein israelischer Luftangriff auf Khameneis Amtssitz in Teheran tötete das religiöse Oberhaupt Irans am 28. Februar. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen Iran. Anfang April einigten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf eine Waffenruhe . Der Deal gilt immer noch, ist aber von beiden Seiten wiederholt gebrochen worden.

Mojtaba seit dem Angriff abgetaucht

Khameneis Sohn Mojtaba, 56, war eine Woche nach Khameneis Tod zum neuen Oberhaupt ernannt worden, ist seit dem Angriff aber nicht öffentlich aufgetreten . Berichten zufolge könnte Mojtaba bei dem Angriff, der seinen Vater tötete, selbst schwere Verletzungen davongetragen haben. Das Staatsfernsehen bezeichnet ihn als »Kriegsversehrten«, nennt aber keine weiteren Details.

In Iran wird spekuliert, ob Mojtaba bei den Trauerzeremonien für seinen Vater erstmals nach seiner Ernennung öffentlich auftritt. Iranischen Medien zufolge ist zumindest nicht vorgesehen, dass er ein Gebet leitet. In Ghom soll der einflussreiche Ajatollah Makarem Schirasi, 99, das Gebet leiten, in Maschhad Nuri Hamedani, 101.

Beim Angriff, der Khamenei tötete, kamen weitere Familienmitglieder ums Leben. In der Großen Mosalla waren am Samstag fünf in die iranische Flagge gehüllte Särge auf einem Podium zu sehen, darin auch die Leichname seines Schwiegersohns, seiner Tochter, der Ehefrau Mojtabas sowie seiner 14 Monate alten Enkelin. Auf Khameneis Sarg lag der für ihn typische schwarze Turban.

Warum ein unsichtbarer Herrscher für Irans Regime kein Problem ist, lesen Sie hier .

hba/dpa/AFP

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