Iran: Donald Trump will Krieg ausweiten - doch es gibt ein Problem
Insider berichtet Trump will eskalieren – doch es gibt ein großes Problem Von t-online, cc Aktualisiert am 20.07.2026 - 05:05 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Iran-Krieg spitzt sich immer weiter zu, Experten warnen vor einer schwer aufzuhaltenden Eskalationsspirale. Nun stocken die USA ihre Militärpräsenz in der Region laut US-Medien weiter auf. Während sich die Streitkräfte der USA und des Irans in einer weiteren Nacht gegenseitig attackieren, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet. Unterdessen haben die iranischen Revolutionsgarden laut staatlichen Medien eine Militärbasis in der Region Al-Tanf in Syrien angegriffen. Es handele sich um einen Vergeltungsangriff nach der Tötung von iranischen Soldaten in Iranschahr im Südosten der Islamischen Republik, erklärte die Nachrichtenagentur Irna am Montag im Onlinedienst Telegram. Bereits am Freitag hatten die Revolutionsgarden erklärt, dass sie den Stützpunkt Al-Tanf angegriffen hätten. Aus syrischen Militärkreisen wurde der Angriff dementiert. Die syrische Armee hatte im Februar nach dem Abzug der USA die Kontrolle über den Stützpunkt übernommen. US-Soldat kommt bei Sprengung von Drohne ums Leben Wie US-Medien berichten, verlegen die USA inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das "Wall Street Journal" berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Auch die "New York Times" berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss einer US-Militärbasis in Jordanien getötet wurden. Am Sonntag sei dort noch eine weitere Leiche gefunden worden, deren Identität noch geklärt werden muss, wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte. Zudem ist bei einer kontrollierten Sprengung von Resten einer iranischen Drohne im Norden des Irak ein weiterer US-Soldat getötet worden. Der Soldat sei bei der Sprengung von nicht detonierten Waffen ums Leben gekommen. Ein zweiter US-Soldat sei bei dem Vorfall, der sich bereits am Samstag ereignete, verletzt worden. Damit stieg die Zahl der bestätigten Todesfälle in den Reihen der US-Armee seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar auf 17. US-Präsident Trump nannte die Todesfälle "eine sehr traurige Sache". In einem kurzen Telefonat, das der 80-Jährige mit dem Nachrichtensender News Nation führte, sagte er, das Waffenstillstands-Abkommen, das seine Regierung mit dem Iran vor rund einem Monat erzielte, "interessiere ihn kein bisschen mehr". Bericht: USA bereiten sich auf größeren Krieg vor Der Iran-Krieg eskaliert seit Anfang des Monats wegen des Streits um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus wieder. Die USA greifen seit Tagen wieder Ziele im Iran an – und Teheran führt Vergeltungsangriffe in der Region durch. Dass die USA nun den Berichten zufolge weitere Kampfflugzeuge in die Region verlegen, kann als Zeichen für eine Vorbereitung auf eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe verstanden werden. Loading... Loading... Loading... Entsprechend zitierte auch die "Washington Post" einen namentlich nicht genannten US-Beamten mit der Aussage, dass sich die USA auf einen umfassenderen Krieg vorbereiteten. Der Beamte hob demnach jedoch auch hervor, dass unter anderem schwindende Waffenvorräte der USA einer Ausweitung des militärischen Vorgehens Grenzen setzen würden. "Wir haben nicht genug, um die Einsätze sicher aufrechtzuerhalten, und ich glaube nicht, dass sich das Weiße Haus dessen bewusst ist", zitierte ihn die Zeitung. Auch andere Experten warnen vor weitreichenden Einsätzen der US-Armee, etwa in der Straße von Hormus. "Ich halte es für einen Fehler, Bodentruppen irgendwo auf den Inseln in der Meerenge oder an Land zu stationieren", sagte Seth Jones, Leiter der Abteilung für Verteidigung und Sicherheit am Center for Strategic and International Studies in Washington. "Ich glaube nicht, dass die US-Streitkräfte auf Angriffe der Iraner vorbereitet sind." Verwendete Quellen washingtonpost.com: U.S. teeters on return to all-out war with Iran after more troops killed newsnationnow.com: Trump on 2 troops killed in Iran attack: ‘A very sad thing’ Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...