Iran-Drohne im Nordirak: Kontrollierte Explosion tötet US-Soldaten
Entschärfung iranischer Drohne US-Soldat stirbt bei kontrollierter Explosion im Nordirak Von t-online, mak 19.07.2026 - 21:59 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Im Nordirak ist ein US-Soldat bei der Sprengung iranischer Drohnenmunition getötet worden. Damit wächst der Druck auf Präsident Trump. Bei einer kontrollierten Sprengung nicht explodierter Munition ist im Nordirak ein US-Soldat ums Leben gekommen. Ein weiterer Soldat wurde nach Angaben des US-Zentralkommandos Centcom leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach am Samstag. Die Munition stammte aus einer abgeschossenen iranischen Einweg-Angriffsdrohne. Der verletzte Soldat werde weiterhin medizinisch behandelt. Centcom machte zunächst keine weiteren Angaben. Auch der Name des getöteten Soldaten wurde aus Rücksicht auf die Familie nicht genannt. Bereits am Samstag meldete das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder tote Soldaten in den eigenen Reihen nach iranischem Beschuss. Die beiden Soldaten seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte Centcom auf der Plattform X mit. Jetzt teilte Centcom mit, man habe unidentifizierte Überreste gefunden. Derzeit laufe ein Prozess zur Identifizierung, hieß es. Ausweitung der Angriffe: Experte warnt vor US-Bodenoffensive Der Druck auf US-Präsident Donald Trump dürfte mit dem Tod des US-Soldaten weiter steigen. Er sieht sich im eigenen Land angesichts des dort unpopulären Krieges ohnehin mit Unzufriedenheit konfrontiert. Der US-Sender Newsnation zitierte Trump nach einem Gespräch über die Todesfälle mit der Aussage, es sei "eine sehr traurige Sache". "Wir sehen das ungern", sagte er und bekräftigte einmal mehr, der Iran dürfe keine Atomwaffen haben. Die USA verlegen unterdessen übereinstimmenden Medienberichten zufolge weitere Kampfjets aus Deutschland und Großbritannien in den Nahen Osten. Dies wird als Hinweis auf eine mögliche Vorbereitung für eine Ausweitung der US-Angriffe gewertet. Der Iran-Krieg eskaliert seit Anfang des Monats wegen des Streits um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus wieder. Die USA greifen seit Tagen wieder Ziele im Iran an – und Teheran führt Vergeltungsangriffe in der Region aus.