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Iran greift US-Truppen in Jordanien an: Soldaten sterben

Welt

Angriffe auf US-Basen Dieses Land wird jetzt zum Schauplatz des Iran-Kriegs Von t-online 19.07.2026 - 18:13 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Jordanien galt den USA als vergleichsweise sicherer Militärstandort. Nun rückt das Königreich mit neuen iranischen Angriffen selbst ins Zentrum des Kriegs. Jordanien ist zunehmend in den Mittelpunkt des Kriegs zwischen den USA und dem Iran gerückt. Innerhalb von fünf Tagen haben iranische Streitkräfte vier Angriffe auf amerikanische Truppen in dem Königreich ausgeführt, wie die "New York Times" unter Berufung auf mehrere US-Regierungsvertreter berichtet. Bei einem Angriff am Freitag wurden zwei US-Soldaten getötet, ein weiterer wird vermisst. Das zuständige US-Zentralkommando Centcom bestätigte die Todesfälle am Samstag. Vier weitere Soldaten seien in jordanische Krankenhäuser gebracht und inzwischen wieder entlassen worden, teilte das Militär mit. Weitere Angehörige der Streitkräfte seien wegen leichter Verletzungen behandelt worden und hätten ihren Dienst wieder aufgenommen. Ausweitung der Angriffe: Experte warnt vor US-Bodenoffensive Eskalation in Nahost: Diese Entscheidung könnte Trumps Macht gefährden Mehrere Hubschrauber beschädigt Nach Informationen der "New York Times" wurden bei den vier Angriffen insgesamt Dutzende US-Soldaten verletzt und mehrere Hubschrauber beschädigt. Beim ersten Angriff sei eine Unterkunft auf dem Luftwaffenstützpunkt "King Faisal" getroffen worden, wobei bis zu fünf US-Soldaten verletzt worden seien. Ein weiterer Angriff habe einen Stützpunkt im Osten Jordaniens getroffen, von dem aus amerikanische Blackhawk-Hubschrauber eingesetzt wurden. Die Angriffsserie deutet nach Einschätzung der von der Zeitung zitierten US-Vertreter darauf hin, dass der Iran weiterhin über umfangreiche Raketenbestände verfügt. Zudem gelinge es den iranischen Streitkräften offenbar zunehmend, die amerikanische Luftabwehr zu überwinden. Die Regierungsvertreter äußerten sich unter der Bedingung, anonym zu bleiben. Jordanien ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter der USA und ein wichtiger Stützpunkt für deren Militäroperationen im Nahen Osten. Das Königreich beherbergt mehrere bedeutende US-Luftwaffenbasen. Vor und in den ersten Tagen des Kriegs verlegte das Pentagon nach Angaben der "New York Times" zudem Soldaten aus Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten an vermeintlich sicherere Standorte in Jordanien und Israel. Die strategische Bedeutung Jordaniens nahm weiter zu, weil andere US-Partner in der Region die Stationierung amerikanischer Truppen und die Nutzung ihres Luftraums eingeschränkt haben. Bereits bei früheren iranischen Angriffen auf Israel hatte die jordanische Luftabwehr Raketen und Drohnen abgefangen, die den Luftraum des Königreichs durchquerten. Eskalation zwischen USA und Iran: Teheran könnte eine Drohung wahr machen Raketenangriff auf Küstenstadt Akaba Am Wochenende geriet indes die jordanische Küstenstadt Akaba am Roten Meer unter Beschuss. Nach Angaben der israelischen Armee wurden aus dem Iran Raketen auf die Stadt abgefeuert, die nur wenige Kilometer von der israelischen Grenze und der Hafenstadt Eilat entfernt liegt. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen. Die jordanischen Streitkräfte fingen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Petra drei iranische Raketen ab. Eine vierte Rakete sei in einem abgelegenen Gebiet niedergegangen. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es zunächst nicht. Widersprüchliche Angaben gab es zur Lage am Flughafen und am Hafen von Akaba. Die US-Botschaft erklärte, die jordanischen Behörden hätten wegen einer "spezifischen und glaubwürdigen Bedrohung" mit einer Evakuierung begonnen, und riet von Reisen über beide Einrichtungen ab. Jordaniens Kommunikationsminister Mohammed al-Mumani widersprach jedoch: Es sei keine Evakuierung angeordnet worden, der Betrieb laufe normal. Akaba ist Jordaniens einzige Küstenstadt und sichert dem Königreich den direkten Zugang zum Roten Meer. Zugleich ist die Stadt ein wichtiges Touristenziel und Ausgangspunkt für Reisen in die Wüste Wadi Rum und zur antiken Felsenstadt Petra. Wegen der Nähe zu Israel wurde auch darüber spekuliert, ob der Angriff eine Warnung Teherans an die israelische Regierung sein sollte.

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