Iran-Krieg aktuell: Revolutionsgarden stoppen Schiffe in Straße von Hormus
Newsblog zum Krieg in Nahost Revolutionsgarden stoppen sechs Schiffe in Straße von Hormus Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Iran hat offenbar mehrere Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt. Dort soll auch ein Öltanker explodiert sein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 27. Juli Iranische Revolutionsgarden stoppen sechs Schiffe in der Straße von Hormus Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt. Die Marine der Revolutionsgarden habe in der Nacht Warnschüsse wegen sechs Schiffen abgefeuert, die eine nicht genehmigte Route durch die Meerenge hätten nehmen wollen, meldete das iranische Staatsfernsehen am Montag. Daraufhin seien die Schiffe umgekehrt. Mit einem der Schiffe gab es demnach einen nicht näher erläuterten "Vorfall". Der Iran hatte zuletzt mehrfach Schiffe daran gehindert, nahe der Küste des Oman durch die Meerenge zu fahren. Teheran versucht mit seinem Vorgehen Schiffe zur Nutzung iranischer Gewässer und zur Zahlung für eine sichere Durchfahrt zu zwingen. Iran: US-Angriffe treffen Wasserversorgung im Süden Nach den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Behörden zufolge massive Schäden an der Wasserversorgung im Landessüden entstanden. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden. Dem Bericht nach wurde gleich zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Gheschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für gut 120.000 Menschen beeinträchtigt worden. Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer Nach Angriffen der jemenitischen Huthi-Terrormiliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste des Jemen, der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering. Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit dem Iran verbündeten Huthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen den USA und dem Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat. Ein Militärsprecher der Huthi hatte erklärt, die Gruppe habe am Samstag Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco in den Städten Dschisan und Janbu angegriffen. Von den elf Schiffen, die am Sonntag Bab al-Mandab durchquerten, waren sieben Öltanker. Darunter waren zwei sehr große Rohöltanker (VLCC) auf dem Weg zum saudischen Hafen Janbu sowie ein Schiff mit Verbindungen nach Russland. Vier Schiffe verließen das Rote Meer, darunter ein VLCC unter der Flagge Hongkongs mit zwei Millionen Barrel saudischem und emiratischem Rohöl für China. Hoffnung auf Entspannung: Ölpreise fallen deutlich Die Ölpreise sind zu Beginn des asiatischen Handels am Montag um mehr als fünf Prozent gefallen. Händler schöpften nach zwei Nächten ohne neue US-Angriffe auf den Iran Hoffnung auf eine Entspannung und mögliche neue Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent sank um 5,58 Prozent auf 91,38 Dollar. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 5,46 Prozent auf 84,43 Dollar. Hier lesen Sie mehr. Sonntag, 26. Juli Iran droht Ukraine nach Angriff auf Frachtschiff Nach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi der Ukraine mit einer Reaktion gedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe "ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet", schrieb Araghtschi am Sonntag auf X. Er verurteilte einen "eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta". Am Samstag hatte Selenskyj erklärt, im Kaspischen Meer seien "sehr solide Ergebnisse" durch Angriffe erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, "die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff". Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach auf Telegram von Drohnenangriffen auf mit internationalen Sanktionen belegte Frachtschiffe, "die zum Transport militärischer Fracht zwischen dem Iran und Russland" genutzt worden seien. Das Kaspische Meer ist ein Binnengewässer, das an den Iran und Russland grenzt. Weitere Anrainerstaaten sind Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan. USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Loading... Loading... Loading... Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen den Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum. Iranische Medien: Öltanker explodiert in der Straße von Hormus In der Straße von Hormus ist nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker explodiert. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen und auf eine Seemine aufgelaufen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Die Straße von Hormus spielt eine Schlüsselrolle im weltweiten Energiehandel. Der Iran fordert von Handelsschiffen die Einhaltung einer festgelegten Passage und beansprucht die Kontrolle über die Meerenge für sich.