Iran-Krieg aktuell: Rückhalt für Trumps Krieg schwindet in den USA
Newsblog zum Krieg in Nahost Rückhalt für Trumps Krieg schwindet in den USA Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Pakistan sieht Anzeichen, dass Trump eine Bodenoffensive befehligen könnte. Die Unterstützung in der Bevölkerung für den Krieg sinkt. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 28. Juli Umfrage: Rückhalt für Iran-Krieg in den USA schwindet Die Unterstützung der US-Bevölkerung für den Iran-Krieg ist einer Umfrage zufolge auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Konflikts vor fünf Monaten gefallen. Noch ein Drittel der US-Bürger befürworte den Militäreinsatz, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervorging. Zudem seien 69 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Präsident Donald Trump die Ziele der Intervention nicht klar dargelegt habe. Die allgemeine Zustimmung für Trump stieg in der Umfrage vom Wochenende jedoch leicht um drei Punkte auf 37 Prozent. Das US-Präsidialamt maß der Erhebung keine Bedeutung bei. Trump werde seine Entscheidungen nicht von schwankenden Umfragewerten abhängig machen, teilte Sprecherin Olivia Wales mit. Wichtigstes Ziel bleibe es, den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern. Der Krieg hatte am 28. Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Seitdem verharrt der Rückhalt in der US-Bevölkerung bei unter 40 Prozent. Die unpopuläre Außenpolitik belastet Trump und seine Republikaner im Vorfeld der Kongresswahlen im November, bei denen sie ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen müssen. Montag, 27. Juli Trump: Gute Gespräche mit dem Iran US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt, um laufenden Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. "Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran", sagte Trump der Webseite "Axios". Zugleich drohte er mit neuen Attacken für den Fall, dass die Gespräche ergebnislos bleiben: "Wir werden wieder sehr starke militärische Gewalt anwenden." Er räume den Verhandlungen "nicht viel Zeit" ein, zum Erfolg zu kommen, sagte Trump "Axios". Bei den Gesprächen geht es um eine Öffnung der Straße von Hormus sowie eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Laut Trump traf er die Entscheidung, die Angriffe zu pausieren, am Freitag auf Anraten der Vermittlerländer. Als Vermittler treten unter anderem Katar und Pakistan auf. Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Iran-Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der "New York Times" zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. Trump sagte dazu an Bord der Präsidentenmaschine: "Wir haben eine Menge Munition, verschiedene Arten davon." Es sei "mehr als wir jemals verwenden könnten". Zugleich würden die Bestände unter anderem bei Patriot-Systemen ausgebaut. Eine weitere Sorge bei einem Treffen mit Vance und Caine seien potenzielle Opfer unter der iranischen Bevölkerung bei weiteren Angriffen gewesen, berichtete CNN. Trump hatte in der vergangenen Monaten wiederholt damit gedroht, zivile Infrastruktur wie Brücken, Straßen und Kraftwerke anzugreifen. Saudi-Arabien meldet Drohnen-Beschuss Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen. Die Angriffe seien von "iranisch unterstützten terroristischen Milizen" vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Turki al-Maliki. Al-Maliki betonte, Saudi-Arabien habe das Recht, sich und seine Einrichtungen zu verteidigen. Das Königreich behalte sich zudem vor, "zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort" zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht. Bisher reklamierte keine Gruppe aus dem Irak den Angriff für sich. Auch die Regierung in Bagdad äußerte sich zunächst nicht. Das Außenministerium in Riad verurteilte den Angriff und forderte die irakische Regierung auf, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass irakisches Staatsgebiet als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt werde. Wenig später reklamierte die Huthi-Miliz im Jemen Drohnenangriffe auf mehrere Ziele der Öl-Infrastruktur in Saudi-Arabien. Ziel seien "sensible Punkte" für die Versorgung und den Transport von Rohöl aus dem Osten des Landes in die Hafenstadt Janbu am Roten Meer gewesen, teilte die Miliz mit. Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im Iran Mehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Kriegs halten gut informierte Quellen aus Pakistan eine limitierte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste sei, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen. Pakistan ist im Iran-Krieg ein zentraler Vermittler zwischen Washington und Teheran. Der Konflikt war Anfang Juli im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus erneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Schiffe in der Meerenge beschossen hatten. Das US-Militär bombardierte daraufhin zahlreiche Ziele an der iranischen Südküste. In den vergangenen drei Nächten pausierten die Kriegsparteien ihre Angriffe wieder. Iranische Revolutionsgarden stoppen sechs Schiffe in der Straße von Hormus Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt. Die Marine der Revolutionsgarden habe in der Nacht Warnschüsse wegen sechs Schiffen abgefeuert, die eine nicht genehmigte Route durch die Meerenge hätten nehmen wollen, meldete das iranische Staatsfernsehen am Montag. Daraufhin seien die Schiffe umgekehrt. Mit einem der Schiffe gab es demnach einen nicht näher erläuterten "Vorfall". Loading... Loading... Loading...