Iran-Krieg aktuell: US-General sucht Ausweg
Startseite Politik Ausweg aus aktuellem Iran-Krieg: Top-General sucht Lösung – für Trump drohen weitere Probleme Von: Felix Busjaeger Uns auf Google folgen Trumps Topgeneral sucht intern einen Ausweg aus dem Iran-Krieg. Und für Trump gibt es ein Problem: Die US-Munitionsvorräte sind auf ein Drittel geschrumpft. Teheran/Washington, DC – Nur noch ein Drittel seiner Patriot-Abfangraketen soll den USA im Iran-Krieg zur Verfügung stehen. Während US-Präsident Donald Trump immer wieder die Überlegenheit der US-Streitkräfte betont, zieht ausgerechnet sein ranghöchster General daraus eine brisante Konsequenz. General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, hat mehreren Schlüsselfiguren in Trumps Kabinett in den vergangenen Wochen intern klargemacht: Die USA müssen einen Ausweg aus dem aktuellen Iran-Krieg finden. Seit Monaten setzen die US-Truppen beim aktuellen Konflikt im Nahen Osten auf Luftangriffe, um die iranische Führung zu zermürben. Ebendiese Taktik wird, so Caines Einschätzung, aber nicht ausreichen, um die erklärten Kriegsziele zu erreichen. „Caine sucht einen Ausweg“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Quelle gegenüber CNN. Die aktuelle Lage im Iran-Krieg, so das Bild aus Washingtons Hinterzimmern, ist verfahrener als öffentlich zugegeben. Iran-Krieg aktuell: Trump wichtigster General sucht Ausweg aus Konflikt im Nahen Osten Caine hat seine Bedenken zur aktuellen Lage im Iran-Krieg laut CNN nicht nur intern geäußert, sondern gezielt mit gleichgesinnten Schlüsselfiguren koordiniert: CIA-Direktor John Ratcliffe, Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance gehören zu jenen, mit denen er die Grenzen der verfügbaren Militäroptionen erörtert hat. Ziel sei es gewesen, die beteiligten Stellen vor Treffen mit dem Präsidenten auf eine Linie zu bringen. „Ich denke, es ist einfach seine Art, das Militär zu schützen“, sagte eine der Quellen dem Nachrichtensender über Caines Vorgehen. Gleichzeitig betonte Caine in einer Sitzung mit Trump im Weißen Haus, dass die USA den Iran bei Bedarf massiv treffen könnten: „Wir könnten sie absolut vernichten“, sagte er demnach. Öffentlich hatte Caine bereits Ende Juli vor dem US-Kongress erklärt: „Luftmacht hat ihre Grenzen.“ Privat geht er weiter: Luftmacht allein werde die Kriegsziele in dieser Phase nicht erreichen, machte er intern deutlich. Die aktuelle Lage im Iran-Krieg spiegelt diese Einschätzung wider. Ein Plan für massive neue Angriffe, den Trump Ende Juli zunächst zu befürworten schien, wurde letztlich nicht umgesetzt. Dies wurde unter anderem auch darauf zurückgeführt, dass Verbündete am Golf vor iranischen Gegenschlägen auf ihre Energieinfrastruktur warnten. Doch nicht nur die Verbündeten scheinen Trumps Angriffspläne durchkreuzt zu haben: Nach knapp sechs Monaten Iran-Krieg sollen die Munitionsvorräte der US-Armee erschöpft sein. Die USA haben laut dem Center for Strategic and International Studies (CSIS) nur noch rund ein Drittel ihrer Patriot-Abfangraketen, über die sie vor Kriegsbeginn im Februar verfügten. Trumps Probleme wegen des aktuellen Iran-Kriegs wachsen: Munitionsengpass und gestresste Soldaten Dieses Defizit ist mittlerweile auch Thema in Trumps Kabinett. Laut der Washington Post konfrontierte Trump seinen Verteidigungsminister Pete Hegseth am Rande einer Kabinettssitzung in Camp David mit dem Ausmaß der geschrumpften Bestände. Den Berichten zufolge glaubte er, das Problem sei „behoben“. Hegseth beantragte im Juli beim Senat eine Notfallfinanzierung von 87 Milliarden Dollar, um „Ausrüstung und Munition rasch wieder aufzufüllen“. Trump hingegen bezeichnete entsprechende Berichte auf Truth Social als Fälschung und Landesverrat. In den US-Arsenalen lägen „riesige Mengen“ an Munition, behauptete er. Der Iran-Krieg hinterlässt auch in den eigenen Streitkräften Spuren. Die Stimmung in Teilen der US-Truppe ist nach Angaben von Beratern und Betroffenen schlecht. Bill Galvin von der GI Rights Hotline, einem Sorgentelefon für Militärangehörige in Washington, berichtet laut Tagesschau von einem drastischen Anstieg der Anfragen: Allein im März, dem ersten Kriegsmonat, übernahm seine Organisation mehr als 80 neue Fälle zur Beratung. Zum Vergleich: Das waren fast doppelt so viele wie sonst im gesamten Jahr. Früher habe man „innerhalb von ein oder zwei Wochen ein oder zwei Anrufe bekommen“, so Galvin. Jetzt riefen täglich mehrere Soldaten an. Iran-Krieg aktuell: Berichte über „symbolischen Erfolg“ in der Straße von Hormus Auf diplomatischer Ebene richtet sich der Blick unterdessen auf die Straße von Hormus. Caine und andere Berater arbeiten laut CNN daran, Trump einen Ausweg zu ermöglichen, der ihm zumindest einen „symbolischen“ Erfolg bietet: einen, den er der amerikanischen Öffentlichkeit verkaufen kann, ohne einen möglichen diplomatischen Durchbruch zu verbauen. (Quellen: CNN, Washington Post, Tagesschau, dpa) (fbu)