DAX +0,18 % 25.864,62 Pkt 18:00:00 MDAX +0,89 % 30.743,36 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,51 % 6.144,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,03 % 51.786,72 Pkt 22:34:56 S&P 500 -0,15 % 7.568,92 Pkt 22:30:13 Nasdaq -0,26 % 25.372,01 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,98 % 61.834,31 Pkt 02:12:10 Gold -0,44 % 3.952,00 USD 02:17:10 Silber -1,89 % 49,76 USD 02:17:09 Brent -0,66 % 104,08 USD 02:17:01 WTI -0,02 % 96,44 USD 02:17:10 Bitcoin -0,44 % 77.000,07 USD 02:27:08 EUR/USD +0,47 % 1,12450 USD 02:26:27 EUR/GBP +0,07 % 0,83520 GBP 02:27:13 EUR/CHF +0,12 % 0,91720 CHF 02:27:13 EUR/JPY +0,57 % 177,720 JPY 02:27:13

Iran-Krieg: Iran droht USA - Einsatz neuer Waffen und Angriff auf andere Regionen

Welt

Lukas Bay

Erneut Tanker in Straße von Hormus getroffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Militärquellen mitteilte, sei ein in den Persischen Golf einfahrender Tanker von einem Geschoss getroffen worden.

Zwei Besatzungsmitglieder seien leicht verletzt, Schäden für die Umwelt seien derzeit nicht bekannt, hieß es weiter. Das Schiff sei unterwegs zu einem Hafen.

Laura Thalmeyer

Iran droht USA: Einsatz neuer Waffen und Angriff auf andere Regionen

Der Iran droht den USA im Fall eines neuen Angriffs mit dem Einsatz neuartiger Waffen und Schlägen gegen bislang verschonte Gebiete. „Wenn es zu einer neuen Aggression kommt, werden wir mit Sicherheit die Waffen und die Geografie des Krieges ändern“, sagt der Sprecher der Revolutionsgarden, Hossein Mohebbi, laut der Nachrichtenagentur Fars. Die Führung in Teheran sei auf einen längeren Konflikt vorbereitet, erklärt er weiter.

Laura Thalmeyer

Verkehr durch Straße von Hormus bricht ein – Ölexporte Saudi-Arabiens steigen

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist am Wochenende angesichts der anhaltenden Spannungen in der Golfregion stark zurückgegangen. Schifffahrtsdaten zeigten am Montag, dass ein Dutzend Rohstofffrachter die Meerenge passierten, verglichen mit 35 am Wochenende zuvor. Der über Transpondersignale erfasste Verkehr durch die für ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung wichtige Route ist damit stark eingeschränkt. Produzenten aus dem Nahen Osten exportieren jedoch weiterhin Öl auf Tankern, die mit ausgeschalteten Transpondern fahren. Vor Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran am 28. Februar passierten die Meerenge täglich etwa 125 große Handelsschiffe.

Gleichzeitig haben Angriffe der Huthi auf die Ost-West-Pipeline von Saudi Aramco den staatlichen Energiekonzern dazu veranlasst, seine Exporte durch die Straße von Hormus zu erhöhen. Dadurch konnte das führende Opec-Mitglied seine Ausfuhren im September bisher auf über vier Millionen Barrel pro Tag (bpd) steigern, nachdem sie im August auf 2,4 Millionen bpd gefallen waren. „Die Ölflüsse aus dem Nahen Osten bleiben trotz der Störung der saudischen Ost-West-Pipeline überraschend stark“, schrieben Analysten von JPMorgan in einer Mitteilung. Satellitendaten deuteten darauf hin, dass die saudischen Öllieferungen durch die Straße von Hormus in den vergangenen sechs Tagen durchschnittlich 2,9 Millionen bpd betrugen, verglichen mit nur 700.000 bpd im August.

Carlotta Moreno Lara

QatarEnergy: Sperre der Straße von Hormus verzögert wohl Projekte

Wegen der Sperrung der Straße von Hormus drohen dem staatlichen katarischen Energiekonzern QatarEnergy Verzögerungen bei einigen Ausbauprojekten. Wichtige Ausrüstung könne derzeit nicht nach Katar geliefert werden, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi. Das Unternehmen produziere momentan nur eine verschwindend geringe Menge an Flüssigerdgas (LNG), könne aber den normalen Betrieb wenige Wochen nach einer Öffnung der Meerenge wieder aufnehmen. Einige Produktionslinien im Rahmen der Erweiterung des Gasfeldes North Field East (NFE) sollen 2027 in Betrieb gehen, die Erweiterung North Field South (NFS) 2028.

Lukas Bay

CIA-Chef trifft ägyptischen Präsidenten

CIA-Chef John Ratcliffe hat in Ägypten mit Staatschef Abdel Fattah al-Sisi über den Krieg der USA mit dem Iran gesprochen. Das ägyptische Präsidialbüro teilte mit, al-Sisi habe sich für ein Abkommen zur Beilegung der Iran-Krise und zur Freiheit der internationalen Schifffahrt ausgesprochen.

Lukas Bay

Ägypten, Jordanien und Kuwait verurteilen Huthi-Angriff auf Riad

Ägypten, Jordanien und Kuwait haben einen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die saudi-arabische Hauptstadt Riad verurteilt. Das Vorgehen der mit dem Iran verbündeten Miliz gefährde die Sicherheit und Stabilität in der Region und verletzte das Völkerrecht, erklärten die drei Staaten. In separaten Mitteilungen sicherten die Regierungen Saudi-Arabien Unterstützung beim Schutz seiner Souveränität sowie von Zivilisten zu.

Auch die Islamische Weltliga, eine Dachorganisation muslimischer Gelehrter und Gemeinschaften, verurteilte Angriffe der Huthi auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in Saudi-Arabien. Es handele sich um einen Verstoß gegen alle religiösen Werte sowie internationale und humanitäre Gesetze und Normen.

Lukas Bay

Irans Militär droht den USA und deren Verbündete

Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land. Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das Militär beruft sich auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land, bei dem Vereinbarungen über erneute Angriffe auf den Iran getroffen worden sein sollen. Einige arabische Länder in der Region sollen grünes Licht gegeben haben.

Sarah Sendner

Huthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert, unter anderem in der saudischen Hauptstadt Riad. Ein Huthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen „sensible Ziele“ in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere größere Brände ausgelöst. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Der Mitteilung zufolge waren die jüngsten Attacken eine Reaktion auf mehr als 700 saudische Luftangriffe im Jemen. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen in ihrem langwierigen Konflikt mit der Huthi-Miliz. Seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg gerät das Land immer wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.

Sarah Sendner

Türkei: Nahost-Krise wirtschaftlich nicht mehr tragbar

Die Krise im Nahen Osten ist nach den Worten des türkischen Außenministers Hakan Fidan wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Es sei zudem inakzeptabel, dass Saudi-Arabien in den Krieg zwischen den USA und dem Iran hineingezogen werde, sagt Fidan dem Sender NTV. Das Königreich habe nicht die Absicht, sich an dem Konflikt zu beteiligen. Wegen der anhaltenden Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen benötige Riad möglicherweise militärische Unterstützung. Die Türkei werde dies im Rahmen eines trilateralen Verteidigungspakts mit Pakistan prüfen. Um die Kämpfe zu beenden, seien allen Seiten Vorschläge unterbreitet worden.

Sarah Sendner

Signal aus Teheran: Iran will zurück zu Rahmenabkommen

Der Iran signalisiert nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran sagte dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera, Bedingungen seien eine Beendigung des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende der US-Seeblockade. Diese Punkte sind in dem Rahmenabkommen mit den USA enthalten.

Resai erklärte außerdem, dass der Iran ein Ende des Krieges zwischen der Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien anstrebe.

Julie Leduc

Iran übermittelt USA Bedingungen für Kriegsende

Der Iran hat den USA über Vermittler seine Bedingungen für ein Kriegsende übermittelt und wartet auf eine Antwort von US-Präsident Donald Trump. Zu den Forderungen zählen die Einstellung der Kämpfe an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder sowie die Aufhebung der Seeblockade, sagt der iranische Sicherheitschef Mohsen Resai dem Sender Al Jazeera. Die Gespräche mit Katar und Pakistan dauerten an. Zudem wolle die Regierung in Teheran, dass der Krieg zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen beendet wird.

Carlotta Moreno Lara

UNRWA: Mehr als 280.000 Kinder im Gazastreifen erhalten Unterricht

Im kriegszerstörten Gazastreifen erhalten nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) mehr als 280.000 Kinder wieder Schulunterricht. Nach Jahren des Krieges finde der Unterricht in Zelten und beschädigten Klassenräumen statt. In einer von UNRWA betriebenen Schule in Nuseirat fehlen in einigen Klassenräumen die Tische. Die Kinder sitzen dort auf Decken auf dem Boden.

Für manche Familien bringe die Rückkehr in die Schule dennoch ein Stück des vertrauten Alltags zurück, der durch den Krieg verloren gegangen sei, hieß es. Der Leiter des UNRWA-Bildungsprogramms, Tawfik al-Hurani, sagte, die Organisation wolle wieder Bedingungen schaffen wie vor drei Jahren. Damals habe das Hilfswerk 182 vollständig ausgestattete Schulen betrieben. 95 Prozent davon seien inzwischen verloren gegangen.

Carlotta Moreno Lara

Irans Innenministerium nennt Teuerung besorgniserregend

Das iranische Innenministerium stuft nach Angaben des Onlineportals „Hammihan“ die stark steigenden Preise im Land als besorgniserregend ein. Laut Sprecher Ali Seiniwand bringt die Inflation Menschen in Not. Jedoch herrscht nach Darstellung des Sprechers derzeit im Iran ein Überfluss an Waren. Seiniwand rief die Bevölkerung dazu auf, Gerüchte über Versorgungsengpässe zu ignorieren, die er als feindliche Propaganda bezeichnete. Um den Import weiter zu erleichtern, wies die Führung in Teheran die Zollbehörden an, privaten Händlern mit eigenen Lagermöglichkeiten die Einfuhr von Waren zu gestatten.

Carlotta Moreno Lara

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums erklärten ihre Solidarität mit dem Königreich, welches das Recht auf Selbstverteidigung habe, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die vom Iran unterstützten Rebellen forderten sie auf, die militärische Eskalation unverzüglich einzustellen.

Die Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemens eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien gerät seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.

Carlotta Moreno Lara

Südkorea sagt USA Unterstützung bei Sicherung der Straße von Hormus zu

Südkorea will einen wesentlichen Beitrag zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt in der Straße von Hormus leisten. Dies teilt das Außenministerium in Seoul nach einem Treffen von Außenminister Cho Hyun mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington mit. Zudem vereinbarten beide Seiten eine rasche Umsetzung südkoreanischer Investitionszusagen in den USA. Dabei geht es um ein Handelsabkommen über Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in die US-Industrie im Gegenzug für auf 15 Prozent gesenkte Zölle auf koreanische Importe.

Lydia Wolter

Iran: Mann wegen Spionage für Israel hingerichtet

Im Iran ist ein Mann wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Das teilte der Informationsdienst der iranischen Justiz Misan am Samstag mit. Der Oberste Gerichtshof des Landes habe zuvor das Todesurteil wegen Spionage und Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad bestätigt.

Dem Mann war vorgeworfen worden, Informationen über Raketenstellungen während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025 an Israel weitergegeben zu haben. Dazu gehörten Erkenntnisse über sensible Militärstandorte in der zentraliranischen Provinz Isfahan. Er habe aus finanziellen Gründen spioniert.

Miriam Braun

US-Militär: Iran-Krieg kostete bereits mehr als 43 Milliarden Dollar

Der Iran-Krieg hat das US-Militär nach eigener Einschätzung bereits mehr als 43 Milliarden Dollar gekostet. Mit dem Stichtag 3. September hätten die Kosten bei 43,6 Milliarden Dollar gelegen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in einer Mitteilung an US-Abgeordnete mit, die der Nachrichtenagentur AP am Freitag vorlag. Zuvor hatte „Punchbowl News“ darüber berichtet.

Erst am Dienstag hatte das Haushaltsbüro im US-Kongress die Kosten des Krieges mit 38 Milliarden Dollar beziffert, allerdings nur bis zum Stichtag 1. August. Das Haushaltsbüro rechnete mit bis zu drei zusätzlichen Milliarden jeden Monat, je nach Intensität des Kriegs. In dem Centcom-Bericht sind allerdings gegenüber dem vorherigen Bericht die Kosten für Waffen und Munition deutlich gestiegen, von 21,7 auf 28,1 Milliarden Dollar.

Nicht eingerechnet in die Zahlen sind wirtschaftliche Auswirkungen des Kriegs, etwa auf die Ölpreise und den Aktienmarkt, und auch nicht die Schäden an US-Militärstützpunkten in der Region durch iranische Angriffe.

Miriam Braun

Bericht: Mehr US-Soldaten im Iran-Krieg getötet als offiziell gemeldet

Die Zahl der im Krieg mit dem Iran getöteten US-Soldaten ist einem Zeitungsbericht zufolge höher als vom Pentagon bekannt gegeben. Die „Washington Post“ berichtet unter Berufung auf sechs mit den internen Verlustzahlen vertraute Insider von mindestens 22 gefallenen Militärangehörigen. Fünf dieser Personen zufolge seien dies vier Tote mehr, als in der öffentlichen Datenbank des US-Verteidigungsministeriums verzeichnet seien. Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt zunächst nicht vor.

Vivian Melchert

Italien geleitet Handelsschiff mit Fregatte durch Meerenge

Angesichts der Spannungen in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien in den dortigen Gewässern mit einer Militärfregatte die Durchfahrt eines Handelsschiffes abgesichert. Die „Jolly Oro“ einer italienischen Reederei wurde bei ihrer Fahrt Richtung Norden von der Fregatte „Carlo Bergamini“ begleitet, die dort im Rahmen einer europäischen Mission im Einsatz ist. Nach Angaben der italienischen Marine in Rom verlief alles ohne Zwischenfälle.

Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte erst am Vorabend angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mit Hilfe der Marine zu gewährleisten. Das Land wollte nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte: „Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Bürokratie Entscheidungen verzögert und eine ohnehin schon komplexe Situation verschärft wird.“

Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive vergangene Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge - ein erheblicher Rückschlag für Saudi-Arabien und den internationalen Schiffsverkehr.

Vivian Melchert

Pakistan schickt offenbar mehr militärisches Gerät nach Saudi-Arabien

Im Zuge der Eskalation im Jemen schickt Pakistan Geheimdienstquellen zufolge Militärhilfe an seinen Verbündeten Saudi-Arabien. Zudem werde Gerät, das sich bereits in Saudi-Arabien befindet, für eine großflächige Verteidigung neu ausgerichtet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad.

Unter dem neuen Material befinden sich demnach Artilleriesysteme, Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr, hieß es weiter. Zu einem umgehenden Einsatz der neuen Waffensysteme sagten die Quellen nichts. Unter einer langanhaltenden Militärpartnerschaft sind bereits pakistanische Einheiten in Saudi-Arabien stationiert. Seit Anfang August stehen die beiden Länder auch mit der Türkei in einem gemeinsamen Verteidigungspakt. Jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten gelte als Attacke auf alle drei Bündnispartner, hieß es bei Abschluss des Bündnisses.

Aus den Geheimdienstkreisen in Pakistan kam auch eine Drohung. Pakistan und die Türkei würden im Falle einer Blockade der wichtigen Seepassage Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz in dem Konflikt „aktiv“ werden, hieß es.

Jeanne Vesper

Iran mobilisiert Tausende Freiwillige für Militär-Parade

Die iranische Staatsführung hat Tausende Freiwillige für eine Machtdemonstration mobilisiert. Videos iranischer Medien zeigten Menschenmassen, darunter zahlreiche uniformierte Angehörige paramilitärischer Einheiten und anderer Sicherheitskräfte, auf den Straßen der Hauptstadt Teheran. An der während des Krieges ins Leben gerufenen Mobilisierungsbewegung „Dschan-Fadajan“ (etwa: „Die Aufopferungsvollen“) beteiligen sich sowohl Zivilisten als auch militärische Einheiten.

An der Mobilisierung nahmen auch iranische Offiziere und Funktionäre teil. Unter den Teilnehmern des Aufmarschs war auch Präsident Massud Peseschkian zu sehen, wie Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zeigten. Offiziellen Angaben zufolge beteiligten sich mehr als 300.000 Menschen an der Militär-Parade. Medienbilder zeigten zudem Militärgerät, darunter Attrappen von Kampfdrohnen und ballistischen Raketen auf Sattelzügen, die zur Schau gestellt wurden.

Anhängerinnen der Revolutionsgarden: An der Militärparade nahmen rund 300.000 Menschen teil. dpa

Jeanne Vesper

Frachtraten von China in die USA steigen wegen Iran-Kriegs rasant

Die Kosten für den Transport von Seefracht zwischen China und der US-Ostküste sind infolge des Irankriegs rasant gestiegen. Die Preise für kurzfristige Buchungen auf dieser Route erreichten 10.948 Dollar pro 40-Fuß-Container, wie am Donnerstag aus Daten der Preisplattform Xeneta hervorging. Damit haben sich die Kosten seit Beginn des Konflikts am 28. Februar mehr als vervierfacht. Die Frachtraten auf dieser wichtigen Handelsroute lägen nur noch knapp unter dem Allzeithoch aus der Zeit der weltweiten Lieferkettenprobleme während der Corona-Pandemie, sagte Xeneta-Chefanalyst Peter Sand. Im Januar 2022 war ein Rekordwert von 11.900 Dollar erreicht worden. Die Strecke von Shanghai nach New York gehört zu den meistbefahrenen und profitabelsten für globale Reedereien wie Maersk und Cosco.

Miriam Braun

Südkorea: Keine militärische Einmischung in Nahost-Konflikt

Südkorea entsendet nach den Worten von Präsident Lee Jae Myung keine Truppen in den Nahen Osten, die das Land in den Konflikt im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg verwickeln könnten. Angesichts der militärischen Präsenz mehrerer Länder nahe der Straße von Hormus prüfe die Regierung jedoch, ob sie ihre Rolle beim Schutz der dortigen Schifffahrt ausweiten solle, sagt Lee auf einer Pressekonferenz. Minimale Aktivitäten zur Sicherung südkoreanischer Wirtschaftsinteressen und Bürger seien möglich, erklärt er weiter.

Sabrina Frangos

Iranische Revolutionsgarden greifen Öltanker in Straße von Hormus an

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat nach eigenen Angaben einen unter der Flagge Togos fahrenden Öltanker angegriffen. Das Schiff habe am Donnerstag versucht, die Straße von Hormus illegal zu passieren, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Der Tanker habe Feuer gefangen und sei zum Stehen gekommen.

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