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Iran-Krieg: Iran nimmt offenbar US-Diplomaten in Nahost ins Visier

Welt

Sarah Sendner

Iran nimmt offenbar US-Diplomaten in Nahost ins Visier

Der Iran soll laut einem US-Medienbericht amerikanische Diplomaten und Beamte im Nahen Osten verstärkt ins Visier genommen haben. Das berichtet das US-Portal „Axios“ unter Berufung auf US-Geheimdienst-Einschätzungen. Darunter gebe es tödliche Anschlagspläne im fortgeschrittenen Stadium. „Axios“ verweist auf ein Nachrichtendienst-Memo von Freitag, das an US-Außenminister Marco Rubio geschickt worden sei.

Dem Medienbericht zufolge sind die Geheimdiensterkenntnisse ein Grund dafür, dass das Außenministerium angesichts wachsender Befürchtungen vor einem umfassenderen regionalen Konflikt Personal an US-Botschaften im Nahen Osten reduziere. „Axios“ beruft sich auf Angaben von US-Regierungsbeamten.

Sarah Sendner

Trump deutet möglichen weiteren Militäreinsatz gegen den Iran an

Die USA könnten nach den Worten von Präsident Donald Trump einen weiteren Militäreinsatz gegen den Iran beginnen. „Wir machen vielleicht noch eine kleine 'Epic Fury'“, sagt Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Florida mit Blick auf den Krieg. „Operation Epic Fury“ ist die Bezeichnung des US-Militärs für den Konflikt mit dem Iran. Zugleich belasten die daraus resultierenden gestiegenen Kraftstoffpreise den Wahlkampf vor den US-Kongresswahlen am 3. November. Trump erklärt zudem, die USA könnten den Krieg schnell beenden. Er äußert jedoch Zweifel, ob ein rasches Ende oder ein schrittweises Auslaufen des Konflikts anzustreben sei. Anfang des Monats hatte Trump erklärt, die USA würden vor den Wahlen keinen Angriff auf den Iran starten.

Vivian Melchert

Insider: Iran plant offenbar bei Angriffen Sabotage an Unterseekabeln im Golf

Der Iran bereitet Insidern zufolge für den Fall eines erneuten Angriffs der USA und Israels Sabotageakte gegen Unterseekabel im Golf vor. Die Pläne sehen demnach vor, nach etwaigen Angriffen auch Reparaturarbeiten zu verhindern, um die Störung des Internetverkehrs zu verlängern, sagen zwei hochrangige iranische Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. „Wenn der Iran angegriffen wird, gibt es keine roten Linien mehr“, sagt einer der beiden.

Vivian Melchert

Nach tödlichem Anschlag - Israel kündigt Zerstörung von Häusern in Hebron an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach einem tödlichen Anschlag die Abriegelung der Stadt Hebron im besetzten Westjordanland und die Zerstörung von Häusern angekündigt. „Wir werden handeln, um diesen Ort zu zerstören, um ihn vollständig zu verändern“, erklärte Netanjahu am Freitag. Er kündigte zudem einen großangelegten Militäreinsatz im Westjordanland an. Der rechtsextreme Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, forderte die Auflösung der Palästinensischen Autonomiebehörde und ein Verbot für alle Palästinenser im Westjordanland, Straßen zu benutzen.

Zuvor hatten nach Angaben des israelischen Militärs palästinensische Angreifer zwei Soldaten an einem Kontrollpunkt getötet. Die Armee tötete demnach zwei Angreifer. Drei weitere Soldaten seien leicht verletzt worden. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters dokumentierte, wie israelische Bulldozer nach der Ankündigung von Netanjahu mit der Zerstörung von Häusern begannen. Anwohner sagten, die Häuser hätten keine Verbindung zu den Angreifern.

Die Spannungen in der Region haben in jüngster Zeit zugenommen, auch vor dem Hintergrund einer Welle der Gewalt durch israelische Siedler.

Vivian Melchert

Wadephul dringt bei Ministertreffen in Istanbul auf Schutz freier Seewege

Bundesaußenminister Johann Wadephul setzt angesichts der weitreichenden Folgen der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine auf Diplomatie über die üblichen Formate hinaus. Auf Initiative Deutschlands und der Türkei trifft der CDU-Politiker am Freitag in Istanbul seine Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien sowie Ägypten, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei. „Bei unserem ersten Treffen in diesem Format wollen wir Europäer und die vier Regionalmächte vereint ausloten, wie wir Bewegung in die Konflikte in der Straße von Hormus, am Bab al-Mandab und im Schwarzen Meer bringen können“, erklärte Wadephul vor seiner Abreise. Diese massiven Herausforderungen ließen sich nur bewältigen, wenn man über bestehende Strukturen hinaus an einem Strang ziehe.

Wadephul verurteilte die Bedrohungen für den Welthandel scharf. „Wir acht setzen gemeinsam ein Zeichen: Wir nehmen nicht hin, dass Iran und die Huthi-Milizen den Welthandel erpressen und die Versorgung der Welt mit Energie und Düngemitteln weiter im Würgegriff halten“, sagte er. Die willkürlichen Angriffe auf die freie Schifffahrt und die Nachbarländer müssten enden. Zudem kritisierte der Minister Russland, das den freien Schiffsverkehr im Schwarzen Meer ins Visier genommen habe. Mit Angriffen auf Getreidelieferungen nehme die Regierung in Moskau eine Nahrungsmittelknappheit im globalen Süden wissentlich in Kauf. Die Auswirkungen der Attacken auf die Seewege seien weltweit zu spüren, etwa durch steigende Preise an Tankstellen und in Supermärkten.

Das Treffen der Außenminister in Istanbul. Agentur AP

Laura Thalmeyer

Israelische Streitkräfte stehen Wache im Gebiet Farsh Al Hawa am nördlichen Eingang von Hebron, nachdem israelische Soldaten zwei Palästinenser erschossen haben. IMAGO/Anadolu Agency

Anna Lena Stahl

Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlands vor

Die israelische Regierung hat das Militär angewiesen, sich auf eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands vorzubereiten. Die Sicherheitskräfte seien aufgefordert worden, die Stadt Hebron umgehend abzuriegeln und Vorbereitungen für eine vollständige Schließung des gesamten Westjordanlandes ab Freitag zu treffen, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Die Anordnungen ergingen, nachdem die israelische Armee mitgeteilt hatte, dass sie in der Nähe von Hebron im Westjordanland zwei bewaffnete Angreifer getötet und einen Terroranschlag vereitelt habe.

Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden. Laut dem Militär hatten die beiden Angreifer ein M16-Gewehr sowie eine Handfeuerwaffe bei sich. Zum Ziel des mutmaßlichen Anschlags wurden keine näheren Angaben gemacht. Auch zur Identität der beiden Getöteten sowie der Verletzten gab es zunächst keine Informationen. Das Militär errichtete Straßensperren und riegelte palästinensische Ortschafte in der Region ab.

Anna Lena Stahl

Verletzte bei Angriff im Westjordanland – mutmaßlicher Angreifer tot

Vier Tage vor der Wahl in Israel verschärft sich die Lage im Westjordanland weiter: Bei einem Schussangriff dort sind israelischen Angaben zufolge mehrere Israelis teils lebensgefährlich verletzt worden, die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter wurden getötet. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Morgen mit, insgesamt seien fünf Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen befinden sich demnach in kritischem Zustand.

Israels Armee sagte, Sicherheitskräfte hätten die beiden mutmaßlichen Angreifer getötet. Die Einsatzkräfte durchsuchen den Angaben zufolge derzeit die Gegend in der Nähe der Stadt Hebron im Süden des Westjordanlands.

Eva Glaser

Iran meldet sieben beschädigte Öltanker in Straße von Hormus

Durch Angriffe und Seeminen sind in der Straße von Hormus nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens sieben Öltankter beschädigt worden. Vier Tanker seien in der Nacht zum Donnerstag beim Umladen von Öl angegriffen worden und in Brand geraten, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Marine der Revolutionsgarden. Drei weitere Schiffe seien auf Seeminen gefahren, beschädigt worden und könnten nicht mehr weiterfahren.

Die iranischen Revolutionsgarden drohten dem Bericht zufolge mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region, sollten die USA versuchen, Öltankern die Durchfahrt durch andere Teile der Meerenge zu ermöglichen.

Eva Glaser

US-Behörde untersucht verdächtigen Ölhandel rund um Iran-Konflikt

Die US-Derivateaufsicht CFTC untersucht eigenen Angaben zufolge verdächtige Handelsaktivitäten mit Öl im Zusammenhang mit dem US-Militäreinsatz im Iran. Die Agentur Bloomberg hatte jüngst darüber berichtet, dass ein politisch ernannter CFTC-Mitarbeiter die Marktüberwachung angewiesen habe, eine entsprechende Mitteilung an die Ermittler zurückzuziehen. Dabei ging es um auffällige Geschäfte rund um die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump im März, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke abzusagen.

Leonidas Exuzidis

Saudi Aramco evakuiert offenbar seine Zentrale

Der saudische Ölkonzern Saudi Aramco, der weltweit größte Exporteur von Öl, hat am Donnerstag seinen Hauptsitz in Dhahran evakuiert und die Mitarbeiter veranlasst, von zu Hause aus zu arbeiten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Zuvor soll es in der Zentrale zu einem Alarm gekommen sein.

Jemenitische Huthi-Kämpfer haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt und greifen regelmäßig Flughäfen und Energieinfrastruktur an. Ein Turm auf dem Gelände der Zentrale von Saudi-Aramco war in vergangenen Woche von Huthis getroffen worden. Drei Stockwerke wurden beschädigt, außerdem ist ein Feuer ausgebrochen.

Zentrale von Saudi Aramco in Dhahran im Osten des Landes. afp

Leonidas Exuzidis

Außenminister treffen sich in der Türkei

Der türkische Außenminister Hakan Fidan empfängt am Freitag seine Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien in Istanbul zu Gesprächen über regionale Konflikte. Es ist das erste Mal, dass die sieben Staaten auf Initiative der Türkei in diesem Format zusammenkommen, wie es am Donnerstag aus türkischen Diplomatenkreisen hieß. Hintergrund seien die Kriege unter Beteiligung des Irans, im Jemen sowie in der Ukraine, die die Schifffahrtswege und die regionale Sicherheit gefährdeten.

Auf der Tagesordnung stehen demnach der israelisch-palästinensische Konflikt, die Lage in der Straße von Hormus und im Jemen sowie Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Zudem wollen die Minister über eine engere Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region und Europa beraten. Fidan will sich den Angaben zufolge für eine diplomatische Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie für die Freiheit der Schifffahrt in den Meerengen von Hormus und Bab al-Mandab einsetzen. Zudem wolle er die Unterstützung der Türkei für die Sicherheit Saudi-Arabiens angesichts der Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen bekräftigen.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan. imago

Julius Stockheim

Jemens Regierung droht mit Angriffen auf Huthi-Kundgebungen

Die jemenitische Regierung hat mit Angriffen auf Kundgebungen der Huthi-Miliz gedroht. Das Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag mit, auch Mobilisierungsprogramme der Huthi würden als legitime militärische Ziele betrachtet. Zugleich warnte es die Bewohner der von den Huthi kontrollierten Gebiete davor, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Ankündigung wurde in den sozialen Medien verbreitet.

Sie stellt eine deutliche Eskalation gegenüber den vom Iran unterstützten Rebellen dar, aber auch gegenüber der Zivilbevölkerung in den von der Miliz kontrollierten Gebieten. Gezielte Angriffe auf Zivilisten können nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen darstellen. Kundgebungen und sogenannte kulturelle Kurse, wie die Huthi sie bezeichnen, gehören zu den wichtigsten Instrumenten der Gruppe, um Anhänger und Kämpfer zu mobilisieren.

Julius Stockheim

Trump deutet bedeutenden Schritt im Irankrieg an

Trump erklärte am Donnerstag vor Journalisten, die USA verhandelten nicht mit dem Iran. Dennoch werde „bald“ etwas Bedeutendes geschehen. „Die meisten Leute scheinen zu glauben, dass es erst nach der Wahl sein wird“, fügte er hinzu – ein Hinweis darauf, dass es noch vor den Zwischenwahlen zu Angriffen kommen könnte.

Leonidas Exuzidis

Bericht: USA und Israel planen neue Angriffe

Einem Medienbericht zufolge planen die USA und Israel zeitnah neue Angriffe auf den Iran. Die renommierte „New York Times“ berichtet, die Streitkräfte hätten Pläne für erneute Attacken nach den US-Zwischenwahlen am 3. November ausgearbeitet.

Lara Dehari

Iran greift mehrere Schiffe in Straße von Hormus an – und warnt USA

Im Persischen Golf ist es nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden zu mehreren Vorfällen im Zusammenhang mit der Blockade des Gewässers gekommen. Im nördlichen Teil des Golfs seien vier Schiffe gleichzeitig getroffen worden und in Brand geraten, teilt die iranische Elite-Einheit mit. Die Schiffe seien an Öltransfers beteiligt gewesen, die die Garden als illegal betrachten. Sie seien zuvor von Einsatzkräften der iranischen Marine verfolgt worden. Zudem seien drei weitere Schiffe westlich der Straße von Hormus auf Minen gelaufen, teilen die Revolutionsgarden weiter mit. Gleichzeitig richten sie eine Warnung an das US-Militär: Anhaltende Provokationen könnten zu einer umfassenderen Reaktion gegen US-Stützpunkte in der Region führen, heißt es in der Mitteilung weiter. Details werden nicht genannt.

Sabrina Frangos

USA ordnen nach Huthi-Angriffen Abzug von Diplomaten aus Saudi-Arabien an

Die USA haben nach Angriffen der Huthi-Miliz den Abzug eines Teils ihres diplomatischen Personals aus Saudi-Arabien angeordnet. Betroffen seien nicht dringend benötigte US-Regierungsmitarbeiter und deren Familienangehörige, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch mit. Der Sprecher des Ministeriums, Tommy Pigott, begründete den Schritt mit den zunehmenden Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf zivile Ziele in Saudi-Arabien. Vier US-Beamte sagten der Nachrichtenagentur Reuters zudem, dass auch Familienangehörige von Diplomaten aus anderen Golfstaaten die Region verlassen sollten.

Vivian Melchert

Huthi: Militärlager am Flughafen von Aden angegriffen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben ein Militärlager am Flughafen der südlichen Hafenstadt Aden mit einer ballistischen Rakete angegriffen. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari sagte, das Lager beherberge ein Kommandozentrum der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition gegen die Miliz.

Ein Vertreter des Verkehrsministeriums der international anerkannten Regierung in Aden sagte, vor dem Angriff sei von dem Flughafen ein ziviles Flugzeug gestartet. Die Abflughalle sei evakuiert und der Betrieb vorübergehend eingestellt worden. Das Rollfeld sei nicht beschädigt worden.

Vivian Melchert

Saudi-Arabien meldet Abschuss von Huthi-Drohnen über Medina

Über der für Muslime heiligen Stadt Medina in Saudi-Arabien sollen mehrere Drohnen abgefangen worden sein. Turki al-Maliki, der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition gegen die Huthi im Jemen, schrieb am Mittwoch in sozialen Medien, fünf Drohnen der Miliz seien über Medina zerstört worden.

Vivian Melchert

Tanker im Persischen Golf von Projektilen getroffen

Im Persischen Golf sind zwei Tanker von unbekannten Geschossen getroffen worden. Die von der britischen Marine finanzierte Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) teilte am Mittwoch mit, vor der omanischen Küste sei dabei auf einem Schiff ein Feuer ausgebrochen. Ein weiteres Schiff sei vor der irakischen Küste beschossen worden. Die Besatzungen beider Schiffe seien in Sicherheit. Das Feuer auf dem Schiff vor der Küste des Omans sei gelöscht.

Vivian Melchert

US-Kongresskandidat im Westjordanland vorübergehend festgenommen

Israelische Sicherheitskräfte haben im besetzten Westjordanland vorübergehend den US-Kongresskandidaten Brad Lander festgenommen. Der demokratische Politiker wurde zusammen mit Dutzenden weiteren Aktivisten bei einer Olivenernte nahe Bethlehem festgesetzt, wie Menschenrechtsgruppen mitteilen. Während Lander nach Polizeiangaben als Kongresskandidat rasch wieder freigelassen worden sei, blieben andere Helfer, darunter mehr als 30 US-Bürger, zunächst in Gewahrsam. Die israelische Armee erklärt, für die Ernte in dem Gebiet habe eine vorherige Abstimmung gefehlt. Die Aktivisten begleiten palästinensische Bauern, um sie vor Übergriffen israelischer Siedler zu schützen.

Vivian Melchert

Netanjahu nennt Sturz der iranischen Führung als Ziel

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Sturz der iranischen Führung als ausdrückliches Ziel der israelischen Sicherheitskräfte genannt. Nur so lasse sich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm ein für alle Mal beseitigen, sagte Netanjahu bei einer Abschlusszeremonie für Offiziere.

„Das Regime im Iran hat seine Lektion noch immer nicht gelernt“, sagte Netanjahu. Der oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, habe beschlossen, „in die Fußstapfen seines Vaters zu treten“. Chamenei habe „die Sicherung gelöst“ und der Iran versuche „erneut, die Todesbomben zu entwickeln“, sagte Netanjahu.

Ein Sturz der iranischen Führung sei daher der einzige Weg. „Und das ist meine Anweisung an die israelische Armee, den (Auslandsgeheimdienst) Mossad und die Sicherheitsorgane.“ Solange der Iran Israel zerstören wolle, bestehe eine existenzielle Gefahr. Teheran bestreitet, Atomwaffen bauen zu wollen.

Vivian Melchert

Macron reist überraschend auch nach Riad

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist während seiner Nahost-Reise überraschend auch in die saudische Hauptstadt Riad gereist. Der saudische Kronprinz und de-facto Herrscher Mohammed bin Salman habe den französischen Staatspräsidenten empfangen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA mit.

Frankreich habe dabei mit Saudi-Arabien eine Verlängerung zusätzlicher Diesel-Lieferungen vereinbart, hieß es aus dem Élysée-Palast. Die zusätzlichen Mengen sollten so lange geliefert werden wie nötig. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zudem wolle Frankreich seine Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien zum Schutz kritischer Energieinfrastruktur ausbauen. Beide Länder wollten außerdem Infrastrukturprojekte vorantreiben, um ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern, hieß es weiter.

Vivian Melchert

Irans Außenminister wirbt trotz Misstrauens gegen USA für Diplomatie

Irans Außenminister wirbt trotz großen Misstrauens in Verhandlungen mit den USA weiter für eine diplomatische Lösung. „Wir haben keinerlei Vertrauen in die Aufrichtigkeit des von der US-Regierung bekundeten Wunsches nach Frieden mit dem Iran“, schrieb Abbas Araghtschi in einem Gastbeitrag für die „Financial Times“. Angesichts der Drohungen aus dem Weißen Haus gebe es wenig Grund, Fortschritte zu erwarten. „Trotz alledem bin ich als Berufsdiplomat verpflichtet, mein Äußerstes zu tun, um der Diplomatie eine Chance zu geben, selbst wenn die Hoffnung auf Erfolg gering ist.“

Araghtschi verwies auf einen Verhandlungsvorschlag, den der Iran den USA während der UN-Generalversammlung über Vermittler unterbreitet hatte. Seinen Worten nach sieht der Sieben-Tage-Plan ein Ende des Kriegs und eine Lösung im Konflikt um die Straße von Hormus vor. „Die Realität ist, dass der Iran allein aufgrund seiner geografischen Lage immer über eine beispiellose Einflussmöglichkeit auf den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus verfügen wird“, schrieb er weiter. Die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite war in den vergangenen Wochen wieder gewachsen. Pakistan und Russland wollen zwischen Teheran und Washington vermitteln.

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