DAX +0,18 % 25.864,62 Pkt 18:00:00 MDAX +0,89 % 30.743,36 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,51 % 6.144,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,03 % 51.786,72 Pkt 22:34:56 S&P 500 -0,15 % 7.568,92 Pkt 22:30:13 Nasdaq -0,26 % 25.372,01 Pkt 23:15:59 Nikkei 0,00 % 63.081,86 Pkt 07:45:03 Gold -0,66 % 3.943,30 USD 00:51:33 Silber -1,80 % 49,81 USD 00:51:22 Brent -0,64 % 104,10 USD 00:45:47 WTI +0,08 % 96,54 USD 00:51:22 Bitcoin +0,85 % 77.337,38 USD 01:01:31 EUR/USD +0,18 % 1,12110 USD 01:01:25 EUR/GBP -0,02 % 0,83420 GBP 01:01:37 EUR/CHF +0,25 % 0,91820 CHF 01:01:37 EUR/JPY +0,54 % 177,607 JPY 01:01:36

Iran-Krieg: Macron kritisiert in letzter Rede vor UN Trump und Israel scharf

Welt

Tom Körkemeier

Timm Seckel

Iranische Flüge ins Ausland wegen US-Sanktionen gestoppt

Angesichts weitreichender US-Sanktionen muss der Iran internationale Flüge in der Region streichen. Flughäfen im irakischen Bagdad und Maskat im Oman würden ab Mittwochmorgen keine iranischen Flüge mehr annehmen, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf die iranische Luftfahrtbehörde.

Man arbeite daran, Flüge in den Irak an einen anderen Flughafen umzuleiten, sagte demnach ein Sprecher der Behörde. Auch Flüge iranischer Fluggesellschaften ins benachbarte Aserbaidschan seien ab sofort aufgehoben, berichtete die Zeitung „Shargh“ unter Berufung auf Azerbaijan Airlines.

Noch am Dienstag hatte die iranische Luftfahrtbehörde angegeben, es seien keine Flugstreichungen bekannt. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Seinen Worten nach sollten ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt werden. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines

Sabrina Frangos

Agentur: Iran stellt USA über Katar Bedingungen

Der Iran hat den USA nach eigenen Angaben über einen katarischen Vermittler in New York mehrere Bedingungen übermittelt. Dazu gehörten ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie ein Stopp der „Aggressionen“ der USA, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Weitere Forderungen Teherans seien die Aufhebung der Seeblockade und des Wirtschaftskrieges sowie die Freigabe iranischer Vermögenswerte.

Sabrina Frangos

Iran warnt vor anhaltenden Störungen im Schiffsverkehr

Ein hochrangiger iranischer Militärberater hat Forderungen der Golfstaaten nach einem Ende der Angriffe und einer Wiederherstellung des freien Schiffsverkehrs zurückgewiesen. Die Lage an der Meerenge Bab al-Mandab werde angesichts des Konflikts zwischen Israel, den USA und den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen nicht zu ihrem früheren Normalzustand zurückkehren, sagte Generalmajor Jahja Rahim Safawi dem iranischen Staatsrundfunk.

Die USA hätten ihr Ziel hinsichtlich der Straße von Hormus nicht erreicht und stünden nun vor einem neuen Problem: der Meerenge Bab al-Mandab, sagte Safawi. Eine Wiederöffnung der Straße von Hormus sei an die Erfüllung iranischer Bedingungen geknüpft. Durch militärischen Druck der USA werde die wichtige Meerenge nicht wieder geöffnet werden.

Julius Stockheim

Macron weist vor UN Trumps Gaza-Erfolgsmeldungen zurück

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Darstellung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, Frieden im Gazastreifen geschaffen zu haben. In seiner letzten Rede vor der UN-Vollversammlung in New York sagte Macron am Dienstag, trotz des verkündeten Friedens sei kein einziger humanitärer Korridor in dem Küstengebiet wieder geöffnet worden. Die Welt werde Zeuge eines Schauspiels, das alle beschämen sollte. Stunden zuvor hatte Trump an demselben Rednerpult seinen Gaza-Friedensplan als diplomatischen Triumph gefeiert.

Macron, der im kommenden Mai aus dem Amt scheidet, kritisierte Israel scharf. Mit Blick auf das Westjordanland beklagte er tägliche Rechtsverletzungen, obwohl die radikal-islamische Hamas dort nie operiert habe. Dies mache das legitime Recht des palästinensischen Volkes auf Existenz zunichte.

Bei seinem letzten Auftritt vor dem Gremium verteidigte der französische Präsident die Vereinten Nationen nachdrücklich. Er warnte vor einer Rückkehr zum „Gesetz des Dschungels“. Macron beendete seine Rede mit dem Ausruf: „Es lebe die UN!“

Julius Stockheim

Emir von Katar fordert Abzug Israels aus Gaza

Der Emir von Katar, Tamim bin Hamad, hat Israel im Konflikt um den Gazastreifen zum Einlenken aufgefordert. Führende israelische Politiker würden offen für die Vertreibung der Bevölkerung des Gazastreifens werben, sagte der Emir am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Eine solche Position behindere jegliche Versuche, die Lebensbedingungen der Palästinenser zu verbessern.

Israel müsse seinen Verpflichtungen nachkommen, Militäreinsätze im Gazastreifen zu beenden, aus dem Palästinensergebiet abzuziehen und seine Blockade zu beenden. Katar hat gemeinsam mit Ägypten und den USA an der Vermittlung einer Waffenruhe für den Gazastreifen mitgewirkt und drängt darauf, die darin vereinbarten Schritte auch umzusetzen.

Julius Stockheim

Trump: US-Vertreter haben sich mit Iranern getroffen

Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch sei „sehr gut“ gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen.

Trumps Aussagen legten nahe, dass sein US-Chefunterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teilnahmen. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. Die „New York Times“ berichtete, dass sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mit Witkoff und Kushner getroffen habe.

Das Treffen wurde demnach von Pakistan und Katar vermittelt. Das Gespräch habe sich auf einen Weg für ein Abkommen fokussiert, schrieb die Zeitung. Trump stellte vor Reportern ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details.

Julius Stockheim

Guterres zu Nahost-Konflikt: „Genug ist genug“

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ein Ende der Gewalt gefordert. Vereinbarte Waffenruhen seien kaum mehr als „weniger Beschuss“ gewesen, während die Zivilbevölkerung weiter den Preis zahle, sagte Guterres zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York. „Genug ist genug.“

Julius Stockheim

Iran stellt vor UN-Treffen Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht

Der Iran hat kurz vor Beginn der UN-Generaldebatte eine Wiedereröffnung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus in Aussicht gestellt, falls die USA ihre Blockade aufheben. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag, das Treffen bei den Vereinten Nationen sei eine „goldene Gelegenheit“, die Diplomatie mit Washington wiederzubeleben.

Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch dessen iranischer Amtskollege Masud Peseschkian werden in New York erwartet. Seit dem Scheitern eines Interimsabkommens zur Beendigung des Krieges im Juli hat es keine bekannten direkten Gespräche zwischen beiden Seiten gegeben. Die USA müssten offiziell erklären, dass sie das Problem diplomatisch lösen wollten und dann einem Zeitplan für das weitere Vorgehen zustimmen, sagte der iranische Vertreter.

Der Iran habe seinen jüngsten Vorschlag am 16. September über Vermittler an Washington weitergeleitet. US-Außenminister Marco Rubio erklärte im Sender NBC, die USA seien offen für Gespräche mit den Iranern, „insbesondere, wenn sie die Aussicht haben, zu etwas Positivem zu führen“.

Patricia Hoffhaus

Insider: Saudi-Arabien vor Wiederaufnahme der Ölexporte über Rotes Meer

Saudi-Arabien nimmt Insidern zufolge seine nach Drohnenangriffen beschädigte wichtige Ost-West-Pipeline wieder in Betrieb. Die Ölexporte über den Hafen Janbu am Roten Meer könnten noch am Dienstag wieder aufgenommen werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zweien von ihnen zufolge pumpt die Pipeline zunächst mit geringer Leistung. Der staatliche Energiekonzern Saudi Aramco war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Saudi-Arabien hatte die Pipeline nach Drohnenangriffen durch die Huthi-Miliz aus dem Jemen am 13. September abgeschaltet. Dies führte zu einem Stopp der Rohöl-Verladungen in dem Hafen. Die Ost-West-Pipeline verbindet die Ölfelder im Osten des Königreichs mit dem Exporthafen Janbu am Roten Meer. Sie ist für das Land von strategischer Bedeutung, da sie den Transportweg durch die politisch heikle Straße von Hormus umgeht.

Eva Glaser

Iran könnte Straße von Hormus binnen sieben Tagen öffnen

Der Iran kann nach eigenen Angaben die Straße von Hormus binnen sieben Tagen wieder öffnen. Voraussetzung sei, dass die USA den militärischen Druck verringern und die Blockade iranischer Häfen aufheben, sagt ein hochrangiger iranischer Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters. Die iranische Delegation bei der UN-Vollversammlung in New York verfüge zudem über die Vollmacht, die Diplomatie mit den USA wiederzubeleben.

Eva Glaser

Iran stellt neuen diplomatischen Anlauf in Aussicht

Im Konflikt mit den USA hat die iranische Führung Verhandlungen in Aussicht gestellt. „Diplomatie bedeutet keine Kapitulation, sondern die Umwandlung der Stärke auf dem Feld in politische Errungenschaften“, sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf laut iranischen Medienberichten in Teheran.

Ghalibaf signalisierte allerdings keine Bereitschaft zu schnellen Zugeständnissen. An US-Präsident Donald Trump gerichtet sagte der iranische Chef-Unterhändler: „Er muss wissen, dass er dem iranischen Volk und den Streitkräften seine Macht nicht aufzwingen kann.“ Seit Wochen gibt es keine Anzeichen für ein Ende des Iran-Kriegs. Hardliner der iranischen Staatsführung hatten sich zuletzt selbstbewusst gezeigt und auch eine militärische Eskalation in Kauf genommen.

Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf dpa

Lukas Bay

Iran beschlagnahmt Vermögen von Hunderten Regierungsgegnern

Im Zuge ihrer Kampagne gegen Regierungskritiker hat die iranische Justiz Vermögen und Eigentum von fast 400 Menschen beschlagnahmt. Insgesamt sei ihnen der Zugriff auf 2.191 Konten und 39 Fahrzeuge entzogen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Teheran.

Die Justiz begründete den Schritt damit, gegen angebliche Staatsfeinde vorzugehen. So sollen die Betroffenen mit dem Feind und „konterrevolutionären Kräften“ kooperiert haben. In welchem Zeitraum die Staatsanwaltschaft gegen die Kritiker vorgegangen ist, war zunächst nicht bekannt. Zuvor sollen Regierungsgegnern bereits 143 Immobilien entzogen worden sein.

Zu den Identitäten gab es keine genauen Angaben. In dem Bericht bei Tasnim hieß es jedoch, auch Medienschaffende seien betroffen gewesen, die für Exil-Portale arbeiteten. Außerdem sei Vermögen von „Aktivisten und Betreibern feindlich gesinnter Medien“ sowie „verräterischen Persönlichkeiten“ im Ausland beschlagnahmt worden.

Angelika Ahrens

Kallas: EU-Mission im Roten Meer benötigt mehr Schiffe

Die EU‑Marinemission im Roten Meer benötigt nach den Worten der europäischen Außenbeauftragten Kaja Kallas mehr als zehn Kriegsschiffe. Derzeit seien nicht so viele Schiffe in der Region im Einsatz, sagt Kallas am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Die Lage sei inzwischen noch ernster als zu Beginn des „Aspides“-Einsatzes, erklärt sie. Diplomaten zufolge hat Kallas die Mitgliedstaaten bereits in einem Brief um weitere Marine- und Luftstreitkräfte gebeten.

Angelika Ahrens

Großbritannien unterstützt Saudi-Arabien gegen Huthi-Angriffe

Großbritannien will Saudi-Arabien im Kampf gegen Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen begrenzte militärische Unterstützung leisten. Premierminister Andy Burnham sagte am Montag, die Royal Air Force werde für einen Zeitraum von zunächst mehreren Wochen saudische Kampfflugzeuge in der Luft betanken. Die Maßnahme soll in den kommenden Tagen beginnen und fortlaufend überprüft werden. Nach Angaben britischer Regierungsvertreter soll ein Voyager-Jet saudische Maschinen bei „defensiven“ Einsätzen mit Treibstoff versorgen.

Der Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen hat sich zuletzt wieder verschärft. Die Huthi griffen Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen an, darunter am Samstag ein Angriff auf Riad, der abgefangen wurde. Zudem kündigte die Miliz eine Blockade saudischer Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab und im Roten Meer an und griff mit Saudi-Arabien verbundene Schiffe sowie Ölanlagen im Königreich an.

Carlotta Moreno Lara

Zeitung: USA erwägen 5-Mrd-Zahlung für Energie-Wiederaufbau in Nahost

Das „Wall Street Journal“ berichtet, die US-Regierung unter Donald Trump habe vorgeschlagen, fünf Milliarden Dollar in einen neuen Fonds zu investieren, der den Ländern des Nahen Ostens helfen soll, ihre im Iran-Krieg beschädigte Energie-Infrastruktur wieder aufzubauen. Auch solle damit die Abhängigkeit der Länder von der Straße von Hormus verringert werden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Vertreter der Regierungen der USA und Ländern aus Nahost sowie auf Dokumente.

Die Straße von Hormus ist ein wichtiger Seeweg für den Transport von Gas und Öl für die Weltmärkte und wird seit Monaten vom Iran weitgehend blockiert. In der Folge sind die Ölpreise deutlich gestiegen.

Carlotta Moreno Lara

USA wollen Irans Fluggesellschaften weltweit isolieren

Die USA wollen im Zuge ihres Wirtschaftskriegs gegen den Iran deren Fluggesellschaften weltweit isolieren. „Alle iranischen Fluggesellschaften werden weltweit stillgelegt“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem US-Sender CNBC. Dies werde am Mittwoch geschehen. Seinen Worten nach sollen vor allem Drittstaaten unter Druck gesetzt werden. „Wenn sie landen, darf man sie nicht mit Treibstoff versorgen, darf man ihnen keine Landedienste bereitstellen, darf man ihnen keine Tickets verkaufen, sonst wird man aus dem Dollarsystem ausgeschlossen“, fügte er hinzu.

Vor fast zwei Wochen hatte die USA neue und umfassende Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor verhängt, darunter gegen 27 Airlines. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.

Lukas Bay

Erneut Tanker in Straße von Hormus getroffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Militärquellen mitteilte, sei ein in den Persischen Golf einfahrender Tanker von einem Geschoss getroffen worden.

Zwei Besatzungsmitglieder seien leicht verletzt, Schäden für die Umwelt seien derzeit nicht bekannt, hieß es weiter. Das Schiff sei unterwegs zu einem Hafen.

Laura Thalmeyer

Iran droht USA: Einsatz neuer Waffen und Angriff auf andere Regionen

Der Iran droht den USA im Fall eines neuen Angriffs mit dem Einsatz neuartiger Waffen und Schlägen gegen bislang verschonte Gebiete. „Wenn es zu einer neuen Aggression kommt, werden wir mit Sicherheit die Waffen und die Geografie des Krieges ändern“, sagt der Sprecher der Revolutionsgarden, Hossein Mohebbi, laut der Nachrichtenagentur Fars. Die Führung in Teheran sei auf einen längeren Konflikt vorbereitet, erklärt er weiter.

Laura Thalmeyer

Verkehr durch Straße von Hormus bricht ein – Ölexporte Saudi-Arabiens steigen

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist am Wochenende angesichts der anhaltenden Spannungen in der Golfregion stark zurückgegangen. Schifffahrtsdaten zeigten am Montag, dass ein Dutzend Rohstofffrachter die Meerenge passierten, verglichen mit 35 am Wochenende zuvor. Der über Transpondersignale erfasste Verkehr durch die für ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung wichtige Route ist damit stark eingeschränkt. Produzenten aus dem Nahen Osten exportieren jedoch weiterhin Öl auf Tankern, die mit ausgeschalteten Transpondern fahren. Vor Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran am 28. Februar passierten die Meerenge täglich etwa 125 große Handelsschiffe.

Gleichzeitig haben Angriffe der Huthi auf die Ost-West-Pipeline von Saudi Aramco den staatlichen Energiekonzern dazu veranlasst, seine Exporte durch die Straße von Hormus zu erhöhen. Dadurch konnte das führende Opec-Mitglied seine Ausfuhren im September bisher auf über vier Millionen Barrel pro Tag (bpd) steigern, nachdem sie im August auf 2,4 Millionen bpd gefallen waren. „Die Ölflüsse aus dem Nahen Osten bleiben trotz der Störung der saudischen Ost-West-Pipeline überraschend stark“, schrieben Analysten von JPMorgan in einer Mitteilung. Satellitendaten deuteten darauf hin, dass die saudischen Öllieferungen durch die Straße von Hormus in den vergangenen sechs Tagen durchschnittlich 2,9 Millionen bpd betrugen, verglichen mit nur 700.000 bpd im August.

Carlotta Moreno Lara

QatarEnergy: Sperre der Straße von Hormus verzögert wohl Projekte

Wegen der Sperrung der Straße von Hormus drohen dem staatlichen katarischen Energiekonzern QatarEnergy Verzögerungen bei einigen Ausbauprojekten. Wichtige Ausrüstung könne derzeit nicht nach Katar geliefert werden, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi. Das Unternehmen produziere momentan nur eine verschwindend geringe Menge an Flüssigerdgas (LNG), könne aber den normalen Betrieb wenige Wochen nach einer Öffnung der Meerenge wieder aufnehmen. Einige Produktionslinien im Rahmen der Erweiterung des Gasfeldes North Field East (NFE) sollen 2027 in Betrieb gehen, die Erweiterung North Field South (NFS) 2028.

Lukas Bay

CIA-Chef trifft ägyptischen Präsidenten

CIA-Chef John Ratcliffe hat in Ägypten mit Staatschef Abdel Fattah al-Sisi über den Krieg der USA mit dem Iran gesprochen. Das ägyptische Präsidialbüro teilte mit, al-Sisi habe sich für ein Abkommen zur Beilegung der Iran-Krise und zur Freiheit der internationalen Schifffahrt ausgesprochen.

Lukas Bay

Ägypten, Jordanien und Kuwait verurteilen Huthi-Angriff auf Riad

Ägypten, Jordanien und Kuwait haben einen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die saudi-arabische Hauptstadt Riad verurteilt. Das Vorgehen der mit dem Iran verbündeten Miliz gefährde die Sicherheit und Stabilität in der Region und verletzte das Völkerrecht, erklärten die drei Staaten. In separaten Mitteilungen sicherten die Regierungen Saudi-Arabien Unterstützung beim Schutz seiner Souveränität sowie von Zivilisten zu.

Auch die Islamische Weltliga, eine Dachorganisation muslimischer Gelehrter und Gemeinschaften, verurteilte Angriffe der Huthi auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in Saudi-Arabien. Es handele sich um einen Verstoß gegen alle religiösen Werte sowie internationale und humanitäre Gesetze und Normen.

Lukas Bay

Irans Militär droht den USA und deren Verbündete

Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land. Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das Militär beruft sich auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land, bei dem Vereinbarungen über erneute Angriffe auf den Iran getroffen worden sein sollen. Einige arabische Länder in der Region sollen grünes Licht gegeben haben.

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