Iran-Krieg: Ölexperten rechnen mit Überangebot - sind sie zu optimistisch?
Rund zehn Millionen Barrel gelangen mittlerweile wieder täglich durch die Straße von Hormus. Doch die neue Eskalation zwischen den USA und dem Iran zeigt, wie fragil die Lage am Markt ist. Judith Henke 08.07.2026 - 06:33 Uhr Artikel anhören
Frachter in der Straße von Hormus: Der Iran hat die wichtige Schifffahrsroute als Hebel in den Verhandlungen mit den USA genutzt. Foto: Wen Xinnian/Xinhua/dpa
Frankfurt. Der Ölpreis war zeitweise wieder auf Vorkriegsniveau gesunken, doch die Gefahr ist nicht gebannt: Am Dienstagmorgen wurde ein katarischer Flüssiggastanker in der Straße von Hormus angegriffen, auch ein saudischer Öltanker wurde getroffen. Die USA haben daraufhin die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt und nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch wieder Ziele im Iran angegriffen.
Rohöl verteuerte sich prompt um rund fünf Prozent. Am Mittwochmorgen wurde die Rohöl-Sorte Brent mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent auf 75,85 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt, der Preis für US-Öl der Sorte WTI notierte 2,4 Prozent höher bei 72,12 Dollar.
Von einer Normalisierung ist der Ölmarkt also noch weit entfernt. Trotzdem erwarten Experten derzeit weiterhin niedrige Preise und sogar ein Überangebot auf dem Ölmarkt. Sind sie zu optimistisch?
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