Iran-Krieg: Oman und Iran planen temporäre Route durch Straße von Hormus
Anna Kipnis
Hormus-Transitverkehr unter Zehn-Tages-Durchschnitt
Lediglich fünf Frachter haben die Straße von Hormus am Dienstag nach vorläufigen Daten des Schifffahrtsmonitors Kpler durchquert. Das sind deutlich weniger als der Zehn-Tage-Durchschnitt, der bei 15 Schiffen liegt, aber immerhin etwas mehr als am Montag, als nur vier Frachter die Meerenge passierten. Die Daten könnten sich allerdings noch ändern, da manche Schiffe ihre Ortungssender während der Fahrt abschalten. Die für den internationalen Transport von Öl, Gas und anderen Gütern extrem wichtige Straße von Hormus ist seit Beginn des Kriegs der USA gegen den Iran vor einem halben Jahr weitgehend blockiert.
Angelika Ahrens
USA laut „Axios“ an Verbündete: Planen vorerst keine neuen Iran-Angriffe
Das US‑Nachrichtenportal Axios berichtet, US-Außenminister Marco Rubio habe in den vergangenen Tagen mehreren Außenministern aus verbündeten Ländern mitgeteilt, dass die USA vorerst voraussichtlich keine neuen Angriffe gegen den Iran starten werden. Stattdessen wollten sich die USA auf andere Druckmittel konzentrieren, heißt es unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und eine zweite Person mit Kenntnis der Angelegenheit.
Julius Stockheim
Syrische Kurden-Miliz SDF löst sich auf
Die von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) geben ihre Auflösung bekannt. Damit ende die Rolle der SDF als unabhängige Streitmacht, erklärt Kommandeur Maslum Abdi in einer Fernsehansprache. Der Schritt ist Teil eines Abkommens mit der neuen, islamistisch geführten Regierung in Damaskus unter Präsident Ahmed al-Scharaa. Dieses sieht die schrittweise Eingliederung der kurdischen Kämpfer in die reguläre syrische Armee vor.
Lara Dehari
Oman und Iran planen temporäre Route durch Straße von Hormus
Der Oman und der Iran einigen sich auf einen Rahmenplan für die sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Dieser sehe die Einrichtung einer temporären Schifffahrtsroute sowie ein Projekt zur Minenräumung in der Meerenge vor, teilen die Außenminister beider Länder in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Verhandlungen auf Fachebene über eine dauerhafte Route und die künftige Verwaltung der Wasserstraße sollen fortgesetzt werden. Zudem betonen die Minister die Bedeutung von Gesprächen mit anderen Anrainerstaaten des Persischen Golfs.
Julius Stockheim
Israel macht weiter Jagd auf Terroristen vom 7. Oktober 2023
Die israelische Armee will an den gezielten Tötungen von Beteiligten am Hamas-Massaker vor knapp drei Jahren in Israel festhalten. „Die Jagd auf die Terroristen vom 7. Oktober wird fortgesetzt“, sagte der israelische Militärchef Ejal Zamir laut Armeeangaben. „Jeder, der bei dem Massaker mitgemacht hat, wird auf der Flucht sein, bis er ausgeschaltet wird.“
Der von den USA geführte Gaza-Friedensrat forderte in einem jüngst veröffentlichten Plan eine Einstellung gezielter Angriffe der israelischen Armee auf Palästinenser in dem Küstenstreifen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt diesen Plan des sogenannten Board of Peace, der auch die Übergabe der Waffen der Hamas vorsieht, zwar ab. Laut Medienberichten hatte Israel dennoch die gezielten Angriffe auf US-Druck hin zu Beginn des Monats eine Zeit lang unterlassen.
Julius Stockheim
Trump droht Iran mit Zerstörung minenlegender Schiffe
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen legen. Er verwies auf eine „Null-Toleranz-Politik“ bei der Verminung der Meerenge, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Bereits Mitte April hatte Trump ähnliche Drohungen ausgesprochen. Trump behauptete nun ferner, dass die US-Raumfahrtabteilung (Space Force) die Straße von Hormus, die mutmaßliche und bislang kaum bekannte Atomeinrichtung „Pickaxe Mountain“ und drei weitere Nuklearanlagen genauestens im Blick habe.
Julius Stockheim
Minen in Straße von Hormus Trump zufolge geräumt
Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump alle Minen in den internationalen Gewässern der Straße von Hormus geräumt oder gesprengt. Der Iran sei darüber informiert worden, dass jedes Schiff oder Boot, das neue Minen verlege, sofort zerstört werde, erklärt Trump.
Julius Stockheim
Israel räumt UN-Gelände in Ost-Jerusalem
Israel hat offiziellen Angaben zufolge mit der Räumung eines Geländes des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ost-Jerusalem begonnen. Dieses wurde bisher als Ausbildungszentrum genutzt. „Der Staat Israel wird es einer Organisation, deren Mitarbeiter in Terror und das Massaker vom 7. Oktober verwickelt waren, nicht gestatten, auf seinem Staatsgebiet tätig zu sein, und wird mit allen Mitteln gegen sie vorgehen“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros.
Netanjahu habe die Räumung angewiesen, hieß es in der Mitteilung vom Nachmittag weiter. Israel will auf dem Gelände offiziellen Angaben zufolge eine Schule für Jungen einrichten, in der nach israelischem Lehrplan unterrichtet werden soll. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sprach von „Renovierungsarbeiten“. UNRWA besitze keine Eigentumsrechte, hieß es weiter.
Julius Stockheim
Iran droht offenbar Donald Trumps Sohn Barron
Der Personenschutz des Weißen Hauses hat die Existenz eines iranischen Videos mit Drohungen gegen Donald Trumps Sohn Barron bestätigt. Iranische Staatsmedien hätten ein Video ausgestrahlt, das offenbar das Leben des 20-Jährigen bedrohe, sagte Secret-Service-Sprecher Nate Herring. „Der US Secret Service ist sich des Videos bewusst und untersucht alles, was als Bedrohung gegen unsere Schutzpersonen wahrgenommen werden kann“, fügte er hinzu. Zuvor hatte der US-Sender CNN über die Drohung berichtet.
Sabrina Frangos
Vier Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Montag nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern mindestens vier Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Nach Evakuierungsaufrufen des israelischen Militärs traf ein Angriff ein Gebäude im Flüchtlingslager Bureidsch im Zentrum des Gazastreifens. Eine Familie konnte nach Angaben des Awda-Krankenhauses nicht mehr fliehen. Dabei wurde ein vierjähriges Kind getötet, seine Mutter und Schwester wurden verletzt. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.
Auch drei weitere Gebäude im Gazastreifen wurden nach Angaben von Bewohnern nach Evakuierungswarnungen getroffen. Das israelische Militär erklärte, es habe nach vorherigen Warnungen Ziele im Flüchtlingslager Schati in Gaza-Stadt und in Deir al-Balah angegriffen. Dabei habe es sich um zwei Waffenlager der Hamas in Moscheen gehandelt. Das Militär legte keine Beweise vor, erklärte jedoch, dort seien Dutzende Kalaschnikow-Gewehre, Magazine und weiteres militärisches Material gelagert worden.
Sabrina Frangos
Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt und das Schiff manövrierunfähig gemacht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es. Der Vorfall ereignete sich demnach neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) nordöstlich des Ortes Asch Schischah. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.
Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die Meerenge immer noch weitestgehend. Die Straße von Hormus ist eine wichtige Passage für Öl-, Gas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Dies hat Folgen für die ganze Weltwirtschaft. Teheran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine vom Iran festgelegte Route entlang der eigenen Küste nehmen und hatte wiederholt erklärt, nur die von Teheran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.
Miriam Braun
USA streichen Syrien von Liste der staatlichen Terrorunterstützer
Die USA haben Syrien am Montag von ihrer Liste der staatlichen Terrorunterstützer gestrichen. Der Schritt trat nach einer 45-tägigen Überprüfungsfrist des Kongresses in Kraft, nachdem US-Präsident Donald Trump das Parlament am 8. Juli über sein Vorhaben informiert hatte.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Entscheidung würdige die positiven Maßnahmen und Zusagen der syrischen Regierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa, sich vollständig vom internationalen Terrorismus zu distanzieren.
Der syrische Außenminister Asaad al-Schibani hatte der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag gesagt, die Regierung hoffe, dass die Beseitigung dieses letzten Hindernisses Syrien wieder in das globale Finanzsystem integrieren werde. Es gebe nun keine Hürden mehr für Investitionen und den Wiederaufbau der Wirtschaft in dem Land.
Lydia Wolter
Pressekonferenz endet ohne konkrete Details
Die Pressekonferenz ist beendet. Insgesamt ist nach dem Auftritt des Finanzministers aber noch vieles unklar. So blieb zunächst offen, was genau an den neuen Sanktionen verheerend sein wird. Auch konkrete Länder nannte Bessent in der Pressekonferenz nicht – ebenso lehnte er eine Antwort auf die Frage ab, in welchem Zeitraum die ungenannten Maßnahmen zu erfüllen sein sollen.
Noch vergangene Woche sprach Trump von „Maßnahmen historischen Ausmaßes“ und der „verheerendsten Wirtschaftsoperation“, die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. US-Sanktionen gegen den Iran sind grundsätzlich nichts Neues. Im Laufe der Jahre hatten die Vereinten Nationen, die USA und die EU bereits umfangreiche Strafen verhängt.
Lydia Wolter
Bessent warnt vor Konsequenzen weiterer Zusammenarbeit mit dem Iran
Bessent betonte zudem das Ausmaß möglicher Konsequenzen. Die Entschlossenheit der USA sollte nicht angezweifelt werden, so der Finanzminister.
Jede Art von Zusammenarbeit mit diesem mörderischen Regime wird die Verantwortlichen der vollen Wucht der amerikanischen Macht aussetzen. US-Finanzminister Scott Bessent
Patricia Hoffhaus
US-Finanzministerium verhängt neue Iran-Sanktionen
Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen fast 60 mit dem Iran verbundene Organisationen, Personen und Schiffe, so Bessent. Betroffen sind Netzwerke aus den Bereichen Nukleartechnik, Raketen, Cybertechnologie und Öl, wie der US-Finanzminister am Montagabend mitteilte. Darüber hinaus setzt es allgemeine Genehmigungen aus, die bestimmte Überweisungen in den Iran erlaubt hatten.
Für potenzielle Sekundärsanktionen nimmt die Behörde laut Bessent fünf der wichtigsten Einnahmequellen des Iran im Ausland ins Visier: digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt.
Die Maßnahmen richten sich demnach auch gegen ein Netzwerk aus Firmen und Schiffen einer sogenannten Schattenflotte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong, China, Singapur, der Schweiz und anderen europäischen Ländern.
Unser Ziel ist es, jede wirtschaftliche Lebensader zu durchtrennen, die dieses tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran allein dasteht. US-Finanzminister Scott Bessent
Lydia Wolter
Bessent: Trump setzt Irans Unterstützern Ultimatum
Der US-Präsident führe erfolgreich Telefongespräche mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt und fordere sie ausdrücklich auf, ihre Beziehungen zum Iran einzustellen, so Bessent. Für jedes Land gelte dabei ein festgelegter Zeitrahmen, innerhalb dessen die von den USA identifizierten Aktivitäten eingestellt werden müssen.
Beispielsweise müssen alle Filialen der Bank Melli Iran (BMI), die größte staatliche Geschäftsbank des Iran, geschlossen werden. Zudem werde jede Organisation, die im Auftrag des Iran Geldwäsche ermöglicht, aus dem US-Dollar-System ausgeschlossen.
Lydia Wolter
Bessent: Irans Unterstützer machen sich falsche Hoffnungen
Bessent sagte weiter: „Ab heute werden die Maßnahmen des Finanzministeriums und anderer Behörden den Druck weiter verstärken und jede potenzielle Einnahmequelle unterbinden, aus der die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) und das iranische Regime finanziert werden.“
Die finanzielle Zuflucht des Irans beruhe auf der falschen Annahme jener Nationen, die die iranische Bedrohung finanzieren, in der Hoffnung, ihr so zu entgehen, so Bessent.
Lydia Wolter
Bessent: Iran hat die Wahl zwischen Isolation und Kooperation
Die Stärke der US-Wirtschaft unter Präsident Trump erlaube es nun, diese langwierige finanzielle Maßnahme parallel zu den bereits laufenden militärischen Maßnahmen durchzuführen, so Bessent. Der Iran habe nun die Wahl zwischen globaler Isolation und einer abgeschnittenen Wirtschaft und einem Weg zurück zur Normalität, mit der Möglichkeit, wieder Teil der globalen Wirtschaftsgemeinschaft zu werden. Alle weiteren Optionen werden mit Beginn der heutigen „Operation Outcast“ ausgeschlossen, so Bessent.
Lydia Wolter
Bessent: Trump beendet die iranische Bedrohung
Seit 37 Jahren befinde sich der Iran im Krieg mit den USA und seinen Nachbarn in der Golfregion, so Bessent. US-Präsident Donald Trump habe nun endlich Maßnahmen ergriffen, von denen seine Vorgänger bisher abgesehen hatten. Unter Trumps Führung beende die USA die Bedrohung durch den Iran, sagte Bessent weiter.
Lydia Wolter
Bessent eröffnet die Pressekonferenz
US-Finanzminister Scott Bessent erklärt gegenüber Journalisten, dass heute offiziell die „Operation Outcast“ („Wirtschaftlicher Verstoßener“) gegen den Iran und seine Unterstützer begonnen habe. Bessent zieht in seiner Rede Parallelen zum D-Day im 2. Weltkrieg. „Wir starten einen wirtschaftlichen Angriff auf die weltweiten wirtschaftlichen Verbindungen des Iran“, so der US-Finanzminister. Der Iran und sein terroristisches Regime sollten so isoliert werden, erklärt Bessent.
Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft im Zweiten Weltkrieg. Darauf angesprochen, und warum er nicht heute Sanktionen verhängen würde, versuchte sich Bessent zu rechtfertigen: „Warum sollte ich das globale Finanzsystem sprengen wollen?“
Auch den Berliner Mauerfall 1989 zog Bessent als Vergleich heran: „An die einfachen Soldaten, die dieses Regime unterstützen: Wenn immer mehr eurer Gehaltszahlungen ausbleiben oder angeblich nur verspätet ausgezahlt werden, fragt euch, ob eure Kommandeure euer Land zum Sieg oder in den Ruin führen“, so der US‑Finanzminister. Dann zog er den Mauerfall-Vergleich: „Und erinnert euch daran, dass die Berliner Mauer fiel, als einfache Soldaten beschlossen, nicht auf ihre eigenen Landsleute zu schießen.“
Lydia Wolter
Pressekonferenz mit Bessent im Livestream
Verfolgen Sie die Pressekonferenz mit US-Finanzminister Scott Bessent zu Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ab 19:00 Uhr im Livestream:
Lydia Wolter
Huthi schießen Tanker im Roten Meer in Brand
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben einen Öltanker im Roten Meer beschossen. Das Schiff sei mit einer ballistischen Rakete beschossen worden, sagte Huthi-Sprecher Jahja Sari am Montag.
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine teilte mit, vor der Küste Saudi-Arabiens sei ein Tanker angegriffen worden. Auf dem Hauptdeck sei ein Feuer ausgebrochen. Berichte über Verletzte gebe es nicht. Die britische Sicherheitsfirma Ambrey erklärte, der Tanker habe ein Notsignal gesendet. Die ägyptische Marine habe Berichten zufolge einen Rettungseinsatz gestartet.
Lydia Wolter
Klingbeil: Trump ist mit Iran-Krieg für Lage am Anleihemarkt verantwortlich
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil macht US-Präsident Donald Trump persönlich für die jüngsten Entwicklungen auf dem Anleihemarkt verantwortlich. „Die Zinsen sind gestiegen“, sagte der SPD-Co-Chef am Montag in Liechtenstein nach Beratungen der deutschsprachigen Finanzminister.
Trump habe mit seinem Angriff auf den Iran neue Unsicherheit geschürt. Es gebe starke wirtschaftliche Verwerfungen wegen des Krieges, was jeden Tag an den Zapfsäulen spürbar sei. Der Krieg habe die Nahost-Region nicht zum Besseren verändert. „Der Zinsanstieg der letzten Tage und Wochen ist Folge einer globalen Unsicherheit, die durch den Krieg von Donald Trump im Iran ausgelöst wurde.“
Lydia Wolter
TotalEnergies: Transport von Öl durch Straße von Hormus profitabel
Der französische Ölkonzern TotalEnergies transportiert trotz des Kriegsrisikos profitabel Rohöl durch die Straße von Hormus. Dies sagte Konzernchef Patrick Pouyanne am Montag auf einer Energiekonferenz in Norwegen. „Wir sind heute wahrscheinlich der größte Händler von Öl aus dem Irak oder aus Katar“, sagte Pouyanne.
Ich kann Ihnen sagen, dass sich Rohöl heute sehr leise und nicht öffentlich durch die Straße von Hormus bewegt. Patrick Pouyanne
Hohe Preisnachlässe von Rohölproduzenten glichen die gestiegenen Transportkosten mehr als aus, erklärte Pouyanne. Dies gelte jedoch nicht für raffinierte Ölprodukte. Wegen der geringeren Kapazität der dafür eingesetzten Schiffe entstehe ein nicht tragbarer Transportaufschlag von 50 Dollar pro Barrel. Deshalb verlasse kein einziger Tanker mit Ölprodukten die Meerenge.
TotalEnergies plant dennoch, in alternative Routen zu investieren. Pouyanne kündigte Investitionen in eine Pipeline von Bagdad nach Syrien sowie in die Verdopplung der Kapazität der Fudschaira-Pipeline in Abu Dhabi an.